Homeland Security warnte früh vor gewalttätigem Extremismus durch Corona-Lockdown

In vielen Ländern wurden Millionen von Menschen von ihren Regierungen in die eigenen vier Wände verbannt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Mit fortlaufender Dauer warnten aber auch in Deutschland Psychologen vor den Folgen der Isolation, insbesondere für Kinder und Personen, die ohne familiären Rückhalt durch diese schwierige Zeit mussten. Andererseits verzeichneten die Behörden einen markanten Anstieg an Gewalt innerhalb der Familien, wo Frust und Existenzängste ein unheilvolles Klima in den meist beengten Wohnverhältnissen sorgten.

Von diesen Erfahrungen blieben natürlich auch die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht verschont. Dort gesellte sich aber noch ein weiteres Problem dazu, das wir in Europa in dieser Form nicht kennen: Waffen. Massenweise an Waffen. Von kleinkalibrigen Pistolen bis zu Hochleistungsgewehren, mit denen man einen Kleinkrieg beginnen könnte.

Bereits am 7. April warnte die Homeland Security (DHS) in einem internen Memo davor, dass die Ausgangsbeschränkungen einen negativen Effekt auf Teile der Bevölkerung haben könnten. Je länger sie andauern, desto größer wird das Konfliktpotenzial von Personen, die auch ohne gesellschaftliche Isolation zu Gewalttaten neigen. Zu den Risikofaktoren gehören soziale Entfremdung durch Leben in Einsamkeit und finanzielle Probleme. Werden diese Menschen dann auch noch über eine längere Zeit in ihren Wohnungen eingesperrt, steige die Gefahr, dass sie sich im Internet radikalisieren und Verschwörungstheorien aufsitzen, heißt es in dem Memo, das dem Portal Defense One vorliegt. 

Mit diesem Dokument wollten die Autoren Behörden auf die Folgen und Risiken aufmerksam machen, die aufgrund der "Stay At Home"-Vorschriften zu erwarten seien. Werden diese erst einmal gelockert, könnte es vermehrt zu Anschlägen mit vielen Toten kommen, wenn der aufgestaute Frust über dieses Ventil abgebaut wird. Man bezog sich dabei auf Studien wie jene des Justizministeriums aus dem Jahr 2018, mit der untersucht wurde, was Attentäter in den USA zu ihren Handlungen bewegte. 

Die Mindestabstandsregelung und Ausgangsbeschränkungen der Behörden, die eigentlich zum Schutz der Bevölkerung vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Erreger dienen sollte, könnte aber zu einer Reduktion des sozialen Zusammenhalts führen, schreiben die Autoren weiter. Die sozialen Medien füllten dann "oftmals die Leere von Personen, die sich sozial isoliert fühlen und die sozialen Medien können dann gewalttätige extremistische Nachrichten verstärken".    

In einem weiteren Memo vom 23. April warnte DHS bereits davor, dass die Behörden bereits Festnahmen von Personen durchgeführt haben, die aufgrund der Corona-Vorschriften Terroranschläge auf Regierungsziele geplant oder damit gedroht haben.

Mehr zum Thema - Umfrage: 27 Prozent der Deutschen glauben, dass es bei Anti-Corona-Maßnahmen "um was Anderes geht"

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