Lawrow zu geplanten Ukraine-Gesprächen: Ein Gipfel zur Besänftigung der Länder des Globalen Südens

Der russische Spitzendiplomat warnte am Donnerstag, dass künftige Verhandlungen zur Beendigung der Kämpfe in der Ukraine nur dann erfolgreich sein könnten, wenn sie Moskaus Interessen berücksichtigen. Er wies eine geplante Runde von Friedensgesprächen in der Schweiz als ein westliches Komplott zurück, um breitere internationale Unterstützung für Kiew zu gewinnen.

Außenminister Sergei Lawrow warf den westlichen Verbündeten der Ukraine vor, derzeit einen massiven diplomatischen Schlagabtausch zu führen, um so viele Länder des globalen Südens wie möglich zur Teilnahme an einem Treffen in der Schweiz zu bewegen, bei dem ein möglicher Friedensplan erörtert werden soll.

Nach einem Treffen mit rund 70 ausländischen Botschaftern in Moskau erklärte Lawrow vor Reportern, der Westen versuche, die Teilnahme an der geplanten Verhandlungsrunde in der Schweiz weltweit zu fördern, um die Konferenz als Zeichen einer überwältigenden weltweiten Unterstützung für die Ukraine darzustellen.

Die Teilnehmer könnten dabei nur über bestimmte Aspekte des Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij diskutieren, etwa über die globale Lebensmittelsicherheit, erklärte Lawrow. Der russische Außenminister kritisierte vor diesem Hintergrund die geplanten Gespräche über eine Beendigung der Kämpfe in der Ukraine als westlichen Schachzug. Er betonte, dass jegliche Friedensgespräche eine "nutzlose Zeitverschwendung" seien, wenn sie die Interessen Moskaus nicht berücksichtigten.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, er habe im Februar 2022 Truppen in die Ukraine entsandt, um die russischen Interessen zu schützen und zu verhindern, dass die Ukraine durch einen NATO-Beitritt eine größere Sicherheitsbedrohung für Russland darstellt. Kiew und seine Verbündeten haben ihrerseits die russische Militäraktion als "unprovozierten Akt der Aggression" verurteilt.

Lawrow bekräftigte Moskaus Ablehnung der Friedensformel von Selenskij, die von Russland den Rückzug seiner Truppen und Entschädigungszahlungen an die Ukraine verlangt. Er erklärte, dass ein mögliches Friedensabkommen die Sicherheitsinteressen Russlands respektieren und die "neuen Realitäten" anerkennen müsse.

Mehr zum Thema - Medwedew: Keine NATO-Soldaten gefangen nehmen

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