Vorzeichen eines Blackouts? Stromausfall in Österreich – wie könnte sich so ein Blackout-Szenario in etwa abspielen? (Video)

Am Dienstag gegen 19:30 gab es in fast ganz Rust einen Stromausfall. Überall in der burgenländischen Freistadt gingen die Lichter aus. Verschont blieben nur wenige Häuser, darunter auch eine Gastwirtschaft, in der fröhlich weitergezecht wurde.

  • Normaler Stromausfall wegen defekter Zuleitung – trotzdem Panikausbrüche
  • Blackout-Gefahr steigt ständig – auch offizielle Stellen warnen mittlerweile vor der sehr realen Gefahr
  • Stillstand des öffentlichen Lebens und Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung sind im Ernstfall zu befürchten

Defekte Zuleitung als Auslöser

Der Grund für den Stromausfall war eine Defekt an einer Zuleitung im Bereich Seehotel, der einen Transformator lahmgelegt hatte. Dadurch kam es dann zu einer Kettenreaktion bei anderen Transformatoren.

Obwohl der Stromausfall nur eine Stunde dauerte, gibt es trotzdem Berichte über vereinzelte Panikanfälle. So soll ein Hotelgast durchgedreht sein, weil er sein Mobiltelefon nicht mehr aufladen konnte.

Verhaltensmuster als Vorwarnung für Blackout

Doch so ein Stromausfall ist nur ein Vorgeschmack auf das was auf uns zukommt, wenn ein echter Blackout, also ein tagelanger oder sogar wochenlanger Stromausfall eintritt. In diesem Falle wäre mit einem Zusammenbrechen der Grundversorgung und einem Stillstand des öffentlichen Lebens bis hin zum völligen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung zu rechnen.

Blackout in Europa: Wie könnte sich so ein Blackout-Szenario in etwa abspielen?

Wie sich in etwa ein Blackout in Europa abspielen könnte, zeigt folgendes Szenario: Erster Tag – Haushaltsgeräte funktionieren nicht mehr. Telefonieren mit dem Handy – je nach Akkuladung – ist noch möglich, da das Telefon- beziehungsweise Mobilfunknetz per Notstrom noch bis etwa 18 Stunden aufrechterhalten werden kann. Problematisch kann es werden, wenn die Basisstation bei schnurlosen Telefonen keinen Strom mehr bekommt. Ampeln fallen aus, was unweigerlich zum Verkehrschaos mit verstopften Straßen und Unfällen führt.

Das Vordringen von Polizei oder Krankenwagen zum Unfallort wird zunehmend beschwerlich. Fahrstühle bleiben ruckartig stecken. Funktionieren sollten allerdings noch die Notbeleuchtung und der Notruf-Alarm im Fahrstuhl. Viele Tankstellen fallen sofort aus, weil Treibstoff sich nicht mehr aus den Tanks pumpen lässt. Geldautomaten, um Bargeld abzuheben, sind außer Betrieb und Zahlungen per Kreditkarte nicht mehr möglich. Supermärkte und andere Geschäfte schließen, weil die Kassen nicht mehr gehen, ebenso wenig die Schiebetüren beziehungsweise die Tiefkühl- und Kühlanlagen.

Die meisten Züge kommen zum Stehen, allen voran Straßen- und U-Bahnen. Je nach Jahreszeit wird es in den Wohnungen, Büros oder Häusern ohne funktionierende Heizung oder Klimaanlage so langsam kalt – beziehungsweise warm. Wer einen Gasherd besitzt, kann sich eventuell noch Essen warm machen. Schlecht sieht es für Haushalte mit Elektroherden aus.(Erste Stromanbieter kollabieren – Dominoeffekt für die Industrie)

Ab etwa der fünften Stunde eines Blackouts versiegt der Notstrom, ebenso die Mobilfunknetze. Die meisten Menschen sind von der Kommunikation abgeschnitten, Notrufe können nicht mehr getätigt werden. Auch die Funkanwendung (BOS-Funk) der Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben kommt so langsam zum Erliegen. Weil die Kühlkette unterbrochen ist, beginnen Anbieter verderbliche Nahrungsmittel zu entsorgen.

Krankenhäuser trifft ein Blackout in besonderem Maße. Sie stellen auf Notbetrieb um, da die Notstromaggregate nur etwa 20-50 Prozent der normalen Krankenhausleistung abzudecken vermögen. Priorität haben vor allem Intensivpatienten, die auf lebenserhaltende medizinische Systeme wie Beatmungs- oder Dialysegeräte angewiesen sind.

Patienten, die keine Notfälle sind, müssen entlassen werden. Lieferungen von Essen und Getränken sowie von neuen Medikamente würden ausfallen, während kühlpflichtige Medikamente, insbesondere aber auch Blutkonserven und Organe, ohne Strom nicht ausreichend gekühlt werden könnten. Gleichzeitig würde der Zustrom neuer Patienten enorm ansteigen, da Arztpraxen Apotheken, Altenheime sowie andere Zentren nur selten über eine Notstromversorgung verfügen.

In großer Not sind auch die Nutztiere auf Bauernhöfen oder Farmen. In wenigen Stunden ersticken Schweine und Hühner, weil Lüftung und Kühlung ausfallen. Kühe können nicht mehr gemolken werden und erleiden einen qualvollen Tod. – Wer Zuhause ist, geht bei einer tiefdunklen Nacht wahrscheinlich schon früh zu Bett.(„Womit wollen Sie heizen?“ – Wie das russische Fernsehen über die Energiekrise in Europa berichtet)

Blackout ab 24 Stunden

Ab 24 Stunden Blackout: Der Katastrophenalarm wird verhängt. Manche staatlichen Rundfunksender sind noch im Betrieb und informieren über den Stromausfall. Gemeinden richten Informations- und Anlaufstellen ein für Menschen, die dringend Hilfe benötigen oder Hilfe anbieten wollen. Die meisten Wasserversorger fallen aus – es kommt kein Wasser mehr aus der Leitung. Der Erste, der sein Geschäft verrichtet, hat Glück gehabt. Aus der Klospülung kommt noch Wasser. Alle danach gehen im wahrsten Sinne des Wortes „leer“ aus. Dasselbe gilt unter anderem für Altenheime und Krankenhäuser.

Ein Großteil der Geschäfte ist zu. Nicht nur wegen fehlenden Stroms, bzw. Blackouts, sondern auch, weil es für viele Mitarbeiter kein Durchkommen gibt. Dort, wo noch etwas angeboten werden kann, kommt es zu Hamsterkäufen. In wenigen Stunden ist alles leergekauft. Lieferketten kommen zum Erliegen, weil die Straßen immer noch verstopft sind und/oder schlichtweg der Sprit fehlt. Polizei, Feuerwehr, Sanitäter und Zivilschutz sind im Dauereinsatz. Nicht so die Müllabfuhr. Der Müll beginnt sich in den Straßen zu stapeln.

Beim Versuch, sich während eines Blackouts etwas zu Essen zu machen oder die Wohnung zu heizen, werden die Menschen erfinderisch – es kommt zu vielen Hausbränden und Rauchvergiftungen. Falls die Feuerwehr noch ausrücken könnte, dann hätte sie trotzdem kaum Chancen, das Feuer zu löschen – es ist ja kein Wasser da. Brände breiten sich aus.

Blackout dritter bis sechster Tag

Dritter bis sechster Tag an einem Blackout: Es gibt die ersten Todesopfer von Menschen, die beispielsweise auf Medikamente und medizinische Geräte angewiesen sind, von Menschen, die irgendwo festsitzen und nicht gefunden wurden. Je nach Jahreszeit beziehungsweise Temperatur können sich Krankheiten wie Erkältungen leicht ausbreiten. Essensvorräte, Wasser und Medikamente werden überall knapp, privat sowie in Krankenhäusern und Altenheimen.

Zum Teil machen sich Hunger und Durst bemerkbar, was die Betroffenen veranlasst, auf die Suche nach etwas Ess- und Trinkbarem in der Nachbarschaft zu gehen. Gewalt, Einbrüche und Plünderungen nehmen zu. Wer noch Nahrungsmittel hat, könnte diese für den X-fachen Preis anbieten. Gefängnisse stoßen an ihre Grenzen, Häftlinge zu versorgen und zu sichern, besonders bei elektrischen Schließsystemen.

Auf den Straßen ziehen Müllberge die ersten Ratten an. Aber auch Zuhause stapelt sich der Müll bei Menschen, die sich aus Angst vor Gewalt nicht auf die Straße trauen. Vermehrt werden Helfer, das heißt Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldaten etc. zuhause bleiben, um ihre eigene Familie zu schützen.

Ab einer Woche ohne Strom

Ab einer Woche ohne Strom: Die letzten Radiosender fallen aus. Folglich gibt es keine Informationsquelle mehr, wie die Lage ist, ob und wann der Strom wiederkommen könnte. Auch wenn die Nachbarregion plötzlich wieder Strom hätte, man würde es nicht erfahren. Krankenhäuser müssen notgedrungen ihren Dienst einstellen. Ein Großteil der Bevölkerung leidet nun an Hunger und Durst, weil man keine längerfristigen Vorräte angelegt hat. Aus Verzweiflung essen und trinken die Ersten aus ungenießbaren Quellen, was zu Krankheiten führen könnte. Gewalt, Überfälle und Vandalismus sind fast schon an der Tagesordnung.(Stromausfall in Dresden: So schnell kommt es zum Blackout)

Blackout: Auch die Kraftwerke sind ohne Strom

Vereinfacht gesagt, bei einem Blackout sind auch die Kraftwerke ohne Strom, den sie benötigen, um zu funktionieren – es braucht Strom, um Strom zu erzeugen. Von daher gibt es im Energienetz einige Kraftwerke mit Schwarzstartfähigkeit. Dabei handelt es sich meist um Wasserkraftwerke, die ohne Energie von außen hochgefahren werden können. Den Anfang des Schwarzstarts macht eine kleine Turbine, die per Batterie oder Handkurbel mit der Wasserkraft eines Stausees „gespeist“ wird.

Allerdings ist das Hochfahren mit weiteren Problematiken behaftet, sozusagen: „Nach dem Blackout ist vor dem Blackout“. Beim Hochfahren der Kraftwerke kann die plötzlich einsetzende hohe Nachfrage, die in Fachkreisen als „Stromgier“ bezeichnet wird, das ganze Netz wieder zum Kollabieren bringen. Laut Experten kann beim Hochfahren bis zu viermal mehr Strom anfallen, als es unter normalen Umständen der Fall wäre. Nicht nur, dass auf einmal alle Geräte wieder am Strom zehren würden – nein, viele dieser Geräte benötigen gerade beim Neustart mehr Strom, wie das beispielsweise bei Kühlschränken der Fall ist.

Ist der Blackout durch ein Überschreiten der Belastbarkeitsgrenze entstanden und hat eventuell sogar Schäden im Stromnetz verursacht, ist die Gefahr eines Rückfalls hoch. Bis es zur gewünschten Stabilität kommt, können Monate, sogar Jahre, einhergehen.

Es können Wochen vergehen bis Normalität herrscht

Neben den Rückfallgefahren ist es wichtig zu wissen, dass auch wenn der Strom wieder aus den Steckdosen kommt, es Wochen dauern kann, bis wieder Normalität herrscht. Ein Blackout zieht, wie dargestellt, unweigerlich einen heftigen Infrastrukturausfall mit sich. Schon bei einem Stromausfall von „nur“ 24 Stunden dauert es bis zu einer Woche, um eine Grundversorgung auf die Beine zu stellen. Die ersten Waren in den Supermärkten wären schnell wieder vergriffen. Schlimmer wäre das Szenario bei vorhergegangenem Vandalismus. Zerstörte Einrichtungen wie Supermärkte müssten erst wieder „auf Vordermann“ gebracht werden.

Nach einem Blackout muss als erstes die Telekommunikationsversorgung (Handy, Festnetz, Internet) aufgebaut werden. Erst dann kann die Logistik hochgefahren werden, das heißt die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern in die Gänge geleitet werden. Und auch hier gilt: das Telekommunikationsnetz ist anfangs noch störungsanfällig. Der Grund: Jeder wird gleich versuchen wollen, Kontakt mit anderen Personen aufzunehmen, was zu einer Überlastung der Netze führen kann.

Blackout-Gefahr Und Vorsorge: Agieren ist besser als reagieren

Von daher, nicht nur bei einer Blackout-Gefahr: Agieren ist besser als reagieren. Wer Vorsorge trifft, begegnet Krisen souveräner und gerät weniger in Panik. Hamsterkäufe wären dann nicht mehr notwendig. Tritt kein Blackout ein, umso besser. Kommt es doch dazu, dann ist man darauf vorbereitet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat diesbezüglich nützliche Informationen auf seiner Webseite sowie eine Checkliste „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen.

Meine persönliche Checkliste“ zusammengestellt. Sehr ausführliche Informationen findet man aber ebenfalls auf der Webseite von Herbert Saurugg unter www.saurugg.net. Sein zusammenfassender Ratschlag lautet: „Die persönliche Vorsorge erfordert eine Überbrückungsfähigkeit einer Versorgungsunterbrechung von zumindest zwei Wochen.

Das betrifft vor allem die Wasser-, Lebensmittel- und Medikamentenversorgung. Planen Sie für einen zweiwöchigen „Abenteuerurlaub“, wo Sie nicht mehr einkaufen gehen können. Alles was Sie da mitnehmen würden, sollten Sie zu Hause verfügbar haben.“

Des weiteren sollte man sich Überlegungen zu Folgendem machen:

-Radio mit Batterien (Autoradio nicht vergessen!)

-Taschenlampen (Stirnlampen, damit hat man die Hände frei)

-Ersatzbatterien

-Kerzen mit Streichhölzern (Achtung erhöhte Brandgefahr!)

-Hausapotheke, Erste-Hilfe-Koffer

-Wasser und Lebensmittel (die auch ohne Kochen genießbar sind) für 1-2 Wochen (Konserven, Vollkornbrot, Kompott, Salate, etc.)

-Hygieneartikel (Müllsäcke als Ersatz-WC)

-Eventuell einen Gaskocher (den kann man auch mit Nachbarn teilen)

-Alternative Heizmöglichkeiten (Holzofen)

In der Familie oder/und mit Freunden absprechen, was man in einem solchen Fall machen wird. Wie funktioniert die Familienzusammenführung, wenn man nicht mehr kommunizieren kann? Wo trifft man sich? Wer holt wen?

Hilfreich ist auch, sich in punkto Blackout die Dreier-Regel von Survival-Experten einzuprägen. Sie besagt, dass Menschen drei Wochen ohne Nahrung, drei Tage ohne Wasser, drei Minuten ohne Sauerstoff und nur drei Sekunden ohne Hoffnung überleben können, womit wir wieder bei der Vorbereitung und bei der Vorsorge wären. Wer in Panik gerät macht Fehler, die gravierende Folgen haben können. Ergo: Einfach auf das Beste hoffen und auf das Schlimmste vorbereitet sein.

Literatur:

Freie Energie – Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Nikola Tesla. Seine Patente

Das Freie-Energie-Handbuch: Eine Sammlung von Patenten und Informationen (Edition Neue Energien)

Quanten Äther: Die Raumenergie wird nutzbar. Wege zur Energiewandlung im 21. Jahrhundert

Video:

Quellen: PublicDomain/wochenblick.at am 15.10.2021

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