Israel droht erneut Iran: IDF beschleunigen operative Pläne gegen Teheran

Israels Militär beschleunige seine operativen Pläne gegen Iran aufgrund der Fortschritte im Atomprogramm des Landes, drohte erneut der Generalstabschef der israelischen Armee. Generalleutnant Aviv Kochavi warnte, der jüngste Fortschritt des iranischen Atomprogramms habe die IDF dazu veranlasst, ihre operativen Pläne gegen Iran voranzutreiben. Das kürzlich genehmigte Verteidigungsbudget sei auch dafür vorgesehen, berichtet JPost.

Kochavis Kommentar folgte nach der Abreise des israelischen Premierministers Naftali Bennett am Dienstag in Richtung Washington, wo er sich am Donnerstag mit dem US-Präsidenten Joe Biden treffen will. Es wird erwartet, dass Bennett bei seinem ersten Besuch bei Biden im Weißen Haus dazu bewegen will, seinen Ansatz gegenüber Iran zu verhärten und die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans (JCPOA) von 2015 einzustellen.

Israels oberster Militär Kochavi hat Washington in den letzten Monaten bereits mehrmals besucht und sich mit hochrangigen US-amerikanischen Beamten getroffen, darunter auch mit dem US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan.

Der israelischen Regierung ist durchaus bewusst, dass die internationale Gemeinschaft kein Interesse an einem Krieg mit Iran hat, insbesondere seit dem raschen US-Abzug aus Afghanistan. Nun versucht Bennett, in Washington, D.C. eine mutmaßliche "Bedrohung" durch das iranische Atomprogramm wieder in die Schlagzeilen zu bringen. Premierminister Bennett versprach bereits im Vorfeld seines ersten Treffens mit US-Präsident Biden, er werde sich den Versuchen unter US-amerikanischer Führung widersetzen, den Atomdeal mit Iran wiederzubeleben.

Einige hochrangige israelische Sicherheitsbeamte und Reservisten forderten in einem offenen Brief ihren Premierminister Bennett am Mittwoch nochmals auf, die Biden-Regierung dazu zu drängen, ihre Positionen gegenüber dem Atomabkommen mit Iran zu überdenken, berichtet Israel National News

Eine Gruppe von etwa 2.400 hochrangigen Offizieren, Kommandanten, pensionierten Soldaten und Reservisten forderten Bennett außerdem auf, Israels Abhängigkeit von der US-amerikanischen Hegemonie nach dem Afghanistan-Desaster zu überdenken. "In den letzten Wochen hat sich die geopolitische Landkarte des Nahen Ostens erheblich verändert, mit weitreichenden Auswirkungen und langfristigen Folgen für Israel", heißt es in dem Brief.

"Diese Welt existiert nicht mehr, und die Rolle der USA im Nahen Osten ist nicht mehr die, die sie einmal war. Die USA behaupten nicht mehr die Hegemonie von vor 30 Jahren, Russland und Iran dominieren die Region."

Bennett traf sich bei seinem ersten Staatsbesuch in den USA seit seinem Amtsantritt am Mittwoch bereits mit dem US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem US-Außenminister Antony Blinken. Bennett sprach sich gegen die Möglichkeit eines neuen Atomabkommens zwischen Iran und den Weltmächten aus und sagte, dass jedes Abkommen auch die regionale "Aggression" Irans eindämmen müsse, berichtet AP. In den letzten Monaten gab es eine Reihe von Angriffen auf israelische Schiffe, von denen Israel behauptet, dass Iran in diese Angriffe involviert wäre. 

Israelische Beamte sind besorgt, dass die USA all ihre Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 gesetzt haben und keine echte Alternative präsentieren können, sollte Iran eine Rückkehr zu Atomdeal von 2015 ablehnen, wie es ihnen nun als wahrscheinlich erscheine. Die nicht namentlich genannten Quellen sagten Haaretz, Washington wolle Teheran nicht offen militärisch bedrohen – ein Schritt, von dem israelische Beamte glauben, er könne den positiven Effekt haben, die iranische Regierung einzuschüchtern und das Atomprogramm des Landes zu bremsen.

Mehr zum Thema - Konflikt eskaliert erneut: Israel fliegt Luftangriffe auf den Gazastreifen

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