Space & Science: Studie – Außerirdische Zivilisationen könnten die Galaxie langsam erforschen und die Erde bereits besucht haben (14.September 2019)

Grafische Darstellung der Milchstraße mit der eingezeichneten Nachbarschaft unserer Sonne (Illu.). Copyright: WikimediaCommons

Rochester (USA) – Seit Jahrzehnten sorgt das sogenannte Fermi-Paradoxon nicht nur in Wissenschaftskreisen für kontroverse Diskussionen darüber, warum wir bislang noch keine eindeutigen Beweise für die Existenz oder Besuche außerirdischer Zivilisationen gefunden haben, obwohl es von diesen – rein statistisch betrachtet – in unserer Galaxie nur so wimmeln müsste. Ein neuer Ansatz wirft nun einen gänzlich neuen Blick auf diese Frage.

Wie das Team um Jonathan Carroll-Nellenback von der University of Rochester aktuell im „The Astronomical Journal“ (DOI: 10.3847/1538-3881/ab31a3) berichtet, stehen ihre Überlegungen unter der Prämisse, dass eine angenommene ferne Zivilisation sich schlichtweg sehr viel mehr Zeit, nicht nur für die Erforschung sondern auch die direkte Erkundung oder Kolonialisierung der sie umgebenden Milchstraße nehmen könnte. Der Grund hierfür könnte in der Eigendynamik und -bewegung der Milchstraße bzw. ihrer Elemente liegen. So umkreist beispielsweise unser eigenes Sonnensystem das Zentrum der Milchstraße einmal alle 230 Millionen Jahre. Statt also gewaltige Aufwendungen für die unmittelbare Besuche anderer Planetensysteme aufzuwenden, könnte eine entsprechend fortgeschrittene Zivilisation auch einfach abwarten, bis sie durch die Eigendynamik der Milchstraße sehr viel näher an ein Nachbarsystem herangeführt wird, um so Ressourcen zu sparen.

Hintergrund
Bereits 1975 berechnete der Astrophysiker Michael Hart, dass seit der Entstehung der Milchstraße vor rund 13,6 Milliarden Jahren genügend Zeit vergangen sei, um unsere Heimatgalaxie vollständig und durchdringend zu kolonialisieren. Der Umstand, dass wir aber trotzdem noch immer keine Beweise für die Existenz einer außerirdischen Zivilisation gefunden haben, geschweige denn mit einer solchen in Kontakt gekommen sind, sah Hart als Beweis für seine eigene Antwort auf das Fermi-Paradoxon und damit dafür an, dass es schlichtweg keine anderen ähnlich weit entwickelten Zivilisationen in der Milchstraße gäbe.

„Betrachtet man sich die Bewegung der Sterne innerhalb der Milchstraße, so bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten“, erklärt Carroll-Nellenback. „Entweder verlassen die Anderen ihre Planeten nicht oder wir sind tatsächlich die einzige, technologisch zur Raumfahrt fähige Zivilisation in unserer Galaxie.“
Sollten die Wissenschaftler und Wissenschaftler recht haben, würde aber natürlich auch die Ausbreitung einer solchen Zivilisation in und durch die Milchstraße hinweg sehr viel länger dauern als dies bislang angesichts der Fragestellung des Fermi-Paradoxon – nicht nur durch Michael Hart – in Betracht gezogen wurde.

„Eine solche Zivilisation könnte uns schlichtweg vielleicht noch nicht erreicht haben“, spekulieren die Autoren. „Oder sie haben uns bereits erreicht, dies aber lange bevor wir Menschen überhaupt entstanden sind.“ In einem solchen Fall wäre es also gut möglich, dass die Erde zwar bereits Besuch einer außerirdischen Zivilisation hatte und diese vielleicht die Erde auch bewohnte, wir aber heute keine Anzeichen von ihrer Existenz mehr finden können, weil diese Beweise schon längst – etwa durch Erosionskräfte – zerstört wurden.“

Grafische Darstellung der erweiterten Nachbarschaft der Sonne in der sog. lokalen Blase. (Draufsicht auf die galaktische Ebene, das galaktische Zentrum ist oben). Copyright/Quelle: N. Henbest / H. Couper. Jschmied at de.wikipedia  / CC BY-SA 3.0

Hintergrund
Auch wenn derzeit der uns nächste Stern (Proxima Centauri) mehr als vier Lichtjahre von uns entfernt ist, so kommt doch auch unser Sonnensystem anderen Sternen immer wieder ungewöhnlich nah. So kam beispielsweise der sogenannte Scholz’ Stern der Sonne vor gerade einmal 70.000 Jahren so nah, dass er Kometen und Asteroiden bis heute beeinflusst. Zur Zeit, als der moderne Mensch Afrika verließ und sich Europa noch mit den Neandertalern teilte, kam der Scholz’ Stern also unserer Sonne bis auf 0,6 Lichtjahre nahe und war dann teilweise wohl auch als auffallend rötlicher Stern am Nachthimmel zu sehen…

Quelle und weiter: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/studie-ausserirdische-zivilisationen-koennten-die-galaxie-langsam-erforschen-und-die-erde-bereits-besucht-haben20190913/

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