Council on Foreign Relations fordert Kriegseintritt Europas, aber ohne die USA

Ein Artikel in Foreign Affairs fordert offen, europäische, aber keine amerikanischen, Truppen in die Ukraine zu schicken. Der Artikel ist ein bemerkenswertes Beispiel für westliche Kriegspropaganda. Von Thomas Röper

In Foreign Affairs, der Zeitung des mächtigen US-Thinktanks Council on Foreign Relations, ist ein Artikel mit der unzweideutigen Überschrift „Europa – aber nicht die NATO – sollte Truppen in die Ukraine schicken“ erschienen, dessen Einleitung nicht minder unmissverständlich war:

„Um Russlands Vormarsch aufzuhalten, braucht Kiew mehr Truppen vor Ort“

Die drei Autoren sind zwar keine hochrangigen US-Beamten, aber sie gehören durchaus zu den Schwergewichten unter den Einflüsterern der US-Politik, da sie in verschiedenen US-Thinktanks gearbeitet haben. Das sind der Oberst a. D. Alex Crowther, der aktive Oberstleutnant der US-Luftwaffe Jahara Matisek und Phillips O’Brien von der Universität St. Andrews. Und ihre Forderung ist eindeutig: Die EU-Staaten sollen Truppen in die Ukraine schicken, und zwar ohne die USA, also ohne die NATO.

Die US-Kriegstreiber diskutieren dabei verschiedene Möglichkeiten und wie man die Europäer, gemeint dürften damit sowohl die Öffentlichkeit als auch die europäischen Politiker sein, davon überzeugen kann, endlich Truppen in die Ukraine zu schicken. Quasi als „Leckerli“ wird dabei vorgeschlagen, Truppen zu „Nicht-Kampfeinsätzen“ zu schicken, weil das „den meisten europäischen Hauptstädten am einfachsten zu verkaufen“ sei.

Aber natürlich wird auch die Möglichkeit von Kampfeinsätzen diskutiert, zum Beispiel die Übernahme des Kommandos über die ukrainische Luftverteidigung inklusive europäischer Besatzung der ukrainischen Luftabwehrsysteme, oder Luftpatrouillen „entlang Teilen der ukrainischen Grenze“…, „wo keine russischen Truppen stationiert sind, wie zum Beispiel an der Schwarzmeerküste und an den Grenzen zu Weißrussland und Transnistrien“.

Nur eines sollte nach Meinung der US-Schaumeier vermieden werden, nämlich eine Kriegsbeteiligung der USA und damit der NATO. Im Klartext schlagen die US-Strategen vor, nachdem der Kampf der USA gegen Russland bis zum letzten Ukrainer nicht funktioniert hat, auch noch bis zum letzten Europäer gegen Russland zu kämpfen.

Der Artikel in Foreign Affairs hat eine klare Aufgabe. Er soll die Leser darauf einschwören, dass die europäischen Länder Truppen in die Ukraine schicken. Die Adressaten solcher Artikel sind Politiker aus den USA, aus der EU und natürlich die westlichen Medien.

Die sollen von der Idee überzeugt werden, wobei das Problem ist, dass man dazu verschiedene Argumente braucht, denn einen US-Politiker für die Idee zu gewinnen, Europäer für die US-Interessen sterben zu lassen, ist wesentlich leichter und braucht andere Argumente, als bei europäischen Politikern und Medien.

Ich werde zunächst auf einige der Aussagen des Artikels eingehen, danach übersetze ich den Artikel komplett, damit Sie entscheiden können, ob Sie meinen Einschätzungen zustimmen oder nicht. (Deutsche Kriegspläne – Vorhersage von Schirinowski: „Deutschland wird sich für alles rächen“ (Video))

Die alte Leier mit der Sowjetunion

In dem Artikel schreiben die „Experten“:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin bei der Ukraine Halt macht; er hat bereits gesagt, dass alle ehemaligen Sowjetrepubliken an Russland zurückgeführt werden sollen. Die baltischen Staaten könnten die Nächsten sein, gefolgt von Finnland und Polen, die Fürstentümer innerhalb des vorsowjetischen Russischen Reiches waren.“

Diese Aussage ist von vorne bis hinten gelogen. Und zwar so dreist, dass Foreign Affairs den Teil im Nachhinein geändert und selbst am Ende des Artikels folgenden Infokasten eingefügt hat:

„BERICHTIGUNG BEIGEFÜGT (22. APRIL 2024)

In einer früheren Version dieses Artikels wurde fälschlicherweise behauptet, der russische Präsident Wladimir Putin habe erklärt, dass alle ehemaligen Sowjetrepubliken an Russland zurückgegeben werden sollten.“

In der aktuellen Version wurde der Teil geändert und er lautet nun:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin mit der Ukraine aufhören wird. Er hat den Zusammenbruch der Sowjetunion als „die größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts bezeichnet und beklagt, dass „Dutzende Millionen unserer Mitbürger und Landsleute sich außerhalb des russischen Territoriums wiederfinden“.

Die Aussage, die Putin oft wiederholt hat, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei „die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ gewesen, muss man immer auch vollständig zitieren, was im Westen jedoch nicht getan wird, denn Putin fordert dabei nie die Rückkehr der ehemals sowjetischen Gebiete, sondern er erklärt, dass durch den Zerfall der Sowjetunion Dutzende Millionen Russen (aber auch Bürger der neuen unabhängigen Staaten) durch neue Grenzen von ihren Freunden und Verwandten getrennt wurden.

Viele brauchten plötzlich Visa, um ihre Eltern oder Kinder zu besuchen. Eigentlich müssten gerade Deutsche verstehen, was für eine Katastrophe das ist, denn die Deutschen haben seinerzeit genauso und mit den gleichen Argumenten der Trennung von Familien und Freunden über die deutsche Teilung gesprochen.

In Putins Aussage geht es nur um diese Tatsache, dass durch den Zerfall der Sowjetunion Freunde, und vor allem auch engster Verwandte, plötzlich durch Grenzen voneinander getrennt waren und oft plötzlich sogar Visa brauchten, um ihre Lieben zu besuchen. Aber im Westen wird aus dieser Aussage Putins immer wieder die Legende fabriziert, Putin wolle die alte Sowjetunion zurück, obwohl Putin jedes Mal, wenn er darüber spricht, ausdrücklich das Gegenteil sagt.

Daher darf die Unterstellung, Putin wolle die Sowjetunion zurück, auch in diesem Artikel von Foreign Relations nicht fehlen, denn die Leser sollen ja darauf eingestimmt werden, dass Russland böse und imperialistisch ist. Da darf diese Standardlüge des westlichen Narratives natürlich nicht fehlen.

Kampfeinsatz oder nicht?

Die Frage, ob die europäischen Truppen in der Ukraine an Kampfeinsätzen teilnehmen sollen, nimmt in dem Artikel einigen Raum ein. Die Autoren stellen fest, dass man die Europäer leichter zur Entsendung von Truppen in die Ukraine überreden kann, wenn man ihnen sagt, ihre Truppen würden nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen. Aber die Autoren machen keinen Hehl daraus, dass es ihnen lieber wäre, die Europäer würden aktiv gegen Russland kämpfen.

Als eine Möglichkeit, europäische Truppen angeblich nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen zu lassen, wird die Möglichkeit genannt, europäische Soldaten sollten die Luftverteidigung ukrainischer Städte übernehmen und auch kommandieren.

Dabei, so die Autoren, würden sie ja nicht auf Russen schießen, denn im ukrainischen Hinterland sind keine russischen Flugzeuge, sondern nur russische Raketen. Und dass die Europäer russische Raketen abschießen, so die amerikanischen Schlaumeier, würde Russland kaum als Kriegsbeteiligung ansehen.

Darüber kann jeder denken, wie er will, aber diese Teil des Artikels zeigt, wie unehrlich die Autoren gegenüber den Europäern sind. Diese europäischen Soldaten wären nämlich sehr wohl im Kampfeinsatz, denn die russische Armee schießt auf die Luftabwehr der Ukraine. Und wenn russische Raketen eine französische oder polnische Besatzung eines Patriot-Systems bei Kiew bombardieren würde, wie würde das wohl in den betreffenden Ländern aufgenommen?

Das würde zu einer Eskalation führen, was die Autoren auch ganz genau wissen und wollen, denn das würde die Hemmschwelle der europäischen Politiker, ihre Truppen auch an die Front zu schicken, nach dem Motto „Seht her, die bösen Russen schießen unsere Soldaten ab!“ erhöhen.

Bis zum letzten Europäer

Während die Autoren in ihrem Artikel die verschiedenen Möglichkeiten durchspielen, welche Kampfeinsätze europäische Soldaten in der Ukraine durchführen könnten, zählen sie immer auch auf, wie viele ukrainische Soldaten das für den Einsatz an der Front freistellen würde, weil die Europäer ihre Aufgaben übernehmen würden.

Wer diesen Teil des amerikanischen Artikels aufmerksam liest, der stellt fest, dass die Aussage Putins, die USA kämpfen in der Ukraine bis zum letzten Ukrainer, leider absolut zutreffend ist. Mehr noch, der Artikel zeigt, dass die Autoren auch gerne bis zum letzten Europäer kämpfen möchten, wenn sie vorrechnen, dass Russland gegen Europa angeblich chancenlos ist, weil Europa eine weitaus größere Bevölkerung hat als Russland.

Menschenleben zählen für solche Leute, wie die Autoren des Artikels, rein gar nichts.

Blufft Putin?

Dann kommt der Artikel an einen Punkt, an dem die Autoren aus all dem zuvor gesagten herleiten, dass Putin angeblich große Angst vor einem Krieg mit den Staaten Europas habe. Wohlgemerkt, von einem Krieg der NATO, also der USA, gegen Russland schreiben die Autoren nichts. Die Europäer sollen das bitte schöne alleine machen.

Und weil Putin angeblich eine so große Angst vor den Europäern hat, empfehlen die Autoren, europäische Truppen hinter dem Dnjepr, der die Ukraine von Nord nach Süd durchfließt, und bei Odessa aufzustellen. Würden die russischen Truppen vorrücken, hätten sie Angst, auf die europäischen Truppen zu schießen, während die europäischen Truppen – nach Meinung der Autoren – jedes Recht der Welt hätten, auf die Russen zu schießen, weil die Europäer sich nur verteidigen würden.

Kurz und gut, laut den Autoren blufft Putin und schon die Anwesenheit europäischer Soldaten in der Ukraine würde das russische Vorrücken stoppen, weil Putin angeblich so eine große Angst hat, dass er nicht auf die Europäer schießen lassen würde.

Putin will die NATO angreifen?

Spätestens an dieser Stelle des Artikels müsste jeder denkende Leser sich fragen: Wie jetzt?!?!

Zur Erinnerung: Am Anfang des Artikels gab es diese Behauptung:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin mit der Ukraine aufhören wird“

Nach der Ukraine will Putin angeblich europäische Länder angreifen. Aber nun erfahren wir von den Autoren, dass Putin angeblich so eine große Angst vor den Europäern hat, dass er nicht einmal in der Ukraine auf ihre Truppen schießen würde.

Hat Putin nun Angst vor den Europäern und würde daher nicht mal in der Ukraine auf ihre Soldaten schießen, oder hat Putin keine Angst vor den Europäern und will nach der Ukraine europäische Länder angreifen?

Man merkt an dieser und den folgenden Stellen des Artikels, dass er spätestens ab hier an europäische Leser adressiert ist, nach dem Motto „so stark sind die Russen nicht, Putin blufft, Ihr Europäer könnt unbesorgt Truppen in die Ukraine schicken, so schlimm wird das nicht, denn Putin wird kuschen!“

Die „zweitstärkste Armee in der Ukraine“

Das geht danach nach dem gleichen Motto weiter, denn die Autoren behaupten anschließend, die russische Armee, früher mal die wohl stärkste in Europa, sei nun durch die hohen Verluste so geschwächt, dass sie nur noch die „zweitstärkste Armee in der Ukraine“ sei.

Das ist interessant, denn das würde ja bedeuten, dass die ukrainische Armee inzwischen stärker ist, als die russische.

Und das wirft sofort eine Frage auf: Wenn das so ist, wozu müssen dann europäische Soldaten in die Ukraine geschickt werden? Dann müsste die ukrainische Armee doch auch alleine mit den Russen fertig werden.

Auch daran sieht man, dass es sich bei dem Artikel um reine Propaganda handelt, die die Europäer überzeugen soll, endlich ihre Soldaten in die Ukraine zu schicken, damit auch die für die Interessen der USA sterben.

Kein Artikel 5

Und auch das sagen die Autoren am Ende des Artikels nochmal sehr deutlich, denn sie erklären, dass es nicht den Artikel 5 des NATO-Vertrages auslösen würde, wenn Russland in der Ukraine massenhaft europäische Soldaten zusammenschießt.

Das bedeutet im Klartext, dass die USA (und alle NATO-Staaten, die nicht so blöd sind, Soldaten in die Ukraine zu schicken) fein raus wären. Auf Beistand der NATO könnten die Länder, die Soldaten in die Ukraine schicken und dadurch in einen Krieg mit Russland geraten, nicht setzen. Wörtlich schreiben die Autoren dazu:

„Und da die europäischen Streitkräfte außerhalb des NATO-Rahmens und des NATO-Gebiets agieren würden, würden etwaige Opfer nicht zu einer Reaktion nach Artikel 5 führen und die USA auf den Plan rufen. Der Gegner Russlands wäre nicht die NATO, sondern eine Koalition europäischer Staaten, die ein Gleichgewicht gegen den nackten russischen Imperialismus anstreben würden.“

So, nun haben Sie meine Interpretation dieses Artikels, der an die westlichen Entscheidungsträger und ihre Berater gerichtet ist und der die Entsendung europäischer Soldaten in die Ukraine propagiert, gelesen.

Damit kommen wir zum Artikel selbst, damit Sie selbst entscheiden können, ob Sie zu den gleichen Schlüssen kommen, wie ich.

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Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru am 28.04.2024

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