Südkoreanische Truppen geben an Grenze zu Nordkorea Warnschüsse ab

Südkoreanische Truppen gaben Warnschüsse ab, nachdem eine Gruppe nordkoreanischer Soldaten am Sonntag kurzzeitig und offenbar versehentlich die südliche Seite der Demilitarisierten Zone (DMZ) überquert hatte, wie Generalstabssprecher Lee Sung-jun am Dienstag gegenüber Reportern erklärte. Das Eindringen sei unbeabsichtigt gewesen, da nur ein Teil der Soldaten bewaffnet gewesen sei. Andere Soldaten hätten Werkzeuge bei sich gehabt.

Die Militärische Demarkationslinie (MDL), die die DMZ teile, sei aufgrund dichter Vegetation an manchen Stellen schwer zu erkennen. Nachdem die südliche Seite Warnschüsse abgegeben und eine Warnung gesendet habe, seien die Truppen auf die Seite nördlich der Linie zurückgekehrt, die die rivalisierenden Nachbarn trenne, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap. 

Lee führte dazu aus:

"Wir haben sie beobachtet, noch bevor sie sich der MDL näherten. Es wird als leichter Verstoß gewertet, während sie sich für eine Aufgabe bewegten."

Am Sonntag nahm Seoul nach einer sechsjährigen Unterbrechung die Ausstrahlung von Anti-Pyongyang-Propaganda über die DMZ wieder auf, schaltete die Lautsprecher aber am nächsten Tag wieder ab. Seoul bezeichnete diese Maßnahme als Reaktion auf Nordkoreas "Müllangriffe" – Pjöngjangs neueste Praxis, Ballons mit Müll über die Grenze nach Südkorea zu schicken. 

Seit Ende Mai hatte Nordkorea etwa 1.600 solcher Müllpakete in einer Art Revancheaktion nach Südkorea verschickt. Die jüngste Ladung von Plastik und Altpapier wurde am späten Sonntag abgeschickt. Nach Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA wurden im Zeitraum vom 28. Mai bis zum 2. Juni insgesamt 15 Tonnen Müll nach Südkorea befördert.

Pjöngjang begründete die Aktion als Reaktion auf Ballons mit Propagandaflugblättern, die die nordkoreanische Führung kritisierten.

Südkoreanische Aktivisten verschicken seit Jahren Flugblätter und andere Gegenstände, die gegen Pjöngjang gerichtet sind, in der Hoffnung, dass sie die Stimmung gegen die Regierung anheizen würden. Bei ihrer jüngsten Kampagne hatten südkoreanische Aktivisten, unter ihnen auch Überläufer aus Nordkorea, mehrere Heliumballons mit 300.000 Flugblättern und 2.000 USB-Sticks über die Grenze geschickt.

Mehr zum Thema - Reaktion auf Müllballons: Südkorea sendet wieder Lautsprecher-Propaganda an Grenze zu Nordkorea

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