Trump und die eigentliche Aufgabe der Zentralbanken

Seit 1978 veranstaltet die Federal Reserve Bank of Kansas City jedes Jahr ein Symposium zu einem wichtigen wirtschaftlichen Thema, mit dem die Wirtschaft der USA und der Welt konfrontiert ist. Zu den Teilnehmern des Symposiums gehören prominente Zentralbanker, Finanzminister, Wissenschaftler und Finanzmarktteilnehmer aus der ganzen Welt, die nach Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming jedes Jahr einfliegen.



Die Teilnehmer treffen sich in der Jackson Lake Lodge, die auf Land steht, dass David Rockefeller mal gespendet hat.

Thema des diesjährigen Symposiums lautet "Herausforderungen für die Geldpolitik" wobei Vorträge, Kommentare und Diskussionen stattfinden. Weil die Zentralbanker und Finanzminister sich übermorgen vom 22. bis 24. August treffen, gebe ich meinen Kommentar dazu.

Zuerst will ich vorausschicken, ich bin ein Gegner von Zentralbanken und fordere ihre Abschaffung. Warum?

1. Weil es nicht angeht, dass eine Institution, die NICHT der Kontrolle des Souveräns untersteht (alle Macht geht vom Volke aus), die Geldpolitik bestimmt und das Geld herausgibt. Es ist völlig unakzeptable, dass ein kleines Gremium von meistens unbekannten und nicht gewählten Technokraten, über die Geldmenge und den Zinssatz hinter verschlossenen Türen entscheidet.

2. Die Ausrede der Zentralbanker dafür ist gelogen, es gehe um die Unabhängigkeit von der Politik. Das ist absurd, denn dafür sind sie tatsächlich abhängig von der globalen privaten Grossfinanz. Viele Zentralbanken wie die Fed, die den Dollar heraus gibt, sind im Privatbesitz und werden von Bankstern kontrolliert.

3. Es wird uns immer wieder erzählt, wir leben in einer freien Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage alles regelt, dabei betreiben die Zentralbanken am meisten Planwirtschaft, in dem sie in die Märkte ständig eingreifen. Sie retten Banken und verstaatlichen die Verluste.

Das darf nicht sein. Es geht doch nicht, wenn Banken sich verspekulieren und riskante Geschäfte machen, die Allgemeinheit das ausbaden muss. Das ist Sozialismus pur. Die Gewinne dürfen die Bankster aber behalten.

Der Name Federal Reserve Bank ist falsch, denn sie gehört weder dem Bund, noch hat sie Reserven. Der US-Dollar wird nicht vom Staat herausgegeben, sondern von einer Privatbank. Auch die Schweizer Nationalbank gehört nicht dem Bund und die Hälfte der Aktien sind im Privatbesitz.

Ich will jetzt gar nicht auf die Geschichte der Fed eingehen, die 1913 in einer Nacht- und Nebelaktion von Wall-Street-Bankern beschlossen und durch Bestechung der Abgeordneten im Kongress den Federal Reserve Act, das Gesetz zur Herausgabe des US-Dollar durch die Fed, zugestimmt haben. Kann man nachlesen.

Bis 1913 stand der US-Dollar unter der Kontrolle des US-Schatzamt und war durch Silber und Gold gedeckt. Deshalb war die amerikanische Währung für über 60 Jahre sehr stabil im Wert. Aber seit Gründung der Fed bis heute, hat der Dollar über 90 Prozent an Kaufkraft verloren.

Der US-Dollar ist durch gar nichts gedeckt ... ausser durch die Drohung der US-Kriegsmaschinerie!

Das bringt mich zur angeblichen Aufgabe der Zentralbanken, wie sie in ihren Statuten es selbst festgelegt haben. Dort steht, ihre Hauptaufgabe sei, für Preisstabilität zu sorgen, also den Erhalt der Kaufkraft zu garantieren, was keine einzige Zentralbank wirklich eingehalten hat.

Beispiel der EZB, das vorrangige Ziel des Eurosystems ist in Artikel 127 Absatz 1 des AEU-Vertrags festgelegt:

"Das vorrangige Ziel des Europäischen Systems der Zentralbanken (im Folgenden ,ESZB‘) ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten."

Weiter heisst es dort:

"Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union, um zur Verwirklichung der in Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union festgelegten Ziele der Union beizutragen."

"Die Europäische Union hat verschiedene Ziele (siehe Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union), unter anderem die nachhaltige Entwicklung Europas auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstums und von Preisstabilität sowie eine in hohem Masse wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und sozialen Fortschritt abzielt."

Preisstabilität ist somit nicht nur das vorrangige Ziel der Geldpolitik der EZB, sondern auch die Vollbeschäftigung. HALLO, nur sie machen alles andere als diese Ziele einzuhalten.

Seit Einführung des Euros am 1. Januar 2002 hat die Währung immens an Kaufkraft verloren. In den 17 Jahren mindestens die Hälfte. Und von Vollbeschäftigung kann keine Rede sein. Besonders in den Süd- und Ostländern Europas, wo die Menschen unter der hohe Arbeitslosigkeit und geringen Einkommen schon seit langem leiden.

Die Zentralbanken der Welt waren und sind hauptsächlich nur mit der Rettung von Privatbanken beschäftigt, die durch Gier und Spekulation gigantische Wetten verloren haben und deshalb Bankrott waren. Das war der Billionen-Bail-Out nach der Finanzkrise 2008.

Die Deutsche Bank ist jetzt wieder ein Kandidat für einen totalen Kollaps wie die Lehman-Pleite. So viel Geld gibt es gar nicht, um diesen Giganten zu retten und diese Katastrophe zu verhindern.

Dazu kam die Rettung der völlig überschuldeten Mitglieder der Euro-Zone, die wegen der Aufgabe der eigenen Währung und damit Abgabe der Souveränität über ihre Geldpolitik nicht mehr wettbewerbsfähig wurden, die Exporte und damit die Wirtschaft einbrach.

Die Fed und die EZB haben das "quantive easing" (QE) eingeführt, die unbegrenzte Ausgabe von Geld, "koste es was es wolle", wie EZB-Chef Mario Draghi sagte. Es wurden und werden immer noch zweistellig Milliarden ins Finanzsystem gepumpt und die Zinsen auf Null reduziert.

Das ganze ist so absurd geworden, das man sogar Minuszinsen im Euroraum jetzt einführt. Wer einen Kredit aufnimmt bezahlt keine Zinsen sondern bekommt Geld. Oder umgekehrt, wer ein Guthaben hat, dem wird Geld genommen.

Wie krank muss ein Finanzsystem sein, um das tun zu müssen?

Das Gratisgeld haben die Privatbanken und auch Konzerne in den letzten 12 Jahren dazu benutzt, wie verrückt Aktien zu kaufen. Deshalb sind die Kurse drastisch gestiegen.

Die Aktienindexe spiegeln aber NICHT den wahren Zustand der Wirtschaft, weder in Amerika noch in Europa, sondern sind durch billiges Geld aufpumpte Luftblasen.

Das selbe gilt für die Immobilienpreise, die auch enorm gestiegen sind. Welcher Normalverdiener kann noch eine Wohnung oder ein Haus kaufen?

Die Finanzkrise 2007/08 ist nie vorbei gewesen, sondern mit gigantischem Mengen an Geld und sehr tiefen Zinsen der Zentralbanken übertüncht worden.

Auf was ich hinaus will, es ist NICHT die Aufgabe der Zentralbanken, Privatbanken oder Staaten zu retten, genauso wie es NICHT ihre Aufgabe ist eine Schuldenwirtschaft zu fördern, die Spekulation mit Aktien und Immobilien zu ermöglichen und in schwindelerregende Höhen zu treiben.

Das tun sie aber im Bruch ihrer eigenen Statuten schon seit sehr lange. Es ist das Gegenteil von ihrem selbst genannten Ziel, für Preisstabilität zu sorgen.

Die sehr hohen Preise für Wohnraum sind ein Zeichen für eine grosse Geldentwertung, was sich auch auf die Mieten auswirkt. Die Millennials werden sich nie eine eigene Wohnung leisten können und bei den Eltern bleiben müssen.

Jetzt komme ich auf die Überschrift dieses Artikel, "Trump und die eigentliche Aufgabe der Zentralbanken".

Trump kritisiert heftig Jerome Powell, der seit dem 5. Februar 2018 Präsident der Federal Reserve ist. Er verlangt von ihm schon länger die Reduzierung der Zinsen, weil es der US-Wirtschaft schaden würde. Ein totaler Widerspruch.

Denn, die Dollar-Zinsen sind sowieso mit knapp über 2 Prozent sehr tief und wenn die US-Wirtschaft diese niedrigen Zinsen nicht verkraftet, dann ist eh was Trump sagt eine Lüge, die US-Wirtschaft würde brummen und wäre noch nie so stark wie unter seiner Führung.

Wenn es der US-Wirtschaft wirklich super gut gehen würde, wie Trump andauernd prahlt, dann könnte sie eine Zinserhöhung locker vertragen. Warum verlangt Trump eine drastische Zinsreduktion? Weil es ihm um seine Wiederwahl 2020 geht.

Trump schaut nur auf eine Zahl, die für ihn den Erfolg seiner Wirtschaftspolitik spiegeln soll, nämlich den Dow-Jones-Aktien-Index. Aber wie ich vorher sagte, haben die hohen Kurse NICHTS mit dem Zustand der Wirtschaft zu tun sondern mit dem billigen Geld.

Weil Geldanlagen keine Rendite bringen, wurden und werden wie wild Aktien gekauft, was die Kurse in die Höhe treibt. Auch das Management der Konzerne nimmt Kredite auf und kauft die eigenen Aktien. So steigt der Kurs von dem sie durch hohe Bonuszahlungen profitieren.

Wie ich sagte, es ist eine Luftnummer, aber Trump meint, er kann mit einem rekordhohen Dow die amerikanischen Wähler täuschen und so seinen Erfolg zeigen, damit er wiedergewählt wird.

Als der Aktienindex an der New Yorker Börse vergangene Woche um 800 Punkte abstürzte, geriet Trump in Panik. Er hat sofort die Chefs der drei grössten amerikanischen Banken angerufen und seine Sorge ausgedrückt. Er sprach mit J.P. Morgan Chase CEO Jamie Dimon, Bank of Americas Brian Moynihan und Citigroups Michael Corbat.

Dabei, warum sind die Kurse gefallen?

Es war Trump selber der den Absturz verursachte, indem er eine Zollerhöhung auf alle verbleibenden 300 Milliarden an chinesischen Importen die noch nicht bestraft wurden verhängte und es keine Aussicht gibt, er kann ein neues Handelsabkommen mit China bis zu Wahl vereinbaren.

Ausserdem haben die Chinesen verkündet, sie werden keine landwirtschaftlichen Produkte aus den USA kaufen und zusätzliche Gegenmassnahmen ergreifen, wie die Zollerhöhung auf amerikanische Waren und Dienstleistungen, was der US-Wirtschaft schadet.

Die Chinesen haben Zeit aber Trump nicht. Peking denkt langfristig und Trump nur sehr kurzfristig. Sie können sogar noch 5 Jahre warten, bis Trump spätestens dann endgültig verschwindet.

Für ihn ist nur eine zweite Amtszeit entscheidend und er tut alles dafür. Deshalb verlangt er von Fed-Chef Powell eine drastische Zinsreduzierung, damit die Aktienkurse wieder steigen und er das als Erfolg für die Wahl melden kann.

Powell sollte sich aber, wenn schon, auf die eigentliche Aufgabe einer Zentralbank besinnen und das seinen Kollegen beim Treffen in Jackson Hole mitteilen. Die Rezession kommt so oder so und ist in Deutschland eh schon eingetroffen.

Wenn eine Rezession vor November 2020 eintritt oder Wirtschaftsindikatoren wie das BIP noch weiter sinken, sind die Chancen auf eine Wiederwahl Trumps äusserst gering, auch wenn die Demokraten so "Sozialisten" wie Bernie Sanders, Elizabeth Warren oder andere Spinner nominieren.

Trump hat in den 30 Monaten seiner Amtszeit viele seiner Fans und Wähler enttäuscht, denn er hat praktisch kein einziges Wahlversprechen eingehalten. Nur die Versprechen gegenüber seinen grössten Wahlkampfspendern, wie Sheldon Andelson, AIPAC und den andren Zionisten.

Er arbeitet nur im Interesse Israel und nicht im Interesse Amerikas. Die Handelskriege, die er gegen jeden und alle angefangen hat, die Sanktionen, Zollerhöhungen und Strafen, kommen noch dazu und schaden am meisten den Amerikanern.

Einige seiner prominenten Unterstützer aus der alternativen Medien-Szene, die für seinen Erfolg im Jahr 2016 so entscheidend waren, sind, gelinde gesagt, enttäuscht über seine Unfähigkeit, die Flut der illegalen Einwanderung aufzuhalten.

Er hat keinen einzigen Meter an neuer Mauer gebaut und sein Versprechen, "Mexiko wird die Mauer bezahlen", ist sowieso leeres Geschwätz und lächerlich.

Darüber hinaus fühlen sich diese Stimmen zu Recht verraten, da er nichts getan hat, um die Internet-Technologie-Giganten davon abzuhalten, ihre Aktivitäten in den sozialen Medien zu killen und sie damit mundtot zu machen.

Eine weitere Gruppe, die schnell zu desillusionierten Trump-Anhängern hinzugefügt werden kann, sind Waffenbesitzer und Befürworter der freien Meinungsäusserung, wenn der Präsident der vorgeschlagenen drakonischen Gesetzgebung "red flag" zustimmt.

Wenn diese totalitären Massnahmen umgesetzt werden, werden die Verteidiger des 2. Zusatzes der Verfassung wahrscheinlich nicht für die Demokraten und nicht für Trump im Jahr 2020 stimmen, sondern aus Protest zu Hause bleiben.

Ein verzweifelter Trump, wenn er seine zweite Amtszeit in Gefahr sieht, wird drastische Massnahmen ergreifen. Wie zum Beispiel, ein Angriff auf Venezuela, Iran oder sogar China und Russland. Er wird den kriegshetzerischen Neocons in seiner engsten Umgebung nachgeben müssen.

Der Idiot Trump hat sein politisches Schicksal fälschlicherweise an den Börsenkurs gebunden, das nur wegen den billigen Geld so hoch und eine Luftblase ist, nicht weil die Wirtschaft wirklich gut läuft.

Die Fed aufzufordern, ihre Zinsen zu senken, wird nichts an den grundlegenden Problemen ändern, die völlige Überschuldung des Staates, der Firmen und der Privathaushalte. Im Gegenteil, sie nur grösser machen und verschlimmern.

Er hatte zu Beginn seiner Amtszeit die Chance und die öffentliche Unterstützung, den Amerikanern reinen Wein einzuschenken, die gewaltigen finanziellen und wirtschaftlichen Probleme zu erklären, die es gibt und die er während des Wahlkampfes aufgezeigt hatte.

Leider entschied er sich NICHT für die Zukunft der Nation zu arbeiten, sondern für die Bankster der Wall Street, und stellt seine eigenen politischen Ziele (Wiederwahl) über das Wohl des Landes.

Die Kosten dieser Entscheidung kommen jetzt zum Tragen, die in einem weiteren Krieg als Ablenkung enden können, der sicherlich das Schicksal des Präsidenten und wahrscheinlich das Amerikas besiegeln wird.

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