Wegen möglicher Gesundheitsrisiken: Philips ruft Millionen von Beatmungsgeräten zurück

Philips als weltweit agierender Produzent von Gesundheitstechnologie und Haushaltsgeräten muss Millionen von Beatmungsgeräten wegen möglicher Gesundheitsrisiken zurückrufen. Das niederländische Unternehmen teilte am Montag in Amsterdam mit, dass von der Aktion sowohl die Bi-Level PAP-Geräte, die CPAP-Geräte als auch die mechanischen Beatmungsgeräte betroffen seien.

Der Rückruf wurde veröffentlicht, nachdem der Konzern festgestellt hat, dass der in diesen Geräten verwendete geräuschdämpfende Schaumstoff nicht nur Patienten den Ausdünstungen schädlicher Chemikalien aussetzen kann, sondern "sich in Partikel zersetzen kann, die in den Luftkanal des Geräts gelangen und vom Benutzer verschluckt oder eingeatmet werden können.

Trotz "einer geringen Beanstandungsrate (0,03 Prozent im Jahr 2020)" habe der Konzern auf der Grundlage von Tests festgestellt, dass es mögliche Risiken für die Benutzer im Zusammenhang mit dieser Art von Schaum gebe, heißt es seitens Philips. Demnach könnten die Partikel Kopfschmerzen, Reizungen, Übelkeit oder Entzündungen hervorrufen oder gar "mögliche toxische und krebserregende Auswirkungen" haben.

Bis zu vier Millionen Geräte könnten von dem Rückruf betroffen sein. Philips stellt eine Reihe von Beatmungsapparaten her, die unter anderem von Menschen benutzt werden, die an der Schlafapnoe – einer Schlafstörung, bei der die Atmung aussetzt – leiden.

Einige der Beatmungsgeräte des niederländischen Konzerns wurden gar zur Behandlung von COVID-19-Patienten auf der ganzen Welt in Fällen eingesetzt, in denen traditionelle, invasivere Beatmungsmaschinen als ungeeignet für die entsprechende Situation eingeschätzt wurden. Laut einem Bericht der US-amerikanischen Zeitung Forbes hätten sich die kostengünstigeren Geräte in Ländern wie Indien als besonders gefragt erwiesen, da dort ein Mangel an medizinischer Ausstattung herrsche.

Philips-Präsident und CEO Frans van Houten entschuldigte sich für den Rückruf und erklärte, das Unternehmen bedauere zutiefst "jegliche Beunruhigung und Unannehmlichkeiten", die die Patienten, die jene betroffenen Geräte benutzten, aufgrund der proaktiven Maßnahmen erfahren würden. Er versicherte den Verbrauchern, dass "die Sicherheit der Patienten im Mittelpunkt von allem steht, was wir bei Philips tun".

Das Unternehmen versicherte seinen Kunden, dass niemand tödliche Folgen durch den Kontakt mit dem verwendeten Schaumstoff erlitten habe.

Der Konzern, der in den vergangenen Jahrzehnten vor allem für seine Haushaltsgeräte (wie etwa Staubsauger und Kaffeemaschinen), Elektronik und Lichttechnik bekannt war, hat sich in den letzten Jahren immer stärker auch auf Produkte für die Gesundheitspflege und Medizintechnik konzentriert. Die Sparte mit den Haushaltsgeräten hat Philips für rund 3,7 Milliarden Euro erst jüngst an den Investmentfonds Hillhouse Capital Group mit Sitz im chinesischen Hongkong verkauft.

Mehr zum Thema - Corona-Krise: Indiens Reiche machen die Biege

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