Serie ungewöhnlicher Beben in Südkalifornien – täglich bis zu vier Erdbeben in der Schweiz


Südkalifornien erlebte zwischen dem 31. Mai und dem 5. Juni 2024 eine Reihe kleiner Erdbeben, die besiedelte Gebiete von Santa Barbara bis Newport Beach betrafen und in der Bevölkerung Besorgnis auslösten.

Experten zufolge ereigneten sich die Beben in der Nähe großer, potenziell gefährlicher Verwerfungen, lassen aber kein größeres Beben erwarten.

Zwischen dem 31. Mai und dem 5. Juni 2024 kam es in Südkalifornien zu einer Reihe kleiner Erdbeben, die zwar leichte Erschütterungen, aber erhebliche psychologische Auswirkungen verursachten.

Das stärkste davon war ein Erdbeben der Stärke 3,6 im Ojai Valley am 31. Mai um 17:26 UTC, wobei schwache Erschütterungen von Santa Barbara bis Los Angeles zu spüren waren.

Anschließend ereigneten sich zwei Beben im Viertel El Sereno im Osten von Los Angeles. Das stärkste davon war ein Beben der Stärke 3,4 nahe South Pasadena am 2. Juni um 16:56 UTC.

Schließlich erschütterten drei Beben die Gegend um Costa Mesa-Newport Beach mit einer Spitzenstärke von 3,6.

Insgesamt erlebte die Region innerhalb einer Woche ein halbes Dutzend Beben mit einer Stärke von über 2,5. Das ist ungewöhnlich für Südkalifornien, insbesondere da alle Beben dicht besiedelte Gebiete trafen.

Trotz Bedenken geben Experten an, dass diese kleineren Beben keine Vorhersage für größere, zerstörerische Erdbeben in den Städten Südkaliforniens erlauben.

Susan Hough, Seismologin beim US Geological Survey, sagte, die Wahrscheinlichkeit, dass auf ein Erdbeben in Kalifornien innerhalb einer Woche ein größeres Beben in derselben Gegend folgt, liege nur bei 1 zu 20. Selbst wenn es zu einem weiteren Beben käme, wäre dieses wahrscheinlich nur geringfügig stärker.

James Dolan, Professor für Geowissenschaften an der University of Southern California, stellte fest, dass alle drei jüngsten Erdbeben in der Nähe großer, potenziell gefährlicher Verwerfungen auftraten.

Die Puente-Hills-Überschiebung beispielsweise liegt unter dicht besiedelten Gebieten und könnte katastrophale Erschütterungen auslösen. Ein Beben der Stärke 7,5 an dieser Verwerfung könnte 3.000 bis 18.000 Todesopfer fordern.

Eine weitere besorgniserregende Verwerfung ist die Compton-Überschiebung, die aktiv ist und erhebliche Erdbeben verursachen kann. Sie hat in den letzten 12.000 Jahren sechs Erdbeben mit jeweils einer Stärke von über 7 verursacht.

Schließlich war das Überschiebungs-System der Transverse Range Schauplatz des Erdbebens im Ojai Valley am 31. Mai.

Dieses komplexe Verwerfungssystem hat in der Vergangenheit große Erdbeben hervorgerufen, von denen einige möglicherweise die Stärke 8 überschritten haben.

Trotz beeindruckender Maßnahmen einiger Städte zur Sanierung älterer Gebäude bleiben viele Schwachstellen bestehen.

Die jüngsten Erdbeben erinnern an die Erdbebenrisiken der Region und die Notwendigkeit fortlaufender Vorsorge.

Dolan betonte, wie wichtig es sei, sich auf künftige Erdbeben vorzubereiten, und wies darauf hin, dass seismische Flauten wie die gegenwärtige dazu neigen, mit einer Häufung von Erdbeben großer Stärke zu enden.

Erdbeben der Stärke 4,4 im Kanton Schwyz

Auf dem Pragelpass zwischen Schwyz und Glarus hat in der Nacht auf Dienstag die Erde mit einer Stärke von rund 4,4 auf der Richterskala gebebt. Das Erdbeben dürfte in der ganzen Schweiz verspürt worden sein, teilte der Schweizerische Erdbebendienst der ETH Zürich (SED) mit.

Das Beben habe sich um 02.34 Uhr ungefähr sechs Kilometer südwestlich vom Wägitalersee ereignet, schrieb der Schweizerische Erdbebendienst (SED) zunächst in einer automatisierten Mitteilung. Der Pragelpass verbindet Muotathal SZ mit dem Klöntal GL.

Kleinere Schäden sind laut dem SED bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums vereinzelt möglich. Meldungen zu Schäden waren bei der Kantonspolizei Schwyz kurz nach dem Erdbeben keine eingegangen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Täglich bis zu vier Erdbeben

Der SED registriert in der Schweiz und im nahen benachbarten Ausland durchschnittlich drei bis vier Erdbeben pro Tag beziehungsweise 1000 bis 1500 Beben pro Jahr. Für das laufende Jahr wies der SED-Erdbebenzähler bisher 756 Beben auf.

Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Erdstösse mit Magnituden ab etwa 2,5. Zuletzt dürfte ein Erdbeben bei Arolla VS mit einer Stärke von rund 3,8 auf der Richterskala deutlich verspürt worden sein.

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