Sputnik V wird knapp: Ungarn geht der russische Impfstoff aus

Ungarn hat seine Lagerbestände des russischen Impfstoffs Sputnik V, den Budapest gekauft hatte, vollständig aufgebraucht. Dies teilte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó mit:

"Sehen Sie, wir haben unsere Sputnik-V-Impfstoffbestände bereits voll ausgeschöpft. Der Impfstoff war sehr beliebt."

Der Außenminister stellte fest, dass im Land fast eine Million Menschen mit diesem Medikament geimpft wurden. Mit Sputnik V liefe es nach Angaben des Ministers sehr gut. Szijjártó erklärte, dass Ungarn sehr erfreut ist, diese Vereinbarung getroffen zu haben und einer Million Ungarn die Möglichkeit gegeben wurde, mit Sputnik V geimpft zu werden:

"Wir haben einen Vertrag über zwei Millionen Dosen unterzeichnet. Sie wurden pünktlich geliefert, die Qualität war einwandfrei."

Insgesamt verfügt Ungarn nach Angaben des Ministers jetzt über acht Millionen Dosen von Impfstoffen gegen COVID-19, sodass keine zusätzlichen Käufe erforderlich sind. Gleichzeitig möchte Budapest, so ungarische Außenminister, aber auch die Zusammenarbeit mit Moskau beim Einsatz von Medikamenten gegen COVID-19 noch verstärken.

Szijjártó sagte auch, dass in Ungarn eine Fabrik zur Herstellung von COVID-19-Impfstoffen gebaut wird, die Ende 2022 in Betrieb genommen werden soll. Er wies darauf hin:

"Wir verhandeln bereits mit Russland, mit dem Hersteller von Sputnik V, um die Produktion dieses Impfstoffs unter Lizenz in Ungarn zu starten."

Ungarn hatte im Januar dieses Jahres mit Russland die Lieferung von zwei Millionen Impfdosen Sputnik V vereinbart. Es war das erste Land der Europäischen Union (EU), das die Verwendung des russischen Medikaments genehmigt hatte. Laut Vertrag sollten die Impfstoffe in drei Chargen ins Land geliefert werden. Die erste Charge von Sputnik V kam Anfang Februar 2021 in Ungarn an.

Bisher wurden in Ungarn insgesamt sechs verschiedene Corona-Impfstoffe offiziell zugelassen. Dies sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna, AstraZeneca, Sinopharm aus China, von Johnson & Johnson aus den USA sowie Sputnik V aus Russland.

Mehr zum Thema - Keine Sputnik-V-Lieferungen an Slowakei mehr – RDIF beklagt negative Kampagne gegen Impfstoff

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