Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 26.05.2022

Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell
 

Dänemark – Bornholm wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch ein Jahr lang durch sowjetische Truppen besetzt – bevor der damalige Kreml-Herrscher Stalin mit Dänemark einen Rückgabevertrag unterzeichnete. Und ausgehend von diesem Vertrag erhebt Russland bis heute ein Mitspracherecht auf der knapp 600 Quadratkilometer grossen Ostsee-Insel, sagt der dänische Sicherheitsexperte Torben Ørting Jørgensen. SRF.ch

Deutschland – Die Frauen-Nati (Nationalmannschaft) kassiert im EM-Vorbereitungsspiel gegen Deutschland eine herbe Niederlage und unterliegt mit 0:7.
●Nach zwei Jahren Corona-Pandemie erholt sich die weltweite Nachfrage nach Passagierflügen derzeit stark. Das hat Auswirkungen auf die Branche: Noch vor kurzem schien das Ende des A380 besiegelte Sache zu sein. Mehrere Airlines motteten ihre Exemplare ein. Nun aber liebäugeln zwei grosse Fluggesellschaften aufgrund des derzeit hohen Passagieraufkommens damit, den Doppelstöcker wieder verstärkt einzusetzen. Die A380 wurde 2005 mit grossem Tamtam vorgestellt. Der europäische Flugzeugbauer Airbus beeindruckte damals die Welt und Konkurrent Boeing, dessen 747 (auch «Jumbo» genannt) jahrzehntelang den Titel der «Königin der Lüfte» trug. Der Riesenflieger, der über 800 Passagiere transportieren kann, passte damals ins sogenannte «Hub-Konzept» vieler Airlines – also möglichst viele Menschen zwischen den grossen Knotenpunkten der Welt hin- und herzufliegen. Lufthansa und Emirates gehörten zu den grössten Kunden, aber auch Air France, Quantas oder Singapore Airlines gaben Bestellungen auf. Doch bereits wenige Jahre später wurde klar: Die Luftfahrt entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Wie sich herausstelle, bevorzugen Passagiere Direktverbindungen – auch wenn diese sehr lang ausfallen – gegenüber dem lästigen Weg über einen Umsteigeflughafen. Die Airlines zogen nach und setzten vermehrt auf zweistrahlige, Kerosin sparende Maschinen, mit denen weit entfernte Ziele angeflogen werden können. Bereits vor Corona wurde klar, dass es der Jet schwierig haben könnte. Es gab kaum mehr neue Bestellungen. Anfang 2019 kündigte Airbus an, die Produktion einzustellen.Während der Pandemie wurden viele der Doppelstöcker dauerhaft geparkt. «Keine Zukunft» hiess es unter anderem vom Lufthansa-Chef Carsten Spohr Anfang dieses Jahres. Zuletzt setzte praktisch nur noch Emirates auf den A380. Doch nun hat sich die Situation angesichts einer rasch steigenden Nachfrage in der Luftfahrt stark verändert. Zum steigenden Passagieraufkommen gesellt sich derzeit auch ein akuter Personalmangel bei den Airlines. Wenn immer mehr Leute mit immer weniger Personal transportiert werden müssen, lohnt es sich auf grössere Geräte zu setzen. Und genau hier kommt der A380 ins Spiel. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte an einer Sitzung des Weltflugverbandes IATA diesen Montag in Doha, dass seine Gesellschaft den A380 wieder aktiveren könnte. Acht Maschinen hat die Lufthansa noch. Zurzeit sind sie wegen der guten meteorologischen Bedingungen in Spanien geparkt. Auch der zweite grosse A380-Kunde Emirates könnte eingemottete Maschinen wieder hervorholen, wie deren Chef Tim Clark am Mittwoch an einer Konferenz sagte. Die Gesellschaft bewegt sich in anderen Sphären als der Konkurrent aus Deutschland. Bereits heute sind bis zu 70 der Jets regelmässig im Einsatz. Gemäss Clark könnten auch die weiteren 50 Geräte, die sich im Besitz der Fluggesellschaft befinden, wieder aktiviert werden. Wie lange es dauern wird, bis der Riesenjet aber wieder die Lüfte bevölkert, ist noch offen. Bei der Lufthansa spricht man vom nächsten Sommer. Emirates will schneller vorwärtsmachen: «Wir bringen sie so schnell zurück, wie wir können», erklärte Clark. Damit die Maschinen wieder abheben können, müssen nicht zuletzt die Piloten wieder auf die Maschinen geschult werden. SRF.ch
●In München wird am 25.6. eine Grossdemonstration anlässlich des G7-Gipfels auf Schloss Elmau erwartet. Zum Protest auf der Theresienwiese haben dutzende Verbände aufgerufen, u.a. Attac sowie die Umweltorganisation WWF. Die Polizei rechnet bereits ab dem Mittag mit mindestens 20.000 Teilnehmern und bereitet sich auch auf gewaltbereite Demonstranten vor. Auf Schloss Elmau treffen sich ab morgen die Staats-und Regierungschefs der sieben einflussreichsten, westlichen Industrienationen. RBB.de

Europa – Am 24.6. schüttete es wie aus Kübeln. Eine Gewitterzone brachte stellenweise grosse Regenmengen. Teilweise liegen die Regensummen im Rekordbereich. Zum Beispiel hat es in Cham innerhalb von 10 Minuten seit Messbeginn 1993 nur zwei Mal noch mehr geregnet als heute mit 14,2 mm. In der Magadinoebene im Tessin fielen in den vergangenen 24 Stunden 58% des durchschnittlichen Juniregens – dabei kamen 22% innerhalb von nur einer Stunde zusammen: Hier zogen seit der Nacht wiederholt Gewitter vorüber. In anderen Gebieten wie ganz im Süden des Tessins fielen die Regenmengen hingegen sehr bescheiden aus.
●Politikwissenschaftler Maximilian Terhalle: Europa soll zur Nuklearmacht werden. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wächst die Angst vor einem nuklearen Militärschlag. Atomare Aufrüstung wird wieder salonfähig. Auch deshalb trafen sich am vergangenen Dienstag in Wien die Staaten des internationalen Atomwaffenverbotsvertrags, um dieser Aufrüstungsdynamik entgegenzuwirken. Anders sieht das der Politikwissenschafter Maximilian Terhalle. Er fordert: Europa muss zur Nuklearmacht werden. Es geht darum, zunächst einmal die EU-Brille abzusetzen und über Europa nachzudenken. Europa definiert sich über zwei Nuklearmächte. Eine in der EU, eine ausserhalb der EU. Diese Staaten müssen eine gemeinsame Bedrohungsperzeption entwickeln. In Europa liegen taktische Nuklearwaffen verteilt. Aber die können die Abschreckungsleistung nicht bieten. Amerika ist eine alte nukleare Schutzmacht. Sie stehen in einem Zweifrontenkrieg gegenüber China und Russland. Und sie sehen sich in Bezug auf das Nukleare nicht gewappnet. Ich schlage vor, dass diese Bedrohungsperzeption nicht innerhalb der EU formuliert wird, sondern innerhalb der Nato. Damit es innerhalb der Nato einen europäischen Arm, eine europäische Säule gibt. Diese würde sich explizit mit dieser Frage beschäftigen, für den Fall, dass Amerika in Ostasien durch einen Krieg absorbiert wird. SRF.ch

Finnland – In diesem Sommer gibt es in der Ostsee eigentlich viel Grund zum Feiern. Die Inselgruppe Åland etwa zwischen Finnland und Schweden feiert den hundertsten Geburtstag als autonome Nation. Im Rahmen eines Abkommens im damaligen Völkerbund – der Vorläuferorganisation der Vereinten Nationen – konnte zu Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts ein Krieg zwischen Finnland und Schweden um Åland verhindert werden. Daran erinnerte der finnische Präsident Sauli Niinistö vor kurzem bei einem Besuch in dem autonomen Gebiet. Heute bilde Åland, so Niinistö, eine Brücke zwischen den beiden nordischen Staaten an der Ostsee. Er begrüsste beim Festakt auch den schwedischen König anlässlich dessen erstem Staatsbesuch auf dem Archipel, der aus über 6000 Inseln besteht. Der hundertjährige Völkerbundvertrag ordnete Åland aussenpolitisch Finnland zu, garantierte aber Schwedisch als einzige Amtssprache. Mit dem angestrebten Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands stellt sich nun aber die Frage, ob dieser Vertrag Bestand hat. Denn das Abkommen regelt auch die Demilitarisierung und die Neutralität Ålands. Und genau dieses sicherheitspolitische Element liegt der åländischen Ministerpräsidenten Veronica Thörnroos besonders am Herzen: «Für uns ist es sekundär, ob Finnland der Nato beitritt oder nicht, für uns ist unser spezieller Status als demilitarisiertes Gebiet zentral», sagt Thörnroos am Sitz der åländischen Regierung in der Hauptstadt Mariehamn. Aber nicht nur die gut 30’000 Åländer selbst sind daran interessiert, dass sich durch den angestrebten Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens nichts am Sonderstatus des eigenen Landes ändert. Auch Russland ist verpflichtet, die Neutralität Ålands zu überwachen. Das wird durch einen Zusatzvertrag geregelt. «Dieses Abkommen aus dem Jahre 1940 zwischen Finnland und der Sowjetunion stellen wir nicht infrage», betont Regierungschefin Thörnroos. Moskau ist nicht nur nicht mit einer grossen diplomatischen Vertretung in Mariehamn vertreten, verteilt über den Archipel gibt es auch mehrere Liegenschaften, die im Besitz der russischen Regierung sind. Bisher waren die åländischen Beziehungen zu Russland durchaus gut, berichtet Petra Granholm vom åländischen Friedensinstitut. Sie weist darauf hin, dass Åland bei den anstehenden finnischen Beitrittsverhandlungen am Verhandlungstisch vertreten sein wird. Bereits beim finnischen Beitritt zur Europäischen Union vor 25 Jahren gelang es Åland, den internationalen Sonderstatus des Archipels zu sichern. Dazu sagte dann die åländische Bevölkerung in einer eigenen Volksabstimmung auch ja. Bis heute gehört die autonome Region nicht zur EU-Zoll- und Steuerregion, was vor allem den åländischen Reedereien wegen des steuerbefreiten Handels zugutekommt. Aber Russland verfolgt nicht nur die Diskussionen um die zukünftige Stellung Ålands. Beobachtet wird auch die fast 700 Kilometer südwestlich gelegene dänische Insel Bornholm. SRF.ch

Georgien – Nach der vorläufigen Absage für die EU-Kandidatenbank wächst in Georgien der Reformdruck auf die Regierungspartei. SRF.ch

Grossbritannien –  Übles Erwachen für Premierminister Boris Johnson. Bereits um halb sechs Uhr in der Früh kündigte der konservative Parteivorsitzende Oliver Dowden seinen Rücktritt an. Nach dem Fiasko bei den Nachwahlen müsse jemand die Verantwortung übernehmen, schrieb er und trat mit sofortiger Wirkung zurück. Ein bisschen viel Drama wegen einer Nachwahl in der englischen Provinz, könnte man meinen. Wakefield und Tiverton and Honton sind lediglich zwei von 650 Wahlbezirken und sicher nicht die Epizentren der britischen Politik. Trotzdem ist die Niederlage für die Konservativen ein Debakel. Wakefield liegt im postindustriellen Norden. Die Konservativen konnten den Sitz 2019 erstmals erobern und haben diesen nun bereits wieder an Labour verloren. Tiverton im Süden Englands ist seit Jahrzehnten konservatives Stammland. Umso schmerzhafter ist der Sieg der Liberaldemokraten. Die Opposition wittert bereits Morgenluft für die kommenden nationalen Wahlen 2024, selbst wenn bei der Interpretation von Lokalwahlen stets Vorsicht geboten ist. Fairerweise muss erwähnt werden, dass der Anlass für die Ersatzwahlen eher unschön war. Der konservative Abgeordnete in Tiverton musste unlängst zurücktreten, weil er während einer Parlamentsdebatte Pornofilme konsumierte. Sein Parteikollege aus Wakefield wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er einen 15-Jährigen sexuell belästigt hatte. Keine gute Ausgangslage, aber bei Weitem nicht der einzige Grund für das Debakel. Umfragen zeigen, dass die Britinnen und Briten allmählich genug vom aktuellen Bewohner von Downing Street und seiner Regierung haben. 70 Prozent halten Boris Johnson für einen Lügner. Und es ist längst nicht mehr allein «Partygate» mit der Frage, wer, wo, wann während des Lockdowns ein Bier getrunken hat, welche die Leute umtreibt. Millionen von Britinnen und Briten leiden unter einer historisch hohen Inflation und wissen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Sich mit wohlklingenden Versprechen abspeisen zu lassen, genügt ihnen offensichtlich nicht mehr. Boris Johnson reagierte heute Mittag aus weiter Ferne. «Kein Grund zur Panik oder gar für einen Rücktritt», liess er aus Afrika verlauten. Der Premierminister weilt zurzeit in Ruanda, wo sich die Regierungschefs der Commonwealth-Länder treffen. Johnson, der Anfang Juni ein Misstrauensvotum überlebt hat, sieht zur Stunde auch keinen Grund für eine übereilte Rückkehr in die Heimat. Von Kigali wird er an das G7-Treffen im bayerischen Elmau weiterreisen und danach an den Nato-Gipfel in Madrid. Wenigstens geografisch ist klar, wohin die Reise des angeschlagenen Premierministers geht.
●In den letzten 25 Jahren hat «Harry Potter» viele inspiriert und ist dabei zum Klassiker geworden. Er erzählt die klassische Aussenseiter-Geschichte und spricht viele zeitlose und zum Teil existenzielle Themen an: unter anderem Freundschaft, Mut, Liebe, Macht, Angst, Machtmissbrauch, Opportunismus, Manipulation. Diese Themen bieten gesammelt einen vielschichtigen Blick auf die zentrale Geschichte: der Kampf des Guten gegen das Böse.SRF.ch

Italien – Italiens Politik führt Wasserspar-Massnahmen wegen der anhaltenden Trockenheit in Norditalien ein. Am Freitag kündigte der Regionalpräsident der Lombardei den Notstand wegen der Trockenheit an. Laut italienischen Medienberichten soll der entsprechende Erlass bis Ende September gelten. Dieser empfehle den Gemeinden der Region, Bewässerungen von öffentlichen Parks und Sportanlagen wie Fussballplätze, Tennis- oder Golfplätzen einzuschränken. Der Erlass empfiehlt zudem «allen Bürgern, mit der Ressource Wasser äusserst sparsam, nachhaltig und effizient umzugehen». Es wird empfohlen, den Verbrauch auf das absolute Minimum zu beschränken». Die Region stellt den Bürgermeistern der Gemeinden der Lombardei zudem ein Verordnungsschema über Wassereinsparungen für die Verwendung von Trinkwasser zur Verfügung. Mailand folgte nun den Empfehlungen: Die Metropole will erste Brunnen abdrehen. Ausgenommen seien solche, in denen sich Pflanzen und Tiere befinden, schrieb Mailands Bürgermeister Beppe Sala am Samstag auf Facebook. Auch die kleinen Brunnen auf den Gehwegen, aus denen Trinkwasser fliesst, blieben wegen der anstehenden Hitzewelle weiter offen. Die Stadt bewässere jedoch keine Grünflächen mehr. Sala rief zudem die Bürger auf, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren und empfahl, Klimaanlagen nicht kälter als 26 Grad Celsius einzustellen, um Energie zu sparen. Wann die Massnahmen in Kraft treten, teilte Sala nicht mit. Doch nicht nur die Lombardei ist von Wasserknappheit betroffen. Auch in den Regionen Piemont und Emilia Romagna spitzt sich die Lage wegen der Dürre zu. In der Region Piemont wird laut der Nachrichtenagentur Ansa bereits in mehr als 200 Gemeinden das Wasser rationiert. In diversen Gegenden des Mittelmeerlandes hat es seit rund vier Monaten nicht mehr geregnet, der Fluss Po weist den niedrigsten Pegelstand seit 70 Jahren auf. Die Trockenheit gefährdet zudem etliche Ernten. Vielerorts sind die Wasserspeicher leer und es kommen Tanklaster zum Einsatz, in einigen Gemeinden darf Wasser nur zum Trinken oder für andere wichtige Bereiche des Alltags verwendet werden. Im Piemont geht man davon aus, dass Anfang Juli viele Ernten zerstört sein dürften, wenn bis dann keine Sondermassnahmen erfolgen. «Ich glaube, es ist unvermeidlich, einen Krisenzustand zu verhängen wegen der Trockenheit», sagte Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli. Neben den Ernten ist auch die Muschelproduktion von der Trockenheit betroffen. Denn wegen der Dürre dringt das Meer immer tiefer in das Po-Delta ein, wo sich die Muschelproduktion konzentriert und bedroht wird. Der Temperaturanstieg ohne die Möglichkeit eines Wasserwechsels habe zu einem Rückgang der Muschelproduktion von 20 Prozent geführt, berichtete der Landwirtschaftsverband Coldiretti. Wegen der Wasserknappheit sei ein ganzer Sektor gefährdet, der jedes Jahr mehr als 93 Millionen Kilo Miesmuscheln und Venusmuscheln produziert. SRF.ch

Niederlande – Amsterdam will weg von der Fensterprostitution, hin zu einem zentralen Eroszenter. Kiffen nur mehr für Inländer legal. SRF.ch

Norwegen – In Oslo hat es einen Anschlag auf einen Nachtclub gegeben, der beliebt bei einem queeren Publikum ist. Mindestens zwei Menschen starben und es gab zahlreiche Schwerverletzte. Das twitterte die Polizei und meldeten neben Nachrichtenagenturen auch norwegische Onlinezeitungen. Kurz nach der Tat in der Innenstadt der norwegischen Hauptstadt sei ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Pride Parade am folgenden Tag abgesagt. SRF.ch

Österreich – Mit der Aufhebung der Impfpflicht wird die amtierende Regierung ein ungeliebtes Geschäft los, erklärt der Korrespondent. «Die Popularität der beiden Regierungsparteien, der Volkspartei und der Grünen, sinkt ständig», so Balzli. In vier österreichischen Bundesländern wird im Herbst gewählt. Zwei Rechtsparteien hätten mit ihrer scharfen Kritik an der Impfpflicht grossen Anklang gefunden und die erwähnte Impfpartei habe recht grossen Erfolg gehabt, so Balzli. SRF.ch

Schweden – Für die Insel Gotland – deren Fläche in etwa jener des Kantons Waadt entspricht – und wo heute gut 61’000 Menschen zu Hause sind, haben der russische Krieg gegen die Ukraine und das schwedische Nato-Beitrittsgesuch handfeste Folgen. In den vergangenen Wochen übten Nato-Soldaten aus verschiedenen Ländern auf Gotland. Damit geht für Gotland eine vergleichsweise friedliche Epoche zu Ende. SRF.ch

Schweiz - Die Schweiz ist seit dem Scheitern des Rahmenabkommens nicht mehr Mitglied bei «Horizon Europe» – dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU. Das hat Folgen: In einer Studie des Bundes gab jüngst eine Mehrheit der befragten Forscher an, seit dem Ausschluss eine «Verschlechterung» in ihrer Arbeit wahrgenommen zu haben.
●In der Schweiz ist bereits jedes siebte neue Fahrzeug ein E‑Auto. Bei schwereren Fahrzeugen setzt die Branche auch auf Wasserstoff. Hier wird die Energie mittels einer Brennstoffzelle erzeugt. Grüner Treibstoff kann auch synthetisch hergestellt werden aus überschüssigem CO2 und Wasserstoff.
●Die Baupreise in der Schweiz sind im letzten Halbjahr erneut deutlich angestiegen. Sowohl im Hoch- wie auch im Tiefbau musste mehr bezahlt werden. Der Hochbau ist in allen Grossregionen teurer geworden, am deutlichsten in der Nordwestschweiz (plus 6.8 Prozent) und in der Zentralschweiz (plus 5.6 Prozent).
●Solarstrom aus den Alpen – bestechend und doch heiss umstritten. Das Potenzial aus der Sonne in den Alpen ist riesig. Doch sollen Solaranlagen einst auch in unberührten Gebieten stehen? Wenn das Mittelland unter der winterlichen Hochnebeldecke liegt, herrscht in den Bergen häufig ungetrübter Sonnenschein. Diesen könnten Fotovoltaik-Module in elektrischen Strom umwandeln. Tiefere Temperaturen und intensivere Strahlung führen dazu, dass die gleichen PV-Module in den Alpen bis zu 40 Prozent mehr Strom produzieren als im Mittelland. Das sagt Michael Lehning, Professor der ETH Lausanne und am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos: «Das Potenzial ist gross und liegt nach unseren Berechnungen bei zehn Terawattstunden.» Das entspräche einem Viertel der gesamten Sonnenstromproduktion, die der Bund bis 2050 vorsieht.» Der grosse Vorteil von Sonnenstrom aus den Alpen liegt darin, dass sie auch in den Wintermonaten Strom liefern, dann also, wenn die Schweiz nach dem Abschalten der Kernkraftwerke noch verstärkt auf Stromimporte aus dem Ausland angewiesen sein wird. Die sogenannte Winterstromlücke könnte damit laut Lehning zumindest zur Hälfte gut geschlossen werden. Für mehr brauche es zusätzliche Anstrengungen. Offen und umstritten ist, wo diese Solaranlagen gebaut werden. Sogenannte Freiflächen-Anlagen, wie sie derzeit in den Walliser Gemeinden Gondo und Grengiols geplant sind, stossen bei Naturschützerinnen und ‑schützern auf Widerstand. Wenig Freude hat etwa Sebastian Moos von der Organisation Mountain Wilderness: «Das raue und unerschlossene Gebiet, wo ‹Gondo Solar› zu stehen käme, ist geprägt von unglaublicher Ruhe. Diese wertvollen Räume jetzt auch noch technisch zu erschliessen, wäre aus unserer Sicht fatal.» Stella Jegher, Leiterin Politik und Internationales bei Pro Natura, betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen Fotovoltaik in den Alpen sei: «Wir gehen auch im alpinen Raum von einem ganz grossen Potenzial auf bereits bebauten Flächen aus.» Wie viele solcher Flächen es zum Beispiel in Skigebieten gibt, ist bisher aber unklar. Boris Previšic, Direktor des Instituts Kulturen der Alpen in Luzern, versteht die Anliegen des Naturschutzes. Er stellt aber fest, dass «unberührt» angesichts des Klimawandels nicht länger «geschützt» heisse. Es sei im Gegenteil damit zu rechnen, dass die Alpen in nicht so ferner Zukunft ganz anders aussehen. Es werde keine Gletscher mehr geben und die Vegetation werde sich ganz anders verhalten: «Darum müssen wir uns auch leisten können, die Fotovoltaik als effizientesten Energieträger in den Alpen an den richtigen Orten zu installieren.» Noch ist diese neue Art von Baute im Schweizer Gesetz nicht vorgesehen. Die Urner Ständerätin Heidi Zgraggen (Die Mitte) hat den Bundesrat in einem Vorstoss aufgefordert, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen: «Es ist ein gigantischer Eingriff in unberührte Flächen. Deshalb müssen unbedingt zuerst die Rahmenbedingungen geklärt werden. Etwa, dass die Erschliessung bereits gegeben ist.» Es ist ein gigantischer Eingriff in unberührte Flächen. Man muss zuerst die Rahmenbedingungen klären. Offen ist auch, wie solche Anlagen finanziert werden können. Laut Schätzungen käme eine Kilowattstunde Sonnenstrom aus den Alpen rund doppelt so teuer wie aus eine Anlage im Mittelland. Auch wächst in den Gebirgskantonen der Wunsch nach einer Entschädigung, analog zu den Wasserzinsen. Bis alle Fragen politisch geklärt sind, dürften Jahre vergehen. Jahre, welche die Schweiz im Kampf gegen den Klimawandel nicht hat.
●Die Armee will den Frauenanteil bis 2030 verzehnfachen. Dafür muss sich aber einiges noch ändern.
●Der Schweizer Messenger-Dienst Threema ist von einem Moskauer Gericht zu einer Busse in der Höhe von 14’200 Euro verurteilt worden. Threema soll das russische Anti-Terror-Gesetz verletzt haben. Man werde den russischen Behörden unter keinen Umständen Daten ausliefern, sagte Threema-Chef Martin Blatter der Zeitung «Welt am Sonntag». «Die russische Behörde Roskomnadsor hat offenbar im März 2022 eine Untersuchung eingeleitet, wohl um ein Exempel zu statuieren», sagte ein Threema-Sprecher der deutschen Zeitung «Welt am Sonntag». Threema sei verurteilt worden, weil es die Vorschriften im russischen Anti-Terror-Gesetz missachtet habe. Dieses besagt, dass Telekommunikationsunternehmen Daten wie Telefonate, SMS, E‑Mails, Videos und Fotos bis zu einem halben Jahr auf ihren Servern abspeichern und bei Verlangen dem russischen Geheimdienst FSB weiterleiten müssen. «Selbstverständlich werden wir unter gar keinen Umständen irgendwelche Daten an russische Behörden ausliefern», wird Threema-Chef Martin Blatter in der «Welt am Sonntag» zitiert. Sie müssten sich an das Schweizer Gesetz halten, und dieses erlaube keine Weitergabe von personenbezogenen Daten an Drittstaaten, schon gar nicht an kriegsführende, ergänzte der Sprecher. Sein Unternehmen beabsichtige deshalb auch nicht, die Geldstrafe zu akzeptieren oder zu begleichen, sagte Blatter. Threema ist ein Konkurrent des russischen Messenger-Dienstes Telegram und der US-Anwendung Whatsapp. Die Chat-App wirbt damit, dass sich der Dienst auch komplett anonymisiert nutzen lässt und weder Mobilnummer noch E‑Mail-Adresse nötig sind.
●Weg vom Diesel. Auf dem Rhein sollen Schiffe mit Wasserstoff Güter transportieren. SRF.ch

Slowakei – Die Schokoladentafeln von Toblerone werden bald nicht mehr in der Schweiz produziert. Die Schokoladenspitzen des Riegels sollen eine Hommage an die Schweizer Alpen in der Nähe der Landeshauptstadt Bern sein, wo er seit über 100 Jahren hergestellt wird. Jetzt wird der amerikanische Eigentümer der Marke einen Teil der Fertigung fast 600 Meilen entfernt in die slowakische Hauptstadt Bratislava verlegen. Toblerone war eine Schweizer Schokoladenmarke, die seit 1990 vom US-amerikanischen Hersteller Mondelēz International (Kraft Foods) produziert und in 122 Ländern der Welt verkauft wird. Ursprünglich wurde die Toblerone von Tobler & Cie. hergestellt. Die weltweit einzige Tobleronefabrik stand in Bern, SRF.ch

Ukraine – In der Ukraine leben Tausende Menschen in Schulen und Kindergärten. Doch im September möchten die Schulen wieder öffnen.
●Landesweit Luftalarm in der Ukraine. Medien berichten von Explosionen in Saporischschja im Südosten und in der zentralukrainischen Stadt Dnipro.
●Beim Krieg in der Ukraine werden offenbar immer wieder auch Kulturgüter zerstört. Vor Wochen traf es ein kleines Museum nahe Kiew mit Werken der im ganzen Land verehrten Volksmalerin Maria Prymatschenko. Einige Bilder konnten vor dem Feuer gerettet werden. Der Schutz der vielen Sammlungen und Kulturstätten sei eine schwer lösbare Riesenaufgabe, sagt die ukrainische Archäologin Marta Andriiovych an der Universität Bern. SRF.ch

USA – Kurz nach der Entscheidung des Supreme Court gegen das liberale Abtreibungsrecht in den USA kamen vor dem Gerichtsgebäude in Washington Gegner zu Protesten zusammen. In New York versammelten sich ebenfalls Tausende Menschen, um gegen den Entscheid zu demonstrieren. Auch in Austin, Denver und Philadelphia ginge viele Menschen auf die Strasse.
●In «The Villages», einer eigens angelegten Kleinstadt für Rentner in Florida, wohnen 150’000 Menschen. Der Rest der Welt bleibt hinter den Eingangstoren zurück. Nach arbeitsreichen Berufsjahren wollen die Senioren in dieser utopisch anmutenden Retortenstadt unter sich bleiben und den Ruhestand geniessen. Unter der strahlenden Sonne Floridas, so das Versprechen, gibt es einen Ort, an dem man sein Leben auf angenehmste Weise um zehn Jahre verlängern kann. Mit 54 Golfplätzen, 96 Swimming-Pools, unzähligen Freizeitanlagen und Clubs sind «The Villages» eine Art Disneyland für 150’000 Rentner. Happy Hour beginnt um 11 Uhr vormittags. Bauchtanz, Synchronschwimmen, Golf oder Karaoke. Gelegen hinter gut bewachten Eingangstoren, sind «The Villages» die weltgrösste Seniorenstadt, in der man nie daran erinnert wird, wie alt man ist. Denn wo alle alt sind, existiert das Alter nicht. «The Villages» wurden in den frühen 1980er-Jahren von Harold Schwarz als Wohnwagensiedlung gegründet und sie wird bis heute als Familienunternehmen der Familie Morse, den Enkeln von Harold Schwarz, geführt. Fast identische, in Pastelltönen gehaltene Einfamilienhäuser mit weiss gestrichenen Zäunen und perfekt manikürten Rasenflächen erstrecken sich nun über 142 km². 98% der Menschen hier sind weiss und zwei Drittel sind Republikaner. Die meisten von ihnen haben Trump gewählt. «You don’t have to be a millionaire to live like one», so die Werbevideos. Die Preise der Häuser rangieren zwischen 80’000 und 2.5 Millionen US-Dollar. Wer hier ein Haus kauft, kann für eine monatliche Zahlung von rund 140 Dollar alle Angebote nutzen. Menschen unter 55 dürfen hier nicht leben, sondern maximal 30 Tage pro Jahr auf Besuch kommen. Die Wohnhäuser sind wie Filmkulissen gestaltet. Zum Einkaufen fahren die Bewohner in ihren Golfcarts zu den nahe gelegenen Einkaufsmeilen. Sie beherbergen riesige Supermärkte, Banken, Kreditunternehmen und Einrichtungsgeschäfte, die allesamt der Familie Morse gehören. In jedem «Dorf», insgesamt sind es 96, gibt es ein Freizeitzentrum mit Swimmingpool. Am Stadtrand befinden sich Pflegeeinrichtungen und das unternehmenseigene Krankenhaus. Direkt hinter der Stadtgrenze befindet sich die Privatschule für die Kinder der Angestellten, denn der permanente Aufenthalt von jungen Menschen innerhalb des Alters-Resorts ist nicht vorgesehen. Viele einkommensschwache Bewohner der Region verkaufen ihre Parzellen an die vermögenden «Villages». Auf politischer Ebene hat das zur Folge, dass «The Villages» mit Abstand die meisten Stimmbürger stellen und somit die gesellschaftliche Agenda dominieren.
●US-Kongress verschärft Waffengesetz erstmals seit fast 30 Jahre. SRF.ch


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