"Untergraben Vertrauen in die NATO": Twitter löscht 100 Konten mit angeblicher Russland-Verbindung

Am Dienstag hat Twitter auf seiner Webseite eine Erklärung zur Sperrung von 100 Konten veröffentlicht, die angeblich mit den russischen Behörden verbunden sind. Der Erklärung zufolge handelt es sich um zwei Gruppen. Die erste bestehe aus 69 Konten, die angeblich mit den russischen Behörden in Verbindung stehe. Diese hätten darauf abgezielt, "Narrative auf Linie der russischen Regierung zu verbreiten" sowie "das Vertrauen in das NATO-Bündnis und dessen Stabilität zu untergraben".

Die zweite Gruppe umfasst demnach 31 Konten, die angeblich mit der russischen "Internet Research Agency" – besser bekannt als "Petersburger Trollfabrik" – verbunden waren und sich gegen die USA und die EU gerichtet hätten.

Gleichzeitig kündigte Twitter die Entfernung von 238 Konten aus dem Iran an, die versucht hätten, "die öffentliche Diskussion während der ersten US-Präsidentschaftsdebatte 2020 zu stören". Außerdem wurden 35 Konten mit angeblichen Verbindungen zur armenischen Regierung gelöscht, deren Aktivitäten  gegen Aserbaidschan gerichtet waren sein sollen.

Twitter und Facebook hatten bereits in der Vergangenheit wiederholt Konten mit der Begründung gesperrt, sie stünden in Verbindung mit der Russischen Föderation. Zur jüngsten Sperrung von Konten teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa mit, Russland werde sich mit den Gründen für die Sperre befassen und ein Gutachten vorlegen. Zuvor hatte Sacharowa im Juni 2020 die US-Internetplattformen aufgefordert, ihre Ansätze zu überdenken. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei den restriktiven Maßnahmen um eine Form politische Zensur.

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