Wasserstoffweltmeister Deutschland? Experten sehen uns davon noch weit entfernt

Noch im Oktober 2019 erklärte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor 3.000 Vertretern des deutschen Mittelstandes:

"Deutschland soll bei den Wasserstofftechnologien Nummer eins in der Welt werden."

Was zwei Jahre später daraus geworden ist, erklärt ihm jetzt seine Parteikollegin Katherina Reiche (CDU), Vorsitzende des Wasserstoffrates im Handelsblatt:

"Der Rest der Welt schläft nicht. Andere Nationen waren schneller als wir und sind zudem deutlich zielstrebiger."

Die 25 Experten mit ihrer Vorsitzenden Reiche nehmen die  Bundesregierung bei der Umsetzung der 2020 beschlossenen „Nationalen Wasserstoffstrategie“ in die Pflicht. Die Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG (gehört zu E.ON) hält die Regelung für eine Entlastung bei den Stromkosten für die Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse für unzureichend. Reiche:

"Die Stromkosten sind der größte Kostentreiber bei der Wasserstoffelektrolyse. Unternehmen, die in die Wasserstoffelektrolyse investieren wollen, brauchen daher eine verlässliche und langfristige Zusage, dass sie bei den Stromkosten deutlich entlastet werden."

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei dabei nur teilweise hilfreich. Die Entlastung bei der EEG-Umlage greife nur dann, wenn der Strom ohne EEG-Förderung produziert werde. Damit kämen neben einigen Wasserkraftanlagen die wenigen Altanlagen in Betracht, die nach 20 Jahren Betriebsdauer bereits aus der Förderung gefallen seien. Aber das werde nicht ausreichen, um die vorhandenen Wasserstoffbedarfe abdecken zu können. Die Regelung im kürzlich novellierten EEG sei nur ein Beispiel für den fehlenden Rückenwind der Politik. Die Bundesregierung habe sich das Ziel gesetzt, Wasserstoff-Weltmeister zu werden. Reiche sagte:

"Wer schnell vorankommen will, darf aber nicht gleichzeitig auf der Bremse stehen."

Das Ziel, bis 2030 mit Wasserstoff Elektrolysekapazitäten von fünf Gigawatt (GW) herzustellen, sieht sie nicht erfüllbar. Dabei reichte diese Menge gerade mal aus, um jährlich 14 Terawattstunden grünen Wasserstoff zu produzieren. Eine Lücke von jährlich etwa 40 Terawattstunden Wasserstoff bleibe, um den bereits heute vorhandenen Gesamtbedarf von 57 Terawattstunden decken zu können. Diese müsse durch Importe sowie durch nicht regenerativ erzeugten Wasserstoff gedeckt werden. Der Löwenanteil des heutigen Bedarfs von 57 Terawattstunden wird durch Wasserstoff gedeckt, der durch Dampfreformierung aus Erdgas hergestellt wird. Dabei wird CO2 frei.

Ziel der Bundesregierung ist es, möglichst viel davon durch klimaneutralen Wasserstoff zu ersetzen. Zusätzlich soll nach Altmaiers Plänen die Stahlindustrie zukünftig Kokskohle durch klimaneutralen Wasserstoff ersetzen, um ihre CO2-Emissionen zu reduzieren.

Nach Reiches Überzeugung genügen die Pläne der Politik nicht, um den Transformationsprozess in den betroffenen Branchen zu meistern.

Investitionszuschüsse des Staates allein seien nicht genug. Es fehle eine  verbindliche Kostenunterstützung der Industrie über Jahre. Der Einsatz von grünem Wasserstoff werde noch lange erheblich teurer sein als der Einsatz konventioneller Energieträger und Rohstoffe.

Reiche will grünen Wasserstoff im Wärmemarkt einsetzen. Er biete die Möglichkeit, Emissionssenkungen im Gebäudebestand sanierungsunabhängig mit existierenden Gas- oder Fernwärmeanschlüssen zu realisieren.

Mehr zum Thema - Neue VW-Strategie: weniger Arbeitsplätze, mehr Batterien

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