Wieso wir Johnny Walkers brauchen

Gastbeitrag von Dr. Harald Sitta*

Nein, ich spreche nicht Über die Whiskey-Marke. Obwohl in Zeiten, in denen der öffentliche Dialog und die Politik von C‑19 Hysterikern und Covidioten dominiert werden, man von Zeit zu Zeit einen doppelstöckigen “on the rocks’ benötigt.

Eine kurze aber bemerkenswerte Geschichte darf erzählt werden ……

Es ist die Zeit und das Drama der Atlantikschlacht im 2. Weltkrieg. Alliierte Konvois gegen die U‑Boot Wolfsrudel, die Drohung der Erdrosselung der alliierten Kriegsmaschinerie, eine Geschichte von Heldenmut und Unfähigkeit, verzweifelter Maßnahmen und des Kampfes ums Überleben, ein durch Jahre niederschmetterndes Pendeln zwischen möglicher künftiger Niederlage und Sieg, eine notwendige Wahl zwischen netten und bequemen Verhalten in friedlichen Zeiten und den harten Tatsachen eines Wesenskampfes. Nicht viele wissen, dass es für eine lange Zeit sehr schlecht für die Alliierten aussah und bis März 1943 gut für die Deutschen.

Ich spreche Über Kapitän Frederic John “Johnny’ Walker. Dimbleby beschreibt ihn als ‘bombastisch und gerade heraus … ’, er besaß nicht jenen Grad an Takt und Stil der vor dem Krieg in den höheren Sphären der Royal Navy bevorzugt wurde. Man kann auch sagen, dass Scheu vor Konflikten, vor endgültigen Entscheidungen, vor einer tiefgehenden Analyse harter Tatsachen, vor einer notwendigen Risikobewertung, vor kühnem Wagen vorherrschte. Ein selbstzufriedenes Baden in dem seichten Tümpel der Mittelmäßigkeit, bei der nur eine Entscheidung getroffen wurde: keine Entscheidung zu treffen. Risikovermeidung nicht aus Sorgfalt heraus, sondern aus Denkfaulheit, was Qualität und Konsequenzen betrifft. Mit einem Wort, eine bürokratische Einstellung, die auf den verdorrten und verrotteten Lorbeeren früherer Helden beruht. Wie Thomas Sowell sagte: „Bürokratie versteht man nur, wenn man begreift dass für diese das Verfahren alles und das Ergebnis nichts ist.“ Dazu kommt eine öffentliche Haltung zwischen inferiorem Narzissmus und Aversion gegen die Qualität an sich.

Zurück zu unserem ‘Johnny Walker’: Obwohl seine geistige Eignung außer Streit stand wurde ihm seine Ungeduld und Arroganz entgegengehalten und verhinderten eine zügige Beförderung. Mit anderen Worten, Dummköpfe hat er nicht ausgehalten und ist niemandem wo hineingekrochen. Er wurde sogar von irgendeinem Papier herumschiebenden Schreibtischkrieger beschuldigt, jeglicher Führungsqualitäten zu entbehren. Einige Zeit lang wurden seine Anträge, ein selbstständiges Kommando zu erhalten, abgelehnt und er wurde Übergangen. Schlussendlich konnte ein so begabter Offizier nicht mehr ignoriert werden und er erhielt ein Kommando.

„Seine Trainingsmethoden waren straff und unbarmherzig.“ Oder wie der „Löwe vom Isonzo“, der Oberkommandierende in 12 Isonzoschlachten FM Boroevic de Bonja sagte, „Rücksichtslos schaffe ich alle Dummköpfe ab“. “Johnny“ Walker forderte von einem Offizier (und man kann das mutatis mutandis von höherem Management in der Wirtschaft sagen, wir dürfen mehr verlangen als nur Aktentaschenträger mit hohem Gehalt), dass er sofort handle, ohne auf Auftrag oder Befehl zu warten und sagte ganz offen, dass er keinen Offizier rügen werde, der alles im Griff habe (und auch andeutete, dass er nicht mit der Apothekerwaage messen werde).

Walker’s große Zeit kam im November 1942, als er einen von Gibraltar nach Liverpool dampfenden Konvoi befehligte. Die Deutschen formierten ein Wolfsrudel namens ‘Seeräuber und den U‑Booten wurde befohlen, den Konvoi rücksichtslos anzugreifen. Was sie erhielten war sorgfältig geplanter und organisierter Gegenangriff, indem Walker die beste Lösung für das Problem der Konvois fand: Schiffe und Flugzeuge müssen tandemartig operieren und dabei einen mächtigen Schild und eine beachtliche Bedrohung für die U‑Boote bilden. Das Ergebnis: Nur zwei Handelschiffe gesunken und 5 von 8 U‑Booten versenkt. Das war die erste Niederlage eines einen Konvoi angreifenden Wolfsrudels. Walker, wir erinnern uns, der Mann ohne Führungsqualitäten, erhielt den DSO (Orden für ausgezeichnete Verdienste), aber noch wichtiger, seine Konzepte wurden akzeptiert.

Rückgrat, Zivilcourage die auch Soldaten angemessen ist, aber manchmal schwieriger zu sein scheint als militärischer Mut unter Feindfeuer. Entschiedenheit im Fällen von Entscheidungen brachte damals Gewinn und wird heute Gewinn bringen für bewusste Staatsbürger, in der Unternehmens- und Staatsführung.

Es ist Zeit, aufzuhören um den heißen Brei herumzureden. Das ist das zweite was ich bei der Armee gelernt habe: man wird nicht behandelt, wie es einem gebührt, sondern wie man sich behandeln lässt. Es kann nicht sein, dass Dummköpfe, Schafsköpfe und macht- und geldgeile Subjekte einen Staat und eine ganze Volkswirtschaft ruinieren. Und einmal mehr zeigt sich das Sprichwort “Wie der Herr, so das Gescherr” als richtig und eine feine Analyse der Sache. Wir beobachten auch das Ergebnis von Jahrzehnten an Infantilisierung, Verdummung, Feminisierung und die Zerstörung männlicher Tugenden wie Tapferkeit, aufrechter Gang, Mut, Rückrat und offenes Gespräch. Das Ergebnis, eine Überwiegende Sklaven und Knechtsmentalität.

Wer auch immer von einem unsichtbaren Feind spricht, der jeden bedrohe und wer auch immer totale Sicherheit und risikofreies Leben verspricht, der will nur Macht missbrauchen und Menschen unterdrücken.

Liberalismus, ordoliberale Konzepte und eine freie Wirtschaft können nur blühen und gedeihen,wenn die kulturelle und politische Hegemonie durch Personen und Eliten geformt werden, die Freiheit als wesentlichen Wert anerkennen. Wenn nicht, erhalten wir die totalitäre Staatsgouvernante. Freiheit kann nur “sein” und bestehen, wenn sie ein moralischer und normaler Geisteszustand ist, wenn kritisches, unabhängiges, risikofreudiges und vernünftiges, wissensbasiertes Denken vorherrscht.

In jedem Fall kann eine modern Industriegesellschaft, die auf den Forschungsergebnissen weit entwickelter Naturwissenschaften und Technik beruht, mit einer Sklaven- und Leibeigenenmentalität nicht funktionieren. Die Entwicklung ging einmal vom Untertan zum Staatsbürger, geht sie nun zurück? Gruppendenken, Aberglauben, das rhythmische Rufen von Slogans und totalitäre Massenpropaganda mögen das Fundament böse ausgeübter Macht sein, aber nicht schöpferischer und produktiver Arbeit, der Kultur und der Wirtschaft.

Ein passives Hinnehmen von allem, was von oben kommt, ist alles, was von Jahrzehnten emanzipatorischer Erziehung zur Mündigkeit verbleibt? Von Leuten mit Matura oder mehr und Zugang zum Internet und all den Quellen an Wissen und Daten, die es anbietet, sollten wir mehr erwarten. Aber wir werden enttäuscht ….

Wenn jemand totale Sicherheit und Risiken auf jeden Fall vermeiden will, dann haben wir die geistige Einstellung und die Wirtschaft einer Sklavenplantage. Wir haben uns und jeden, der sich dümmlich und feige irgendwelchen Regierungsmaßnahmen unterwirft zu fragen, ob er eine Zukunft haben will, die zwischen wohlwollender Beamtengouvernante und Reitgerte und Peitsche pendelt.

Sie bekommen, was Sie entweder ausdrücklich oder durch Ihr Benehmen verlangen. Entweder Staatsbürger, Kommilitone im altrömischen Sinne oder Sklave, tertium non datur. Ihre Wahl, Lieber Leser!

*Dr. Harald Sitta ist ein in Südafrika lebender österreichischer Jurist, Autor und Eventmanager sowie überzeugter Monarchist und Libertärer. Kürzlich erschien sein bahnbrechendes Werk „Crosshaired“, welches im September auch auf Deutsch erscheinen wird. 

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