Die Mythen der Pyramiden: Geheime Kammern und die Gruft der Riesen

Teil der Erde, aber nicht von dieser Welt? Laut gängiger Geschichtsschreibung wurde die große Cheops Pyramide von Gizeh vor 4.500 Jahren gebaut. Bis heute ranken sich um die ältesten Weltwunder der Antike zahlreiche Legenden, Mythen und Fragen, die mit den bisherigen Erklärungen der Wissenschaft nicht mehr leicht zu beantworten sind. Waren die Pyramiden mit den damaligen Möglichkeiten überhaupt von den Menschen dieser Zeit zu erbauen?

Unbestritten ist, dass der Pyramidenbau nach astronomischen Aspekten erfolgte, mit Seiten die exakt nach den vier Himmelsrichtungen errichtet wurden. Auch soll der Abstand von der Erde zur Sonne genau das Eine-Milliardenfache der Höhe der Cheops-Pyramide betragen, während der Abstand zweier Breitenkreise genau 600mal so groß sein soll, wie die Dreieckshöhe der Seitenflächen der Cheops-Pyramide.

Insgesamt weist die Cheops-Pyramide so perfekt ausgemessene rechte Winkel auf, dass es ein Indiz dafür sein könnte, dass die alten Ägypter die Zahl Pi schon kannten. Denn selbst mit modernen Messgeräten könnten die Winkel nicht genauer sein.

Über 12.000 Jahre alt?

Besonders das Alter der Pyramiden steht nach neuesten Erkenntnissen zunehmend auf dem Prüfstand. Noch werden die ältesten Bauwerke der Welt fast überall mit höchstens 5.000 Jahren eingestuft, da sowohl schulwissenschaftlich als auch dem Koran entsprechend, die menschliche Zivilisation erst 6.000 Jahre alt ist.

Dies obwohl eine wachsende Anzahl von Wissenschaftlern mittlerweile davon ausgeht, dass es überall auf dem Erdball monumentale Gebäude gibt, die 12.000 Jahre und älter sind. Ein Wert, der zwischenzeitlich als Mindestalter der Funde der Bahama Bänke, inklusive Pyramide, Straßen, Mauern und Säulen nachgewiesen werden konnte.

So wie auch das der Unterwasser-Pyramide in Japan, die Untersuchungen zufolge zuletzt vor etwa 12.000 Jahren im Trockenen stand. Also noch vor der letzten Eiszeit. Andere Vermutungen gehen laut Maik Kunzelmann noch weiter und datieren das Alter der Pyramiden auf sogar 36.000 Jahre (Die älteste Überlieferung zu den Pyramiden von Gizeh und die Atlantis-Verbindung).

Technisch nicht lösbar

Wie aber sollten die laut Wissenschaft zu dieser Zeit noch affenähnlichen menschlichen Vorfahren Gebäude wie Pyramiden gebaut haben? Bauwerke die selbst heute mit der besten Technik kaum zu errichten wären? Die einzelnen Steinblöcke der monumentalen Steinbauten der Antike haben ein Gewicht von bis zu 2.000 Tonnen und liegen teilweise an schwer erreichbaren Stellen wie auf hohen Bergen oder zwischen Bergrissen. Es gibt auch heute keinen Kran und kein Fahrzeug das in der Lage ist, 1.000 Tonnen zu transportieren.

Auch das beste Transportflugzeug, die Antonow 120, kann maximal 200 Tonnen transportieren, was also 10 Stück der größten und leistungsfähigsten Transportflugzeuge der Welt zusammen nötig machen würde, um eine 2.000 Tonnen schwere Steinplatte auf einen Berg zu transportieren.

Schwer erklärbar ist auch, dass es scheint, als wären einige Felsblöcke mit laserartiger Technologie bearbeitet worden, die wie Legosteine identisch sind und sehr an Fabrikarbeit erinnern. Sollten die Ägypter vielleicht Helfer gehabt haben, die nicht von unserer Erde stammten? (Besonderheiten der Chephren-Pyramide: Rätsel der verschwundenen Außenverkleidung).

Keinerlei Aufzeichnungen

In den meisten Tempeln, Gräbern und anderen Pyramiden der Ägypter finden sich ausführliche Hieroglyphen-Texte, Inschriften und Malereien. Die Pharaonen haben ihre Verdienste normalerweise traditionell für die Nachwelt festhalten wollen und beispielsweise die Geschichte des Pharaos und Ähnliches auf den Wänden verewigt.

Auch liegen verstorbenen Pharaonen normalerweise große Schätze bei, damit sie auch im Jenseits reich gesegnet wären. Doch es gibt keinerlei Hinweise oder Aufzeichnungen zum Pyramidenbau, keine Inschriften, keine Schätze und vor allem keine Mumie. Die Cheops-Pyramide ist die einzige der drei, die über mehrere Grabkammern verfügt.

Der Sarkophag in der Königskammer war bei der Öffnung leer, der Verbleib des Pharaos ist nach wie vor ungeklärt. Für all das haben die Forscher mehrere Erklärungen: Entweder brauchten die Ägypter keine Pläne, weil sie genügend Erfahrung mit dem Bau von Pyramiden hatten. Oder es handelt sich hierbei um ein Projekt, das der Geheimhaltung unterlag.

Andere Quellen besagen, dass die alten Ägypter für solch ein enormes Bauvorhaben in jedem Fall detaillierte Aufzeichnungen gehabt haben müssen. Die fehlenden Informationen über den Bau der Pyramiden, die Umstände zu jener Zeit und den fehlenden Pharao lassen die Wissenschaft also weiterhin darüber spekulieren, ob sie wirklich von den alten Ägyptern erbaut wurden. Oder letzten Endes vielleicht doch von Außerirdischen? (Aliens in der Antike: Wer konstruierte die Pyramiden, Puma Punku und die Bundeslade?)

Gruft der Riesen

Der Ingenieur, Anthropologe und Ägyptologe John Shae Perring (1813-1869) wurde wegen seinen Ausgrabungen und Dokumentationen über die Pyramiden bekannt. 1837 begann  Perring mit dem Archäologen Richard William Howard Vyse (1784-1853), in der Großen Pyramide nach geheimen Kammern zu suchen. Die beiden Engländer schreckten dabei auch nicht vor Sprengungen zurück.

Durch eine solche Sprengung entstand auch der 11 Meter tiefe ‘Sondier-Schacht’ an der Ostwand der Felsenkammer.
Im Jahre 1910 erkundeten John und Morton Edgar die Pyramide. Als die Brüder die Felsenkammer betraten, standen sie der riesigen Geröllhalde gegenüber, die Perring und Vyse nach ihren Sprengungen hinterlassen hatten.

Heute ist die Kammer sauber und aufgeräumt. Der Schutt wurde abtransportiert, der Boden geebnet und der Sondier-Schacht mit einen Geländer gesichert.

Zu einer möglichen Funktion der Felsenkammer gibt es von wissenschaftlicher Seite nur wenige Thesen. Überzeugen kann keine davon. Grundsätzlich weiß niemand, für wen oder für was die 120 Quadratmeter große Kammer aus dem Fels geschlagen wurde (Pyramiden von Ägypten: Beweise dafür, dass die Steinblöcke gegossen und nicht abgebaut wurden (Video)).

Die Felsenkammer – eine Gruft für biblische Riesen?

Schon während seiner Übernachtung in der Pyramide 1988 erinnerte sich der Autor Gregor Spörri  an die beiden mächtigen Felsblöcke an unfertige Riesen-Sarkophage. Nach einem Besuch des Serapeums in Sakkara sowie einer genauen Vermessung der Steinblöcke in der Felsenkammer, ging ihm plötzlich ein Licht auf, und die geheimnisvollen Worte des Grabräubers ergaben einen Sinn.

Ein Puzzleteil fügte sich zum anderen: Die 70-Tonnen schweren, wie für Riesen gemachten Sarkophage im Serapeum. Das Relikt von Bir Hooker – der abgehackte Finger eines menschenartigen Riesen.

Die alten Sagen, Mythen, apokryphen Schriften, die Thora, Bibel usw., die von solchen Riesen erzählen. Und die alten Überlieferungen, die berichten, die Große Pyramide stamme aus vorsintflutlicher und damit alttestamentarischer Zeit. Auch wenn die beiden Sarkophage erst in Umrissen aus dem Fels geschlagen wurden, wenn man den alten Grabräuber Worten glauben schenke, konnte man eine fertig ausgestaltete Grabkammer für Riesen sich gut vorstellen.

War die Felsenkammer tatsächlich als Gruft für ‘biblische’ Riesen (Nephilim) gedacht? Ein verrückter aber auch faszinierender Gedanke, der die heutige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen könnte. Immer wieder fragte sich Spörri, wie die Gruft wohl ausgesehen hätte, wären die Arbeiten nicht abgebrochen worden? (Wurden die ägyptischen Pyramiden aus Geobeton gegossen?)

Geheime Kammern

2015 schlossen sich japanische, französische und ägyptische Wissenschaftler unter der Federführung des ägyptischen Antikenministeriums zum Projekt ScanPyramids zusammen. Einmal mehr sollte geklärt werden, ob in der Großen Pyramide unbekannte Hohlräume existieren. Zur Anwendung kam dabei die sog. Myonen-Tomografie, die auch zur Untersuchung von Vulkanen verwendet wird. Der Aufwand hat sich gelohnt: Hinter dem Original-Eingang bei der Nordfassade in 20 Metern Höhe, entdeckten die Forscher einen etwa 1-3 Meter hohen, 2 Meter breiten und 10 Meter langen Hohlraum. Ein weiterer, etwa 8,5 Meter hoher und 30 Meter langer Hohlraum, wurde direkt über der Großen Galerie lokalisiert.

Die Gizeh-Pyramiden werden schon seit 50 Jahren ‘durchleuchtet’. Das als Sensation gefeierte Projekt ScanPyramids entpuppt sich bei näherer Betrachtung jedoch als alter Wein in neuen Schläuchen.
Ich frage mich ernsthaft, ob wir in naher Zukunft tatsächlich etwas Neues oder gar Aufregendes über die Große Pyramide erfahren werden? Denn der ewige Chef-Ägyptologe Zahi Hawass äußerte sich 2015 bei einem Treffen mit Forschern von ScanPyramids wie folgt: »Alles Wissenschaftliche, was in den letzten 100 Jahren mit den Pyramiden gemacht wurde, war nichts als heiße Luft!«

Sekunden später sagt er: »Wir wissen, dass es noch Hohlräume geben muss, und ich glaube wirklich, dass die Grabkammer von Cheops noch im Innern verborgen ist!« Warum dieser eklatante Widerspruch? Die Antworten finden Sie in diesem Bericht (Das antike Kraftwerk: Geheimnisvolle metallene Artefakte in der Cheops-Pyramide).

Untersuchung der Gizeh Pyramiden mit modernen Mitteln

1968: Dr. Luis Alvarez (Nobelpreisträger in Physik) von der Universität Berkeley, Kalifornien, untersuchte die Chephren-Pyramide zwecks Entdeckung verborgener Kammern. Das Vorhaben entstand aus der These: Pharao Chephren habe seine Pyramide über die Jahrtausende hinweg so erfolgreich gegen Plünderungen schützen können, weil er Kammern gebaut habe, die nicht durch ein Gangsystem erreichbar sind. Alvarez verwendete für seine Untersuchungen schon damals Myonen-Detektoren.

Mit sog. Funkenkammern wurde die Anzahl der Einschläge von Myonen aus der kosmischen Strahlung gemessen, die je nach Dicke des Pyramidengesteins unterschiedlich hoch ist. Eine elektronische Vorrichtung registrierte die Koordinaten der durch die Myonen-Treffer erzeugten Funken.

Ein IBM System errechnete aus den zirka 3 Millionen Spuren, die auf 80 Magnetbändern gespeichert wurden, ob aus einer bestimmten Richtung mehr Myonen auf die Detektoren getroffen waren, als bei der zu durchquerenden Gesteinsdicke zu erwarten gewesen wäre. Sollte man fündig werden, bedeutete dies, dass zwischen den Detektoren und der Außenwand der Pyramide, ein Hohlraum existieren müsste.

Die Messungen lieferten leider widersprüchliche Ergebnisse, was jedoch nicht verwundert – steckte die Technologie zur Durchleuchtung von Steinen Ende der Sechzigerjahre doch noch in den Kinderschuhen (Bau der Pyramiden: Steinbearbeitung im alten Ägypten zwischen Kupfermeißeln und Plasmastrahlen).


1974: Wissenschaftler des Stanford-Research-Instituts durchleuchteten mit einem Team der Kairoer Ain-Shams-Universität die Große Pyramide. Zur Anwendung kamen dabei elektromagnetische Hochfrequenzwellen. Die Messungen verliefen zwar positiv, doch Resultate wurden keine veröffentlicht. Die Gründe dafür bleiben bis heute im Dunkeln.


1986: Die Architekten Gilles Dormion und Jean-Patrice Goidin führten mit Ingenieuren und Physikern des staatlichen französischen Stromversorgungs-Unternehmens Electricité de France, verschiedene Untersuchungen an und in der Großen Pyramide durch. Zur Anwendung kamen Schwerkraftmessungen (Gravimetrie) und Laufzeitmessungen mit Radarwellen (Echoskopie). Die Franzosen registrierten Anomalien, welche auf mehrere Hohlräume hinwiesen, die etwa 15-20% der gesamten Pyramidenstruktur ausmachten. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen erkundeten die beiden Franzosen auch den Originaleingang zur Pyramide und stellten dabei die Hypothese auf, hinter den massiven Verschlusssteinen könnte sich ein weiterer Zugang zur Pyramide befinden.

Nach der Präsentation ihrer bisherigen Forschungsergebnisse, erhielten Dormion und Goidin von der ägyptischen Antikenverwaltung die Erlaubnis, im Korridor, der zur sog. Königin-Kammer führt, mehrere kleine Löcher zu bohren. Dabei stießen die Franzosen hinter der Westwand des Korridors tatsächlich auf einen zirka 3 Meter tiefen Hohlraum, der zur Überraschung aller mit feinem Quarzsand gefüllt war. 
Zahi Hawass, damals Chefinspektor bei den Gizeh-Pyramiden, weilte zu dieser Zeit in den USA. Obschon die Franzosen die Ansichten der offiziellen Ägyptologie vertraten, wurde ihnen nach Hawass’ Rückkehr die Bewilligung für eine genauere Untersuchung verweigert.


1987: Professor Sakuji Yoshimura und ein japanisches Wissenschaftler-Team von der Waseda-Universität in Tokio, führten ebenfalls Messungen in der Großen Pyramide durch. Zur Anwendung kamen zwei unterschiedliche Radarsysteme: Eines zur Messung unterirdischer Reflexionen und eines zur Hohlraumsuche mittels Radartransmissionen. Auch die Japaner wurden fündig. So entdeckten sie u.a. einen 30 Meter langen Gang oder schmalen Hohlraum, der zu einem bislang unbekannten Labyrinth gehören könnte, sowie einen weiteren Hohlraum in der Nähe der Großen Galerie.

Die aktuellen Messungen von ‘ScanPyramids’ bestätigen also nur die 30 Jahre alten Resultate der Japaner.
 Nun aber wird es kurios: Wie schon zuvor den Franzosen, verboten die ägyptischen Behörden auch Sakuji Yoshimura und seinem Team jede weitere Untersuchung in der Pyramide. Doch das ist noch nicht alles: Kurz nach Abreise der Japaner wurde die Große Pyramide einige Monate lang für Besucher geschlossen. Augenzeugen zufolge wurde in dieser Zeit intensiv in der Pyramide gearbeitet. Nach was wurde gesucht? Was wurde gefunden? Niemand weiß es.


1992: Professor Jean Kérisel untersuchte den absteigenden Korridor der Großen Pyramide. Zur Anwendung kam dabei ein Bodenradar. 30 Meter unter dem Pyramidenplateau, wo der Korridor in die unvollendete Felsenkammer mündet, orteten die Messgeräte eine langgezogene Struktur. Kérisel vermutete, es könnte sich um einen weiteren, noch tiefer liegenden Gang handeln, der den Korridor zur Felsenkammer in einem Winkel von 45° kreuzt und in Richtung Sphinx weiter führt.


2000: Gilles Dormion kehrte nach Ägypten zurück. Mit seinem neuen Partner und Finanzier Jean-Yves Verd’hurt durfte er weitere Radarmessungen in der Großen Pyramide durchführen. Die Messungen bestätigten erneut die Existenz verborgener Räume. Eine Kammer soll sich leicht nach Westen verschoben unterhalb der sog. Königinnen-Kammer befinden. Sie liegt im Schnittpunkt der Diagonalen und damit im Zentrum der Pyramide. Nach Auffassung der Franzosen könnte es sich dabei um das tatsächliche, bisher unentdeckte Grab von Pharao Cheops handeln.

Aufgrund der eindeutigen Messergebnisse ersuchten Dormion und Verd’hurt um eine Bewilligung für eine Sondier-Bohrung, aber Hawass verweigerte sie mit der Begründung: »Allein auf Grund von Hypothesen können wir keine Bohrungen in der Pyramide zulassen.« 2015 hat Hawass dann aber keine Skrupel, sich der Aussage der Franzosen zu bedienen: »Wir wissen, dass es in der Pyramide noch Hohlräume geben muss, und ich glaube wirklich, dass die Grabkammer von Cheops noch im Innern verborgen ist!« (Unbekannte Botschaft von Atlantis an der Großen Pyramide von Gizeh entdeckt (Videos))

Eigene Nachforschungen

1988 kam ich das erste Mal mit der Großen Pyramide in Berührung. Ich war jung und ungestüm. Nachdem ich eine ganze Nacht allein in dem Bauwerk verbracht hatte, kletterte ich in der Morgendämmerung für ein Experiment auch noch auf die Spitze. Mein Vorhaben blieb nicht unbemerkt und brachte mich mit einem alten Grabräuber zusammen.

Durch den Hinweis des Grabräubers machte ich in der Pyramide eine unglaubliche Entdeckung.

Die Erlebnisse von damals haben mich nie mehr losgelassen, und so mache ich der Pyramide seit nunmehr 30 Jahren regelmäßig meine Aufwartung. Dabei gehe ich bis heute auch der Frage nach, ob es in dem Monument noch unentdeckte geheime Kammern gibt.

Original-Eingang

Touristen betreten die Pyramide durch einen Stollen, der laut Geschichtsschreibung um 832 nach Chr. von dem Kalifen und Grabräuber Al-Ma’mun aus dem Bauwerk geschlagen wurde, weil er den Original-Eingang angeblich nicht finden konnte. Ich hatte mehrfach die Gelegenheit, den ursprünglichen Eingang genauer zu erkunden.

Er befindet sich 7 Meter oberhalb des Grabräuber-Stollens. Vom Gizeh-Plateau aus sieht man davon aber nur die mächtige Giebeldachkonstruktion. Schon bei meiner ersten Inspektion beschlich mich das Gefühl: Hier stimmt doch etwas nicht!

Offizielle Lehrmeinung

Das Grabmal von Cheops: Ein weltweit einzigartiges Monument mit einer höchst beindruckenden Innenarchitektur. Erbaut mit primitivsten Mitteln um 4500 vor Chr. Nicht einmal das Rad sollen die alten Ägypter gekannt haben. Um seine letzte Ruhestätte wirksam gegen Plünderer zu schützen, scheute der Superpharao keinen Aufwand.

Niemand sollte erahnen und schon gar nicht erkennen können, wo in dem gigantischen Bauwerk er bestattet worden sei. Also ließ Cheops die Grabkammer versiegeln, die hinführenden Korridore und Gänge mit tonnenschweren Granitblöcken versperren, den Eingang zu den Korridoren zumauern und die Außenmauer des Bauwerks mit polierten Fassadensteinen verkleiden. Ein gigantischer Aufwand, der Unsummen verschlungen haben musste (Die „vierte Gizeh-Pyramide“ in Abu Roasch – ist sie vor 12.000 Jahren explodiert? (Videos)).

Bautechnische Widersprüche

Die offizielle Lehrmeinung steht teilweise jedoch in krassem Widerspruch zur tatsächlichen Situation.

Widerspruch 1: An der Nordseite wurde ein gewaltiger, von weitem sichtbarer Eingangsbereich geschaffen, obwohl er zum Schutz vor Grabräubern eigentlich geheim bleiben und damit möglichst unauffällig hätte sein müssen.

Widerspruch 2: Die über dem geradezu winzigen Zugang zur Felsenkammer errichtete, tausende Tonnen schwere Giebeldach-Konstruktion, macht aus statischen Gründen keinerlei Sinn. Vor allem auch deshalb nicht, weil sich das Giebeldach quasi an der Außenwand der Pyramide befindet.

Widerspruch 3: Auch die drei tonnenschweren Steinquader über dem Zugang zur Felsenkammer ergeben bautechnisch keinen Sinn.

Alternativen

Die Pyramide ist deutlich älter als angenommen. Sie wurde von einer untergegangenen Hochkultur errichtet oder die alten Götter (Extraterrestrische Besucher) überbrachten den Steinzeitmenschen das Wissen (Mathematik, Physik, Mechanik, Astronomie) zum Bau solcher Monumente.

Die Pyramide war kein Grabmal, sondern eine Art Wissenstresor für die damalige Elite und ein weitherum sichtbares Zeichen ihrer Macht. Erst spätere Generationen von Königen wie Cheops, bauten die Pyramide womöglich zu dem Grabmal um, für das sie heute offiziell gehalten wird.

Verborgener Eingang zur Geheimkammer

Nach einigem Kopfzerbrechen entwickelte Spörri folgende These: Ursprünglich führte eine breite Treppe 20 Meter empor zu einer prunkvollen Halle mit einem mächtigen Giebeldach und zwei übereinanderliegende Eingängen. Der untere Eingang (heute mit einer Metalltür gesichert) führt zur Felsenkammer sowie über eine Abzweigung zur sog. Königinnenkammer, zur großen Galerie sowie zur sog. Königskammer.

Der obere Eingang (heute von drei Steinquadern blockiert) führt zu bislang ungeöffneten Räumlichkeiten. Seine These erklärt auch die frühe Legendenbildung um mögliche Geheimkammern und verborgene Schätze in der Pyramide.

Geheimkammer tatsächlich existent

Wie die Messungen mehrerer Forschergruppen belegen, muss es noch mindestens eine große Kammer in der Pyramide geben. Weshalb die Wissenschaftler von ScanPyramids zwei separate Hohlräume gemessen haben, lässt sich einfach erklären: Der Korridor zwischen Eingang und Geheimkammer wurde mit Blockersteinen gefüllt.

Doch wie gelangt man in diese Kammer, wenn nicht gebohrt werden darf? Mit einem Schwerlastkran könnten zuerst die drei Steinquader entfernt werden, ohne dass die Pyramidenstruktur dabei beschädigt würde. Hinterher könnte der Kran die Blockiersteine im Korridor einen nach dem anderen herausziehen. Dazu bräuchte es nur ein paar Schwerlastdübel und Seile.

Was die Geheimkammer enthält

Jeder Ägyptologe dieser Welt wünscht sich die Entdeckung von Cheops unversehrtem Grab. Eine Kammer voller Schätze wie bei Tutanchamun. Aber wehe, die alten Legenden bewahrheiten sich und es kommen Dinge zum Vorschein, die unser Weltbild radikal auf den Kopf stellen.
Ich befürchte – und dafür spricht die bisherige Praxis von Zahi Hawass und den Behörden – das letzte Geheimnis um die Große Pyramide wird nie oder nur im Geheimen gelüftet.

Bei der Öffnung der Geheimkammer werden garantiert weder ausländische Forscher noch die Presse zugegen sein. Denn wie sagt ein altes arabisches Sprichwort: Die Pyramiden fürchten nicht die Zeit, aber die Zeit die Pyramiden.

Literatur:

Wissen in Stein – Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas

Ancient Aliens Seasons 1-6

Das Geheimnis der Pyramiden

DIE PYRAMIDEN VON BOSNIEN. Mitten in Europa stehen die größten Pyramiden der Welt

Quellen: PublicDomain/visuprojekt-institut.de/z-productions.com am 29.09.2019

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