Israel: Kein Zutritt zu Synagogen oder Veranstaltungen mit über 100 Menschen für Ungeimpfte

Israelis, die die Impfung gegen das Coronavirus verweigern, wird bald der Zutritt zu allen öffentlichen Veranstaltungsorten im Innen- oder Außenbereich mit 100 und mehr Personen, einschließlich Synagogen, verwehrt. Dies kündigte Premierminister Naftali Bennett am Donnerstag an.

Diejenigen, die sich weigerten, sich impfen zu lassen, "untergraben die Bemühungen von uns allen", so der israelische Premierminister. Wenn jeder den Impfstoff erhalte, könne das Leben zur Normalität zurückkehren. Doch wenn eine Million Menschen sich weigerten, müssten die anderen acht Millionen Lockdowns ertragen, betonte Bennett und fügte hinzu: 

"Die Impfstoffverweigerer gefährden ihre Gesundheit, ihre Umgebung und alle israelischen Bürger."

Der 49-Jährige erklärte in einer Ansprache an die Bevölkerung im Zuge steigender Corona-Fälle weiter:

"Es gibt einen Zeitpunkt, an dem diese Diskussion aufhören muss. Die Wissenschaft ist klar: Die Impfstoffe funktionieren, sie sind wirksam und sicher."

Bennett kündigte an, dass ab dem 8. August jeder, der die Impfung verweigere, nicht mehr an Veranstaltungsorten mit "über 100 Personen, sowohl drinnen als auch draußen", zugelassen werde. Die Regel soll unter anderem bei Theatern, Sportveranstaltungen und Gotteshäusern gelten. Um Zutritt zu erhalten, müssen die Personen nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Der Corona-Test muss künftig auf eigene Kosten übernommen werden. Von der Regel ausgeschlossen sind Kinder unter zwölf Jahren.

Das israelische Corona-Kabinett beschloss zudem neue Beschränkungen für Flugreisende. So müssen Geimpfte bei der Einreise nach Israel in Quarantäne, bis sie ein negatives Testergebnis haben. Nicht geimpfte Reisende müssen für eine Woche in Quarantäne.

Wegen der steigenden Zahl neuer positiver Corona-Befunde wurde die im Juni aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen inzwischen wieder eingeführt. Der sogenannte Grüne Pass, der zum Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests benutzt wird, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Corona-Zahlen wurden die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben. Nun soll der Pass wieder zum Einsatz kommen.

In Israel wird der mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer verwendet. Bisher haben etwa 57 Prozent der Gesamtbevölkerung beide Dosen verabreicht bekommen und gelten damit als vollständig immunisiert.

Das Gesundheitsministerium in Tel Aviv erklärte allerdings, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs bei der Verhinderung von Infektionen und leichten Symptomen auf nur 40 Prozent gesunken sei, basierend auf Daten, die im vergangenen Monat gesammelt wurden, als sich die Delta-Variante des SARS-CoV-2-Erregers immer mehr ausbreitete.

Einige Gesundheitsexperten, die das Ministerium beraten, warnten davor, dass die Daten zu sehr "verzerrt" sein könnten, da die Tests in Brennpunkten und unter älteren statt unter jungen und geimpften Menschen durchgeführt worden seien.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten und schweren Symptomen liege bei 88 Prozent beziehungsweise bei 91 Prozent, so das Ministerium weiter. Vor zwei Wochen hatte die Behörde die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen symptomatische Erkrankungen mit 64 Prozent und gegen schwere Erkrankungen mit 93 Prozent angegeben, berichtet die Tageszeitung Haaretz.

Mehr zum Thema - Dritte Dosis "wahrscheinlich notwendig" – Pfizer/BioNTech und die Aussicht auf die dritte Impfung

benji Karaffe Alladin Gold + 2_Becher Gold

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