Die Märchen der Mainstream-Medien

Der deutsche Mainstream-Journalismus steckt nicht erst seit dem Spiegel-Skandal in einer tiefen Krise. Bei den jahrelangen Fälschungen des „Kollegen“ Claas Relotius ging es meist um Reportagen über Flüchtlinge, um deren Schicksal in ihrer Heimat und ihr Leben in Deutschland.

Und die Flüchtlingspolitik des US-Präsidenten Donald Trump stand am Pranger. Relotius lieferte den gewünschten Lesestoff, exzellent formuliert, moralisch aufgeladen und scheinbar sorgfältig recherchiert, für den linksliberalen Mainstream.

Der hat seine Texte aufgesogen, ihn gefeiert und die „Edelfeder“ mit den längst inflationär und damit belanglos gewordenen Journalistenpreisen überhäuft.

Alles paßte so schön ins politische Weltbild. Der redliche Flüchtling, geschunden in seiner Heimat, angekommen in einer fremdenfeindlichen Welt, deren Alltag bestimmt wird von Rassisten und Rechtspopulisten.

Und weil bekanntlich die Demokratie auf dem Spiel steht, in Deutschland, in den USA sowieso, propagieren Spiegel & Co seit einiger Zeit eine neue Form des Journalismus, den sogenannten Haltungsjournalismus.

Selbstreferentielle Journalistenblase

Die Trennung von Nachricht und Meinung war gestern, in Zeiten von AfD und rechten Hetzern solle das Grundverständnis von gutem Journalismus überdacht werden, heißt es. „Neutral berichten, geht das noch“, fragen etwa die „Neuen deutschen Medienmacher“, eine obskure Journalistenvereinigung, die sich auf die Willkommenskultur beruft und vom Bundeskanzleramt in diesem Jahr mit rund einer halben Million Euro unterstützt wird.

Ein weiterer Skandal. Diese staatliche Einflußnahme auf die „vierte Gewalt“ überrascht nicht, hat doch die Bundesregierung gerade erst dem UN-Migrationspakt zugestimmt. Darin wird Journalisten eine positive Sicht der Einwanderung nahegelegt, Kritikern hingegen verbal die rote Karte gezeigt. „Betreute Berichterstattung“ ist der Weg, die Einheitsmeinung das Ziel.

In diesem klebrigen Umfeld von manipulativer Informationsvermittlung und selbstreferentieller Journalistenblase sind die Fälschungen des Relotius erst möglich geworden. Er selbst hat den Druck eingeräumt, unter dem er gestanden hat (Fake News-Produzenten Springer, Burda, Funke & Co erklären sich selbst zur “Wahrheitspresse”).

Betrogen ist der Leser

Die Spiegel-Chefredaktion hat der Skandal hart getroffen, dessen Ausmaß noch nicht bekannt ist. Die Glaubwürdigkeit des Nachrichtenmagazins ist angekratzt. Wer nun gehofft hatte, die Redaktionsspitze würde sich selbstkritisch rückbesinnen auf die bewährten Grundsätze des objektiven Journalismus, wird enttäuscht.

Larmoyant, voller Selbstmitleid beklagt sie den „stechenden Schmerz“, des Skandals, der sich anfühle „wie ein Trauerfall in der Familie“.

Trotz aller Wut über den Fälscher gilt für die betrogenen Blattmacher: „Er hat auch unser Mitgefühl.“ Da inszeniert sich die Chefredaktion eines Leitmediums als Opfer eines Betrugs. Betrogen ist aber der Leser, was in den Hintergrund treten soll. Ein Ablenkungsmanöver. Eine Strategie, die in Zeiten von Fake-News scheitern wird. Sicher, jeder, auch ein Medium, kann von Betrügern geschädigt werden.

Und die Zahl der journalistischen Gentlemen ist in den vergangenen Jahrzehnten jedenfalls nicht gestiegen. Häme ist unangebracht. Und festzuhalten bleibt, daß der Spiegel mitunter auch gegen den Strich bürstet, die journalistischen Fesseln der Politischen Korrektheit abstreift.

Es kommt aber darauf an, wie das Magazin mit dem Skandal umgeht. Selbstmitleid und Opferrolle sind peinlich, Rückbesinnung auf den traditionellen Journalismus wären dagegen gefragt.

Wenn der Märchenonkel eine Geschichte erzählt

Die Mainstream-Medien sind voller Märchenonkel, die den Lesern und Zuhörern Geschichten verkaufen. Der jüngste Skandal beim Spiegel ist vermutlich nur die Spitze des Eisberges. Zu hinterfragen sind besonders die Stimmungs-Reportagen, die voller Anekdoten sind.

Abends kommt der Märchenonkel. Er liest den Kindern eine Geschichte vor. In der Deutschen Demokratischen Republik hieß der Märchenonkel Karl-Eduard von Schnitzler. Seine Märchenstunde hieß »Der Schwarze Kanal«. Sie kam jeden Montagabend nach dem Spielfilm. Die »Kinder« waren die DDR-Bürger. Sie mussten von 1960 bis 1989 die Märchen über sich ergehen lassen. Die meisten schalteten den Fernseher schnell ab, bevor »Sudel-Ede« den Mund aufmachen konnte.

Der Liedermacher Wolf Biermann sang über Schnitzler: »Hey, Schnitzler, du elender Sudel-Ede / Sogar wenn du sagst, die Erde ist rund / Dann weiß jedes Kind: Unsre Erde ist eckig / Du bist ein gekaufter verkommener Hund«.

Weil die Bürger der ehemaligen DDR vier Jahrzehnte mit Propaganda zugetextet wurden, sind sie auch den heutigen Medien gegenüber skeptisch. Die »Wessis« sind naiver. Sie glauben mehrheitlich noch dem Märchenonkel von der »Tagesschau«. Und viele schauen gerne in den Spiegel.

Die Mainstream-Medien nehmen die Leser nicht ernst

Der jüngste Skandal um den Märchen-Onkel vom SPIEGEL, Claas Relotius, der einige seiner Reportagen zu bunten Phantasie-Geschichten ausmalte, zeigt, wie wenig ernst die Mainstream-Medien die Bürger nehmen.

Die Bürger werden einerseits als Konsumenten behandelt, denen man einen gut klingende Geschichte verkaufen möchte, damit die Auflage stimmt, andererseits wie Kinder, die man erziehen muss und denen man erklären muss, was gut und was böse ist.

Der SPIEGEL-Autor Relotius war für seine Reportagen ausgezeichnet worden. Er hatte also geliefert, was man hören wollte. Er war somit systemkonform. Wie Sudel-Ede.

Auch andere Medien könnten betroffen sein, denn Relotius hat auch Reportagen für »Cicero«, in der »Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag«, der »Financial Times Deutschland«, der »taz«, der »Welt«, im »SZ-Magazin«, in der »Weltwoche«, auf »ZEIT online« und in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« verfasst.

Wenn vermutlich auch andere Medien betroffen sind: Ist es dann nicht möglich, dass nicht nur Claas Relotius, sondern auch einige andere Autoren ihre bunten Anekdoten abgeliefert haben?

Besonders betroffen: die Stimmungsreportage

Eine Gruppe von Artikeln scheint besonders betroffen zu sein: Es sind die sogenannten Stimmungsreportagen.

Was sind Stimmungsreportagen?

Wenn beispielsweise Reporter bei einer Veranstaltung einer Partei oder einer Demonstration oder einer politischen Diskussion anwesend sind, wird nicht über die Reden und Diskussionen der Veranstaltung berichtet, sondern ein »Stimmungsbild« gemalt.

Da wird beispielsweise ein Milieu-Bild gezeichnet, werden Zitate aus der Luft gegriffen und die Anwesenden in den unmöglichsten Momenten und Posen fotografiert. Der Artikel wird dann mit allerlei stimmungsvollen Attributen und Adjektiven garniert. Schon stimmt das Sittengemälde.

Auch über Trump wird stets stimmungsvoll berichtet. Es wird immer das Licht aus einer bestimmten Richtung in Szene gesetzt. Auch hierzu gehört anekdotische Berichterstattung, um den US-Präsidenten alle Sympathien zu nehmen (Trump, Orban, Salvini – alles »böse Populisten«? Wie die Mainstream-Medien die öffentliche Debatte blockieren).

Genau solche Reportagen sind es, die voller Anekdoten sind, deren Echtheit man zumindest hinterfragen sollte (Die deutschen Medien im Griff dieser drei Familien).

Fazit

Jetzt im Nachlauf und der Aufarbeitung dieses Skandals legt die deutsche Mainstream-Journaille eine Verlogenheit an den Tag, die ihresgleichen sucht.

Seien es die Printmedien oder der per Zwangsabgabe finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Vorwürfe der Lügenpresse, Lückenpresse oder Pinocchio-Presse erhalten so eine späte Bestätigung. Die gesamte Berichterstattung der letzten Jahre erscheint nun in einem ganz anderen Licht.

Denn anders, als es Spiegel und Konsorten gerade zu verkaufen versuchen, ist Relotius eben kein Einzelfall; er steht exemplarisch für das gesamte System.

Literatur:

Propaganda als Machtinstrument: Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung

Bewußtseins- und Gedankenkontrolle

Die Macht um acht: Der Faktor Tagesschau (Neue Kleine Bibliothek)

Die Gefallsüchtigen: Gegen Konformismus in den Medien und Populismus in der Politik

Quellen: PublicDomain/freiewelt.net am 22.12.2018

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