Verborgene Geschichte: Was stimmt nicht mit unserer Zeitrechnung?

Es muss ja eine ganze Menge nicht stimmen, da sich viele Menschen über dieses Thema Gedanken machen. Es gibt in der historischen Literatur nicht umsonst verschiedene Zeitepochen, die man „Dunkle Zeitalter“ nennt. Von ihnen kennt man nicht viel mehr als Namenslisten oder geografisch nicht einzuordnende Taten, die archäologisch nicht nachzuweisen sind.

Es stellt sich die Frage: Sind diese Jahrhunderte einfach deshalb „dunkel“, weil sie nicht existieren? Warum aber kommt so etwas zustande? Einerseits wird natürlich sofort laut geschrien: Fälscher! Aber wo stecken die?

Es ist nicht so einfach, europaübergreifend eine gefälschte Leitlinie aufzustellen, an jedem Herrscherhaus durchzusetzen und bei der Bevölkerung glaubhaft zu machen. Sicher, betrachten wir gezielte Kriege, wie den „30-jährigen“, so müssen wir erkennen, dass es todsicher machbar ist.

Kalender

Ein Kalender ist ein Ding, das jeder tagtäglich benutzt, aber kaum einer begreift, was dahinter steht. Um einen Kalender zu „machen“, muss man erst einmal wissen, dass die Erde sich um die Sonne dreht – und nicht umgekehrt. Diese Erkenntnis ist bekanntlich noch gar nicht so lange anerkannt! Galileo Galilei wurde ja erst kürzlich vom Papst rehabilitiert, und das 350 Jahre nach seinem Tode (traurig, aber wir leben wohl doch noch, zwar im neo-, aber dennoch im Mittelalter!).

Wie denn das ganze Planetarium um uns herum funktioniert, wusste man so leidlich erst zur Zeit Gregor XIII. Die päpstliche Bulle vom Februar 1582 bestimmte, den 05.10.1582 in den 15.10.1582 umzuwandeln, dann stimme der Kalender. Was aber war vorher?

Versuchen wir eine Darstellung, wer ab wann rechnete und – wenn‘s geht – auch warum:

Zeitrechnung ab: (Grund)

Christentum (heute!) ±0 (Christi Geburt)

Griechen -776 (1. Olympiade)

Römer -753 (Gründung Roms)

Seleukiden +311 (Einnahme Babylons)

Islam +622 (Das Jahr der Hedschra)

Griechisch-Orthodox -5.508 (Schöpfungstag Adams)

Israel (Hillel) -3.761 (Erschaffung der Welt)

Die erste Datierung nach den in der Bibel enthaltenen Daten machte ein Jude namens Demetrios in Alexandria (Ägypten) in griechischer Sprache. Er kam auf das Jahr „Erschaffung der Welt“: Anno Mundi -5.000. Aber auch innerhalb einer Rechengruppe gab es Leute mit abweichenden Methoden, die ihr Dasein im Zeitgefüge suchten. Da sehr häufig gestritten wurde, wann denn nun Adam das Licht des Sterns Sonne erblickte, gab es höchst unterschiedliche Ergebnisse, die aber praktische Anwendung fanden! (C14-Crash: Warum die Zeitrechnung der menschlichen Geschichte falsch ist)

Welche unterschiedlichen Zeitrechnungen in Gebrauch waren, wollen wir nachfolgend einmal auflisten (eine Vollständigkeit ist nicht – ein Überblick ist beabsichtigt), was es so für Daten gab und gibt.

Errechnete Enddaten zum Thema „Ab Erschaffung der Welt“ (AM):

Demetrios -5.000

Flavios Josephus (37-100)

-5.000 Rabbi Josse ben Halfta (nach 140)

-3.758 Sextus Julius Africanus (180-250)

-5.499 Origenes (185-254)/Eusebius (303) -5.200

Die INDIKTION, das heißt, die Steuereinziehung, wurde zum kalendarischen Maß aller Dinge. Kaiser Diokletian führte diese 287 ein: Alle fünf Jahre wurde die Steuererhebung fällig, die Haupteinnahmequelle des „Römischen Reiches“. Seit 313 wurde die verbesserte Version (Zyklus von 15 Jahren) von Konstantin dem Großen eingeführt und angewendet, bis 1806, dem Ende des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“.

Hillel, jüdischer Patriarch (344) -3.761

Pandoros, Mönch aus Alexandria (um 400)

-5.492 Byzantinische Zeitrechnung

-5.509 Dionysius Exiguus (500-560), veranlasst von Papst Johannes I., setzte das Geburtsjahr von Jesus auf 750 AUC = -1 (= 1 v. Chr.). Dies galt bis 1740! Er begann damit die Dionysische Zeitrechnung, das Jahr begann am 25.12.753 AUC = -1. vC.

Ab jetzt wurde faktisch AD gerechnet: ab incarnatione Domini nostri Iesu Christi = seit der Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus. Diese Sache hat einen Schönheitsfehler: An welches Datum wird jetzt 753 AUC = AD gehängt? An -5509, -5000, -5200, an -3761 oder an welches Datum? Der Erste, der überhaupt die Datierung v. Chr. und n. Chr. schrieb, war Beda von Jarrow, genannt Venerabilis.

 

Er schrieb eine Chronik der englischen Curia (Kirche oder Macht) seit der Landung Caesars bis zur Landung des ersten Bischofs (Augustinus von Kent). Auch für Beda begann das Jahr am 25.12. Beda korrigierte das Geburtsjahr auf -4 (4 v. C.). Papst Johannes XIII. (965-972) benutzte erstmalig diese Rechnung, Regino von Prüm lehnte in seinem Chronikon 899 diese Datierungsmethode rundweg ab.

Allerdings, nach Einführung des Gregorianischen Kalenders fummelte man wieder am „Erschaffungsdatum“ herum, um das irgendwie an „AD“ anzubinden:

Dionysios Petavius, Jesuit (1628), katholische Rechnung

-3.983 James Usher (1650), anglikanische Rechnung

-4.004 Die jakobitische Loge in Schottland datierte ab 1679 -4.000

Die Freimaurer Schottlands (und damit später auch alle anderen Freimaurer) hängen am AM (anno mundi) Jahr -4000, weil sie die vier Jahre des Dionysos nicht akzeptieren. Sie gehen davon aus, dass das auch das Jahr der Begründung der Freimaurerei ist: AM (Anno Mundi) = AM (Anno Maconii). Da die Ausübung aller freien Künste, vom Bauen, über Zeichnen, Malen, auch der Poesie, der bildenden Künste, entweder in den Händen der Jesuiten war (Stichtag Gregorianische Reform bis zur Säkularisierung durch Napoleon), oder in denen der Freimaurer, kann man sich jetzt ausrechnen, wer, mit welcher Zeitrechnung, datierte.

Das bedeutet, dass wir zwischen -4000 und -5000 zu wählen hätten. Aber nur eines kann das Richtige sein. Oder stimmen beide Daten nicht? Es sind im Zeitraum Null bis heute ca 1.000 Jahre zu viel geführt worden! So viel ist bereits im Artikel: „Wer waren die Römer?“ erkennbar.

Denn wenn Karolus Magnus bis 814 regiert und Claudius Octavian Augustus 14, so ist in der nachfolgenden Kette die Lücke von 800 Jahren mit gedehnten Herrschern (und deren angeblichen Taten und Daten) aufgefüllt worden. Nicht überall ist gleich diese Lücke so schön zu sehen, aber es gibt auch verteilte Lücken.

Alle zusammen machen den hübschen Satz aus: „Indes möge diese eine Tatsache eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, dass ein Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.“ (2. Petrus 3, 8). Das wird jetzt verständlicher.

Aus einem Tag waren tausend Jahre, mit einem Federstrich einer Diktion erweitert, man brauchte dazu nur eine Kalenderreform zu befehlen. Versucht man sich das bildlich vorzustellen, so nehme man zwei Bauherren in irgendeiner fiktiven Stadt, sie bauen je ein Haus. Einer wird fertig und lässt das Baudatum in seinen Hausbalken schnitzen. Einen Monat später kommt die befohlene Datumskorrektur und der nächste Bauherr darf dann ein anderes Datum in den Hausbalken schnitzen. Das kann u. U. 1.000 Jahre ausmachen.

 

Beide Häuser sind im selben Baustil, in derselben Zeit erbaut worden, der Kunsthistoriker heute sagt nun, dass diese Epoche mindestens 1.000 Jahre vorhanden war. Für einen ähnliche Fall gibt es ein gutes Beispiel um die Didriks-Chronik.

Über den Untergang der Nibelungen in Soest kann man schon nicht mehr herumkommen. Daraufhin gibt es statt der vielen Probleme um die herkömmlich gelehrte Nibelungensage in der Svava eine Lösung der Chronologiefrage. Die Kolporteure, die die Geschichte (in Chronik-Form!) in Schweden erzählen, müssen niederdeutsche Kaufleute gewesen sein. Sie schrieben auf, dass wer (zur ihrer Zeit) nach Soest käme, könne diese Orte, Straßen und Gärten noch genauso sehen, wie sie zur Zeit des Geschehens ausgesehen hätten. Zwischen 1170 und 1180 ist jedoch das alte Soest völlig verwandelt worden, durch notwendigen Festungsbau. Später als 1260, postuliert Heinz Ritter, kann der Stoff nicht aufgeschrieben worden sein – es müsse sogar noch eine ältere Version gegeben haben. Das war die Svava.

Diese Handschrift kennt nicht die Zerstörung der benannten Stätten, liegt demnach vor 1170 und wurde dann erst in Schwedisch übersetzt. Nach dem Inhalt klar aus dem Niederdeutschen. Nun beendet 467 das römischgriechische Reich sein Dasein in Trier und es wird von den hiesigen römischfränkischen Leuten zurückerobert. Wenn man nun die Lebensjahre von Didrik und die Lebensjahre seines Vaters Thetmars vor seiner Geburt dazuzählt, kommt in etwa auf 570. Das passt gut, da Didrik in die Termen von Trier einzieht, nachdem die „Römer“ verjagt sind.

Um 1197, so sagen die Kölner Annalen aus, wurde ein Didrik ähnlich aussehender Ritter an der Mosel gesehen, der Unglück und Elend über das Römische Reich voraussagte und die Mosel überquerend verschwand (18). Wenn man die Zeit nicht als feste Größe auffasst, sondern variabel erachtet, dann passt zusammen:

a) Die Kaufleute, welche noch von der Schlacht in Soest wussten, haben das noch in ihrem Leben erlebt … hier sind 600 Jahre zu viel!

b) Dietrich auf seinem Ritt nach Fehmarn kam die Mosel entlang und könnte es 1197 selbst gewesen sein … 627 Jahre zu viel!

c) 1197 ist das Jahr, in dem die Didriks-Chronik in der ersten Fassung aufgeschrieben wurde. (Ohne die noch kommenden „Zusätze“!) …

d) Zwischen dem Untergang Roms in Trier um 476 und 1197 liegen bereits 721 Jahre! Es werden hier an dieser Stelle etwa 600 bis 721 Jahre zu viel geführt, die ohne Deckung sind.

Der Sohn Kaiser Barbarossas (Friedrich II.) war Heinrich VI. (nebst Gemahlin Constantia!) im „Römerreich“. Das ist natürlich auch logisch – wenn man das Römische Reich mit Kaiser-Cäsaren akzeptiert. Das Römische Reich kennt schließlich auch einen „Rotbart“: Lucius Domitius Nero Ahenobarbus (Rotbart). Das könnte den Attributen entsprechend durchaus der bekannte Friedrich (21) Barbarossa sein. Zu diesem Thema gibt es in „Dietrich von Bern“, S. 303, die Fußnote 120.

Hier wird der Text zur Svava, Vers 386 behandelt: „Ein Kaiser war in Rom, der hieß Henrik, sein Vater hieß Fyppoldhi, Herzog von Borgondia, der sagte, dass Herr Didrik ein Roß aufziehen ließ …“ Eine Erklärung gibt Raszmann (II/691): „Fyppoldhi scheint aus Philipp baldi (der Kühne) entstanden zu sein, … Einen Kaiser Heinrich als Sohn Philipps des Kühnen von Burgund kennt jedoch die Geschichte nicht.“ Aber, wenn es denn Heinrich VI. ist, der Sohn Barbarossas, wie oben erwähnt, dann gibt das einen Sinn.

Die Beurteilung, von Fyppoldhi auf Philipp den Kühnen von Burgund zu kommen (1363 – 1404), hieße doch wohl, dass Raszmann vom historisch betrachteten Nibelungenlied (um Attila und Theoderich, ca. 526) auch, ohne zu zögern, 800 Jahre zuschlägt! Legt man aber Philipp den Kühnen von Frankreich zugrunde, dann haben wir eine weitere Merkwürdigkeit: Der Vater von ihm hieß Ludwig der Fromme (Saint Louis!) 1226 – 1270, der wiederum ähnelt dem Sohn von Karolus Magnus: Ludwig der Fromme = Ludwig der Pius 814 – 840.

Der wiederum ähnelt dem Antoninus Pius 138 – 161, einem Cäsaren südgallischer Herkunft, von Hadrian adoptiert. In dieser Zeit gibt es auch den Papst Pius I. (28) 140 – 154. Das sollte einmal genauer untersucht werden: Vor allem sollte betrachtet werden, wie es denn kommt, dass das Römische Reich von -12 (Ernennung des Caesar zum Pontifex Maximus) bis +476 existierte: Genau 491 Jahre (das Jahr NULL gab es ja wohl nicht!). Wir erinnern uns: Otto der III. starb 1002.

Über Otto III. schrieben sich schon andere gute Historiker die Finger wund – schier unerschöpflich ist der Sachfundus über ihn. Heribert Illig z. B. widmete ihm einen hervorragenden Aufsatz: „Väter einer neuen Zeitrechnung: Otto III. und Sylvester II.“

Wir wollen Folgendes, schon bei Illig gut Belegtes, gegenüberstellen: Otto hatte eine griechische Mutter, Theophanu aus Byzant. Wenn wir das Alleinregierungsjahr Karolus Magnus‘ finden wollen, mit dem das „Reich“ anfing, dann geraten wir auf 711. In diesem Jahr starb praktischerweise dessen Bruder Karlmann, sodass Karolus allein regieren konnte. Das wirkliche Regierungsantrittsjahr von Karolus war aber 754!

Regierungszeiten: Römische Cäsaren: von -12 bis +476 = 491 Jahre. Deutsche Kaiser: von 754 bis 1245 = 491 Jahre. Am alten Rathaus der Stadt Trier, „der Steipe“, befindet sich eine Inschrift von 1684: „Ante Romam Treviris stetit annis mille tercentis. Perstet, et aeterna pace fruatur. Amen.“ .

Wenn also 1684 die Inschrift gemacht wurde und wir ziehen 3000 Jahre ab, so erlangen wir das Jahr -1317. Da aber bereits 800 Jahre zuviel sind, erkennen wir das Jahr 517. Das wären nach dem Fall Roms im Jahre 476 genau 41 Jahre.

Ist das das Jahr von Didriks Einzug in Trier? Sind das alles nur Zufälle? Man wird daran weiter arbeiten müssen.

Literatur:

Riesen – Von Aigaion bis Ymir

Monstern auf der Spur: Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden

DIE ANUNNAKI. Vergessene Schöpfer der Menschheit

Im Schattenreich des Untersberges: Von Kaisern, Zwergen, Riesen und Wildfrauen

Quellen: PublicDomain/efodon.de am 07.04.2021

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