Werbe-Tracking: Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple

Mit dem Update auf iOS 14.5 plant Apple diese Woche die Einführung des „App Tracking Transparency“-Programms (ATT) für iPhones, iPads und Apple TV. Das ATT verpflichtet App-Anbieter dazu, für die Verarbeitung von persönlichen Daten ein Opt-In-Fenster anzuzeigen und die explizite Zustimmung der Nutzer:innen zu erfragen. Apps, die sich nicht an die ATT-Bestimmungen halten, will Apple zukünftig aus dem App-Store verbannen.

Ein Zusammenschluss aus acht Verbänden der deutschen Werbe- und Medienwirtschaft wirft dem Tech-Riesen deshalb den Missbrauch seiner Marktmacht vor. Die Gruppe, der unter anderem der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft und der Markenverband angehört, hat eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht.

Die Verbände sind der Meinung, dass Apple mit dem Update Wettbewerber von der Verarbeitung kommerziell relevanter Daten innerhalb des Apple-Ökosystems ausschließt. Apples hauseigene Dienste seien laut der Beschwerdeführer dagegen von den neuen Datenschutzregeln ausgeschlossen – und sammeln weiterhin kräftig Daten.

Tracking über Kennnummer

Jedes Apple-Gerät besitzt eine eindeutige Werbe-ID, die sogenannte IDFA. Auch Android-Geräte nutzen eine ähnliche Kennnummer. Mit der Werbe-ID können externe App-Anbieter sowie Apple selbst App-Nutzer:innen identifizieren, um personalisierte Werbung zu schalten oder persönliche Daten zu sammeln. Im letzten Jahr hat Apple angekündigt, diese Werbe-Überwachungsfunktion per Update betriebsmäßig auszuschalten.

Weil die App-Anbieter in Zukunft die Nutzer:innen über die Datenverarbeitung aufklären müssen, um auf die ID zugreifen zu können, verschafft sich Apple nach Meinung der Verbände erhebliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Expert:innen gehen davon aus, dass viele Nutzer:innen das Werbetracking ablehnen, sofern sie die Wahl dazu haben.

Die Kritiker:innen des ATT-Programms argumentieren, dass der von Apple vorgegebene Informationsgehalt für die Opt-In-Erklärung so oberflächlich formuliert sei, dass App-Entwickler nicht in der Lage sind, ihre Nutzer:innen ausreichend über die Zwecke der Datenverarbeitung aufklären zu können.

Ein Pressesprecher von Apple reagierte ablehnend auf die Vorwürfe. Laut dem Konzern diene das Update vor allem der Verbesserung des Datenschutzes. Die Apple-Nutzer:innen sollen in Zukunft selbst über die Verwendung ihrer Daten entscheiden können.


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