Russland verhängt Sanktionen gegen Vertreter britischer Behörden und der IT-Branche

Russland hat 22 Vertreter von britischen Behörden, der IT-Branche und aus dem Rechtsdienstleistungsbereich auf die "schwarze Liste" gesetzt. Dies erklärte am Mittwoch das Außenministerium in Moskau. Laut der Erklärung stelle Russland fest, dass die britische Regierung ihren aggressiven und antirussischen Kurs fortsetze. In dessen Rahmen ziele London darauf, Russland eine "strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld" zuzufügen, aktiv Sanktionsmaßnahmen anzuwenden sowie eine subversive Informations- und Propagandakampagne durchzuführen.

Als Reaktion auf die feindseligen Handlungen Großbritanniens sei beschlossen worden, eine Reihe von britischen Staatsbürgern auf die Stopp-Liste zu setzen, hieß es in der Erklärung weiter. Darunter seien etwa Mitarbeiter des britischen Unternehmens Micro Focus, das den ukrainischen Sicherheitsbehörden Software und Dienstleistungen im Cyber-Bereich zur Verfügung stelle. Diese seien erforderlich, um "die Datenerfassung für gezielte Angriffe auf die russischen Streitkräfte und Objekte der Infrastruktur" durchzuführen.

Auch Mitarbeiter der IT-Firmen TechUK, Helsing, NEC Software Solutions, Improbable, Skyral Defence, Cisco sowie des Unternehmens Fieldfisher und des britischen Ministeriums für Wirtschaft und Handel wurden in die Liste aufgenommen. Außerdem sind darin Personen aufgeführt, die versuchen sollen, den Wirtschaftsakteuren der zentralasiatischen Staaten "die Einhaltung unrechtmäßiger, einseitiger Beschränkungen" aufzuzwingen. Wörtlich lautete die Erklärung wie folgt:

"Die britischen Behörden, die hartnäckig und erfolglos versuchen, die russische Wirtschaft zu 'ersticken', fügen auch dem Wohlstand von Drittländern schmerzhafte Schläge zu, indem sie repressive Mechanismen für ihr eigenes Unternehmen erfinden, das die Situation pragmatisch bewertet und die Vergeblichkeit der Sanktionspolitik des kollektiven Westens erkennt."

Das Ministerium betonte erneut, dass Londons Politik der umfassenden Unterstützung der ukrainischen Neonazis zum Scheitern verurteilt sei, den Konflikt nur in die Länge ziehe und zu neuen Opfern unter der Zivilbevölkerung führe. Großbritannien sollte sich bewusst sein, dass die Fortsetzung der Sanktionspolitik kontraproduktiv sei und unvermeidlich eine harte Reaktion vonseiten Russlands mit sich bringen würde. Moskau werde auch in Zukunft an der Ausweitung seiner Stopp-Liste arbeiten.

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