Spiritualität & Erwachen: Achtsamkeitskurs Teil 3 – Gegenwärtig wie die Kinder (08.September 2021)

Achtsamkeitskurs

Bild: pixabay.com – Helena

Dieser mehrteilige Achtsamkeitskurs wendet sich an alle Menschen, die sich allen lebendigen Erfahrungen sanft-mutig und gelassen stellen möchten.

Von Lena Grabowski

Inspirierende Geschichten

Die Wirklichkeit zulassen

Bei der Meditation geht es nicht um den Versuch, irgendwo hinzugelangen. Es geht darum, dass wir uns selbst erlauben, genau dort zu sein, wo wir sind, und genau so zu sein, wie wir sind, und desgleichen der Welt zu erlauben, genau so zu sein, wie sie in diesem Augenblick ist.
John Kabat – Zinn

Vom Leistungsdruck zur Gegenwärtigkeit

Wir leben in einem Kulturkreis, in dem es hauptsächlich um Ziele, Ideale, Leistung, Streben nach Erfolg, Gewinnmaximierung und Aktionismus geht. In vielen Lebensbereichen wird gekämpft, hart gearbeitet, etwas MUSS erreicht werden – oftmals im Vergleich zu anderen. Wettbewerbscharakter wird gelebt, Konkurrenzgefühle treiben uns stetig an. Schnell müssen wir sein, viel leisten, hart arbeiten.Es wird um Anerkennung und den Platz im Leben gekämpft.

Während viele Menschen oftmals von einem Gefühl begleitet werden, letztlich wenig Anerkennung zu erfahren, geringe Wertschätzung und selten Lob. Weder durch andere, noch durch uns selbst schätzen wir unser Wesen, unser Tun und Handeln wert. Auch die sogenannten „guten Gefühle“, die ein Erfolg mit sich bringen kann, bleiben mitunter aus.

Dafür ist es selbstverständlich geworden, jeden Morgen aufzustehen und Leistungen jeglicher Art zu erbringen. Mit einem hohen Maß an Selbstverständlichkeit. Wir sind Teil eines Wirtschaftssystems geworden, Teil eines gigantischen, Ressourcen ausbeutenden Konsumkreislaufes.

Einen gesunden und nicht ganz so radikalen ersten Ausweg aus alledem zu finden, kann mit Achtsamkeitspraxis gelingen.

Die Achtsamkeitspraxis ist ein wesentlicher Bestandteil der Buddhistischen Lehre – gleichzeitig ist sie nicht an diese Philosophie gebunden und fordert von niemandem von uns einen bestimmten religiösen Glauben ein.

In dieser Praxis geht es um „nichts“. Es geht weder um Ziele, noch muss etwas erreicht werden. Niemand wird verglichen mit anderen, die sich auf einem ähnlichen Weg dieser Praxis befinden. Es gibt keinen Wettbewerb, niemand prüft, wie weit jemand ist, niemand wird von einem anderen überholt. Kein Erfolgsdruck lastet auf den Praktizierenden. Weder ein „richtig“ oder „falsch gemacht“ wartet am Ende einer Achtsmakeitsübung. Man darf einfach sein. Einfach erleben. Einfach praktizieren. Und atmen.

Wieder zu gegenwärtigen Kindern werden

Die Achtsamkeitspraxis dient den Menschen darin, vom Wesen der Augenblicklichkeit zu kosten. Sich selbst mit allen Sinnen im Moment zu spüren. Im Leben anwesend zu sein. So wie wir einst als Kinder waren, bevor Erziehungsmaßnahmen, Bildungsmaßnahmen, Sozialisation uvm uns immer wieder aus unserer Ursprünglichkeit, aus der Gegenwärtigkeit herausgeholt haben.

Ein wesentliches Geschenk von Achtsamkeitspraxis kann sein, wieder zu diesen staunenden, all-gegenwärtigen Kindern zu werden. Mit allen Sinnen uns selbst sowie das Faszinierende, das uns umgibt, wahrzunehmen. Wie damals, als wir vor großen Schlammpfütze standen und nur diesen riesigen Wasserkosmos sahen.  Der die Einladung an uns aussprach, endlich zu springen. Und zu spielen. Und diesen Moment mit allen Sinnen zu geniessen.

Praktizieren wir Achtsamkeit, kehren wir mitunter in eine kindliche „Einfachheit“ zurück und verschmelzen mit der Gegenwart.

Bild: AntonieEsposito/pixabay.com

Inspirierende Übungen

Von der Einfachheit des Seins

Heute lade ich dich ein, die Übungen von den letzten beiden Wochen zu vertiefen. Vielleicht kannst du sie häufiger praktizieren. Oder aufmerksamer umsetzen. Weniger von ihnen zu erwarten, sonder sie einfach mehr umzusetzen und einfach zu sein.

Beginne und beende also deinen Tag mit den Dehn- und Atemübungen sowie der Gehmeditation. Gehe behutsam dabei vor und spüre die einzelnen Bewegungen deines Körpers. Integriere die Übungen immer häufiger in deinen Alltag…

Quelle und weiter: https://www.sein.de/achtsamkeitskurs-teil-3-gegenwaertig-wie-die-kinder/

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