Gesundheit: Schilddrüse – Hashimoto Thyreoiditis – erkennen, verstehen und natürlich behandeln

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen und bringt vielen Betroffenen Symptome und Beschwerden. Betroffen ist hier neben der allgemeinen körperlichen Verfassung auch die Schilddrüse, welche entzündet ist.

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist bei Hashimoto sehr wahrscheinlich. Besonders dann, wenn die Krankheit durch anfangs wechselnde oder sehr schwache Symptome erst spät erkannt wird. Wir erklären in diesem Artikel, wie sie eine Hashimoto- Erkrankung erkennen können, was es bei der Diagnose und Behandlung zu beachten gibt und was sie auf natürliche Weiße tun können, um ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen!

Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto Thyreoiditis, häufig mit Hashimoto abgekürzt, ist eine Störung des Immunsystems, welche die Entzündung der Schilddrüse zur Folge hat. Es ist die häufigste Ursache für eine Hypothyreose (mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen).

Das eigene Immunsystem ist hierbei gestört. Es greift das eigene Gewebe der Schilddrüse an und so entstehen Schädigungen. Die Betroffenen leiden demzufolge an einer chronische Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis). Oft geht damit eine Unter- oder (Über)-funktion der Schilddrüse einher. Die Erkrankung tritt in allen Altersgruppen auf. Vermehrt wird sie jedoch bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren diagnostiziert.

An Hashimoto-Thyreoiditis leiden vor allem Frauen (Verhältnis Frauen: Männer 9:1). Andere Quellen sprechen von einem Geschlechterverhältnis von 7: 1.1 Weltweit wird die Inzidenz, also die Häufigkeit von insbesondere neu auftretenden Krankheitsfällen, auf 0,3 bis 1,5 Fälle pro 1000 Menschen innerhalb eines Jahres geschätzt!

Der japanische Pathologe Hikaru Hashimoto (1881-1934) hat die Krankheit erstmals 1912 beschrieben, nach ihm ist Erkrankung benannt. Unterschieden wird in die häufigste auftretende, schwächer, chronisch verlaufenden Form (atrophisch) und die akute Verlaufsform (diffuse Struma). Eine gesonderte Form ist die „postpartale Thyreoiditis“ sie tritt im ersten Jahr nach einer Schwangerschaft auf.

Hashimoto Symptome

Die Symptome einer Hashimoto-Erkrankung können sehr unterschiedlich und auch wechselnd sein! Die Erkrankung verläuft meist asymptomatisch und bleibt daher in vielen Fällen lange unbemerkt.

Besonders zu Beginn einer Symptomatik durch Hashimoto nehmen die Betroffen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion wahr. Herzrasen, Nervosität und Unruhe sind hier einige Beispiele, auch Schluckbeschwerden und schmerzhafte Schwellungen im Halsbereich sind typisch. Begründet wird dies dadurch, dass zu Anfang der Erkrankung Schilddrüsenhormone durch Zellabbau und Gewebezerstörung frei werden und diese hier dennoch wirken. Je nach Stadium der Krankheit können die Betroffenen also unterschiedliche Symptome wahrnehmen!

Bei einer Hyperthyreose (also zu viele Schilddrüsenhormone) gehen die Symptome in Richtung Unruhe, Nervosität, Gewichtsverlust, Herzklopfen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit. Bei einer Hypothyreose dagegen, was bei einer fortgeschrittenen Hashimoto-Erkrankung typisch ist, klagen Betroffenen vermehrt über Ermüdung, Depressionen, Gewichtszunahme, Niedergeschlagenheit, etc. Wichtig zu wissen ist aber, dass nicht alle Betroffene unter gesundheitlichen Einschränkungen und Symptomen leiden. Von den geschätzten 10 %, sollen nur rund 1 % tatsächlich spürbare Probleme haben!(Gesundheit: Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse)

Wir haben für sie eine Übersicht an möglichen Symptomen bei Hashimoto-Thyreoiditis erstellt:

  • Vergrößerte Schilddrüse (auch mit noch normaler Funktion)
  • Gewichtszunahme oder Verlust
  • Depressivität
  • Müdigkeit/Erschöpfung
  • Kälteempfindlichkeit
  • Hitzeempfindlichkeit
  • kühle, trockene Haut
  • trockenes Haar bis hin zum Haarausfall
  • brüchige/weiche Nägel
  • verlangsamter Herzschlag
  • Nervosität,
  • Reizbarkeit,
  • Zittern der Hände
  • Schwitzen
  • Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen
  • Heißhunger, Durst
  • Geschwollenes Gesicht
  • abgeschwächte Reflexe
  • Angst
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Häufiger Stuhlgang

Symptome sind also sehr gegensätzlich, deshalb schwer zu erkennen und einzuordnen. Dokumentieren sie deshalb ihre Symptome um eine Übersicht zu gewinnen.

Unterschiede Basedow-Krankheit und der Hashimoto Thyreoiditis

Wenn wir an Schilddrüse und Autoimmunerkrankung denken und darüber recherchieren, begegnet man auch dem Begriff Basedow und der Basedow-Krankheit.

Morbus Basedow und Hashimoto unterscheiden sich deutlich. Der wichtigste Unterschied ist, dass Basedow die häufigste Ursache für eine Hyperthyreose ist. Während Hashimoto Thyreoiditis meist eine Schilddrüsenunterfunktion bedeutet.

Basedow Krankheit und Hashimoto sind beides Autoimmunerkrankungen bei der die Schilddrüse stark betroffen ist. Besonders in der Symptomatik unterscheiden sich beide!

Hashimoto diagnostizieren

Was sagen die Blutwerte bei Hashimoto?

Gerade wegen der wechselnden Symptomatik, ist es nicht einfach Hashimoto sicher zu erkennen. Bei Verdacht sollte deshalb eine ausführliche Anamese stattfinden. Unverzichtbar ist es auch, die Schilddrüsenfunktion zu bestimmen. Dies wird mit einem Laborparameter ermittelt.

Typische Laborparameter, welche bei Verdacht bestimmt werden sollten sind:

  • TSH,
  • fT3 und fT4 (fT3 wird im Körper zu fT4 umgewandelt),
  • TPO-AK,
  • TG-AK
  • TSH-Rezeptor-AK mit Funktionsessays

„Die Funktion der Schilddrüse kann anhand verschiedener Labor-Parameter zuverlässig beurteilt werden (TSH, freies Triiodthyronin (fT3), freies Tetraiodthyroxin (fT4)). Zur näheren Einordnung ist bei einer Funktionsstörung auch die Bestimmung von Antikörpern gegen Schilddrüsengewebe möglich, die sich bei einer sog. Autoimmunerkrankung der Schilddrüse regelhaft nachweisen lassen.“

Diese Schilddrüsenperoxidase-Antikörper, also Antikörper im Blut, welche bei Hashimoto im Blut nachweisbar sein können, sind die gegen thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) früher: mikrosomale Antikörper-MAK) und gegen Thyreoglobulin (Tg-AK). TPO-AK, können bei ca. 90% der Erkrankten nachgewiesen werden. Sie sind zwar nicht spezifisch, dennoch sind sie typischerweise vorhanden. Die Höhe der Antikörper sagt aber nichts darüber aus, wie es um die Schilddrüsenfunktion steht. Wenn sie also hohe Antikörperwerte haben, muss damit nicht unbedingt eine starke Störung der Schilddrüse in Verbindung stehen.

Der TSH-Wert sollte bei Hashimoto-Patienten regelmäßig gecheckt werden. Er sagt aus inwieweit die Schilddrüsenhormonfunktion gestört ist. So kann eine auftretende Unterfunktion rechtzeitig erkannt werden!

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Ultraschall der Schilddrüse

Eine Sonographie der Schilddrüse sollte bei Verdacht zusätzlich durchgeführt werden. Dies ist wichtig, um an der Gewebestruktur das Ausmaß der Erkrankung festzustellen. Oft wird typischerweise festgestellt, dass die  Schilddrüse insgesamt meist verkleinert ist.

Der beste Weg Hashimoto sicher zu diagnostizieren ist ein Laborparamenter mit allen wichtigen Werten (z.B. TSH, fT3+4), eine Antikörperbestimmung und eine Sonographie der Schilddrüse.

Ursachen Hashimoto

Ursache von Hashimoto ist eine Immunsystemstörung, das Problem liegt also nicht nur bei der Schilddrüse. Im Blut bilden sich Antikörper, also Eiweiße die eine Entzündungsreaktion in der Schilddrüse hervorrufen. Oft ist die Schilddrüsenhormonproduktion gestört. Entstehung und Entwicklung der Hashimoto-Thyreoiditis, mit allen daran beteiligten Faktoren, ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Genetische Vererbungen sind nicht eindeutig bestätigt, ein häufigeres Auftreten in Familien ist aber vorhanden. Menschen die in ihrer Familie Mitglieder mit der Schilddrüsenkrankheit haben, sind also überdurchschnittlich häufig betroffen.

Zudem nehmen Experten an, dass Alter, Geschlecht und Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entwicklung innehaben. Auch wird vermutet, dass chronischer Stress sowie eine zu hohe Jodeinnahme oder Strahlenbelastung mögliche Auslöser sind, bzw. am Auslöseprozess beteiligt sind. Hormone wie Östrogene werden darüber hinaus eine Krankheitsbegünstigung nachgesagt, auch bestimmte Medikamente stehen unter Verdacht das Risiko für das Auftreten von Hashimoto zu erhöhen.

Es gibt also Risikofaktoren, die zu einer Erhöhung des Risikos, an Hashimoto zu erkranken beitragen:

  • Geschlecht: Frauen erkranken viel deutlich öfter an Hashimoto.
  • Alter: Zwar kann die Hashimoto-Erkrankung in jedem Alter auftreten, tritt jedoch zwischen 30 und 50 Jahren am häufigsten auf.
  • Familiäre Neigung: Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn andere in Ihrer Familie an Schilddrüsen- oder anderen Autoimmunerkrankungen erkrankt sind!
  • Autoimmunerkrankungen bereits vorhanden: Eine andere Autoimmunerkrankung wie rheumatoide Arthritis, Typ-1-Diabetes oder Lupus macht es wahrscheinlicher, dass auch Hashimoto auftritt.
  • Strahlungsbelastung: Personen, die vermehrt Umweltstrahlung ausgesetzt sind.

Die Ursachen für eine Entstehung von Hashimoto ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine familiäre Häufigkeit, aber auch Korrelationen zu Alter, Geschlecht, Umweltfaktoren, Stress, andere Autoimmunerkrankungen, Strahlungen, Hormone.

Folgen und Verbindungen bei Hashimoto

Hashimoto steht in häufiger Korrelation zu verschieden Folgen und anderen Krankheiten. Betroffene sollten dies stets im Hinterkopf behalten, frühzeitig vorsorgen und bei Anzeichen den behandelnden Arzt darauf ansprechen!

  • Unterfunktion (Überfunktion) der Schilddrüse
  • Verkleinerung oder (Vergrößerung) der Schilddrüse (Kropf)
  • Herzprobleme durch erhöhter LDL-Cholesterinwert durch unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion11 
  • Myxödem (ödematöse Austreibung der Unterhaut)
  • Hashimoto-Thyreoiditis kann mit einer oder auch mehreren Autoimmunerkrankungen verknüpft sein
  • Weißfleckenerkrankung der Haut (Vitiligo)
  • Vitamin B12-Mangel (Ursache ist eine autoimmune Schädigung einer bestimmten Zellart im Magen)
  • Glutenunverträglichkeit
  • Nebennierenunterfunktion (Morbus Addison)
  • Typ-1-Diabetes
Wer an Hashimoto leidet sollte bedenken, dass hier auch häufig andere Krankheiten und Folgen wie beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion, Weißfleckenerkrankung, Glutenunverträglichkeit und Diabetes vermehrt auftreten!
Hashimoto Schwangerschaft und Kinderwunsch

Besonders bei Kinderwunsch und Schwangerschaft sollten die Schilddrüsenwerte stets im Blick gehalten werden. Unbehandelte Schilddrüsen Unter- und Überfunktionen können das Risiko für Fehlgeburten und Geburtsfehler beim Kind erhöhen. Herz-, Gehirn- und Nierenproblemen bei Säuglingen treten vermehrt auf. Auch auf die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit und Intelligenz des Kindes kann hier beeinflusst werden. Wenn Sie versuchen wollen schwanger zu werden oder bereits frisch schwanger sind, lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte unbedingt überprüfen.

Behalten sie besonders in der Schwangerschaft ihre Schilddrüsenwerte im Blick. Unbehandelte Einschränkungen können zu Problemen in der Schwangerschaft führen!

Behandlung Hashimoto

Schulmedizinisch empfohlene Behandlung 

Hashimoto-Thyreoiditis verläuft meist chronisch. Ziel ist es die fehlende oder verringerte Schilddrüsenhormonfunktion zu ersetzen und die Schilddrüsenwerte zu stabilisieren. Diese Substitution ist aktuell die einzige einheitlich empfohlene Therapie bei Hashimoto- Thyreoiditis.  In manchen Fällen ist eine Behandlung mit Hormonen unverzichtbar! Umso schwerer die Hypothyreose, desto vorsichtiger sollte allerdings mit einer Behandlung begonnen werden. Individuelle Werte der Schilddrüse und weitere Faktoren wie Befinden des Betroffenen und dessen Symptome sollten einbezogen werden, um eine passende Dosierung zu finden. Eine übermäßige Substitution kann auch Schäden hervorrufen und krankhafte Effekte haben. So können Arrhythmien (am häufigsten Vorhofflimmern) und Osteoporose auftreten!

Oft löst die Behandlung mit Hormonen nicht die zugrunde liegenden Ursachen, welche zur Autoimmunreaktionen führen. Medikamente und Hormone sind kein Allheilmittel, können aber sinnvoll und in bestimmten Fällen unverzichtbar sein! L-Thyroxin allein kann dann die Symptome und Beschwerden jedoch häufig nicht lindern oder beheben.

Es kommt nicht selten vor, dass Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis trotz einer guten Schilddrüsenhormoneinstellung über verschiedene körperliche und psychische Symptome und Beschwerden klagen! Auch Experten betonen, dass besonders dann von verschiedenen ganzheitlichen, ergänzenden oder alternativen Behandlungsansätzen profitiert werden kann.

Die Symptome einer Hashimoto Erkrankung werden meist mit einer Substitution (Hormongabe) behandelt. Ziel ist es die Schilddrüsenwerte zu normalisieren. Oft löst diese Maßnahme, auch wenn sich in manchen Fällen unverzichtbar ist, nicht alle Beschwerden. Deshalb sind auch alternative, ergänzende und natürliche Methoden so interessant!

Alternative, ergänzende Behandlungsmethoden bei Hashimoto

Im Folgenden möchten wir ihnen Ansätze vorstellen, wie sie Hashimoto-Thyreoiditis auch natürlich behandeln und so ggf. Symptome mildern können. Leider ist die Studienlage zu alternativen, ergänzenden Methoden bei Hashimoto sehr dünn, weshalb keine gesicherten Aussagen zur Wirksamkeit getroffen werden können, eine fundierte, wissenschaftliche Bewertung ist leider bislang bei vielen Angeboten nicht möglich. Dennoch vermuten Experten großes Potential:

Auch natürliche Ansätze und ergänzende Methoden können helfen, die Symptome bei Hashimoto zu verbessern. Die Studienlage hierzu ist leider noch sehr dünn!

Stress reduzieren und bewältigen

Unser Körper und unsere Psyche sind eng miteinander verbunden. Deshalb ist es so wiechtig auch einen seelischen Ausgleich zu finden, chonischen Stress zu vermeiden und diesen frühzeitig abzubauen. Laut aktuellen Studien können Interventionen zur Stressreduzierung bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen eine positive therapeutische Wirkung haben. Voraussetzung dafür ist, dass Ärzte und Patienten das Potenzial von Stress für Autoimmunerkrankungen erkennen.

Ziel ist es hier zu lernen mit belastenden und fordernden Situationen umzugehen, sein Stressmangement zu optimieren und Achtsamkeit in den Alltag zu bringen! Stress gilt darüber hinaus als mögliche Ursache für Hashimoto, bzw. kann es mitbedingen. Aus diesem Grund sollte dieser Aspekt der Behandlung nicht unterschätzt werden. Tipps wie sie Stress gut bewältigen können finden sie hier:

Stress gilt nicht nur als Mitauslöser von Hashimoto, Stress kann auch im Verlauf schaden. Deshalb ist es so wichtig Stress frühzeitig abzubauen und das eigene Stressmanagement zu optimieren.

Immunsystem stärken

Jeder Mensch hat sein eigenes Immunsystem, das besser oder schlechter arbeitet. Es wird durch verschiedene Umwelt- und Lebensstilfaktoren beeinflusst. Die Funktion und wird beispielsweise beeinflusst durch: 

  • Stress: Kurzfristiger Stress kurbelt unser Immunsystem an. Wird er jedoch chronisch und hält über längere Zeit an, wird es gefährlich. Bestehende Krankheiten heilen langsamer aus, oder verschlimmern sich und wir sind anfälliger für neue Infekte.
  • Suchtmittel: Übermäßiger Alkoholkonsum oder Nikotin lähmen unser Immunsystem. Es ist nicht mehr gut in der Lage gegen Eindringlinge von Außen anzukämpfen. Das Risiko für Entzündungen wird so erhöht.
  • Schlaf: Guter und ausreichenderSchlaf fördert die Abwehrkräfte und unser Immunsystem! Schlafen wir zu wenig, sind wir anfälliger für Infekte, da wichtige Immunzellen in ihrer Funktion reduziert werden.
  • Bewegung: Regelmäßiger Sport steigert unsere Immunaktivität und baut gleichzeitig Stresshormone ab! So wird derjenige, der regelmäßig Sport treibt weniger oft krank, leidet weniger oft an Autoimmunerkrankungen und Entzündungen.
  • Ernährung: So trägt eine gesunde Ernährung dazu bei, dass das Immunsystem optimal arbeitet. Besonders die Vitamine A, C, D, E, B6, B9 und B12, sowie die Spurenelemente Zink, Eisen, Selen und Kupfer sind für eine funktionierende Abwehr essentiell.
  • Soziale Kontakte: Auch diese sind gut für unser Immunsystem. Das Gefühl sozialer Eingebundenheit stärkt unsere Psyche und die körperlichen Abwehrkräfte!

Sprechen Sie auch bei Hashimoto ihren Arzt auf das Thema Immunsystem und dessen Stärkung an. Auch eine Immuntherapie zur Verbesserung der Funktion könnte helfen. Immuntherapien können bei Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs sinnvoll sein, ebenso bei chronisch-entzündlichen Leiden und Autoimmunerkrankungen von Haut, Darm und Gelenken.

Als Autoimmunerkrankung betrifft Hashimoto unseren ganzen Körper. Stärken Sie deshalb ihr Immunsystem mit guter Ernährung, Bewegung, Schlaf, sozialen Kontakten und verzichten sie auf Suchtmittel.
Werte im Blick behalten

Ganz wichtig bei einer Hashimoto Erkrankung ist es, seine Werte regelmäßig zu checken und ggf. eingenommene Medikamentenmengen anzupassen. Finden sie im Laufe der Zeit heraus, welche Dosierung ihre Symptome lindert und behalten sie stets im Hinterkopf, dass sich diese Werte auch ändern können. Regelmäßige Analysen sind daher sehr zu empfehlen, sprechen sie ihren Arzt unbedingt darauf an!

Schilddrüsenwerte ändern sich häufig! Behalten sie deshalb ihre Werte regelmäßig im Blick!

Blutbild analysieren und auf ausreichende Nährstoffzufuhr achten

Die Schilddrüse und ein gesunder Körper setzt voraus, dass sie mit allen wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen ausreichen versorgt sind. Älteren Menschen fehlen häufiger essenzielle Nährstoffe. Das Immunsystem wird zunehmend schwächer, deshalb sollte die Versorgung regelmäßig überprüft werden. Fehlen Elemente wie Jod, Eisen, Selen und Zink kann die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigt sein. Häufig werden auch

  • Proteinmangel,
  • Vitaminmangel (A, C, B6, B5, B1) und
  • Mineralstoffmangel (Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium, Chrom) festgestellt!

Ziel ist es hier sich gesund, nährstoffreich zu ernähren und ggf. zu supplementieren um einen gravierenden Nährstoffmängel auszuschließen oder zu beheben. Es macht daher Sinn sein Blutbild genau zu kennen um so gezielt reagieren zu können.

Damit die Schilddrüse gut arbeiten kann, benötigt sie wichtige Nährstoffe. Fehlen z.B. Eisen, Selen und Jod, kann die Schilddrüsenfunktion dadurch beeinträchtigt werden.

Selen

Mangelzustände bei Selen, Kupfer und Zink können einen ungünstigen Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion haben.

Besonders Selen steht in enger Verbindung mit der Schilddrüse, denn die Schilddrüse ist das Organ mit dem höchsten Selengehalt pro Gramm Gewebe. Personen, die an  Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind,  haben häufig einen unzureichenden Selen-Status. Selen hat Studien zufolge den Vorteil, dass die Antikörpermenge gegen die thyreoidale Peroxidase (TPO) signifikant reduziert, oder sogar normalisiert werden können. Auch verbessert sich potentiell die Ultraschallstruktur der Schilddrüse. 

So soll auch die Lebensqualität durch die labordiagnostisch validierte Supplementierung von Selen verbessert werden. Aktuelle Forschungen beschäftigen sich in diesem Zusammenhang aktuell auch damit, ob durch eine Selengabe zu Beginn der Erkrankung ,eine Heilung erzielt bzw. der Funktionsverlust der Schilddrüse verhindert werden kann!

Selen ist wichtig für unsere Schilddrüse. Hashimotopatienten leiden häufig an Selenmangel.
Eisen

Ein Eisenmangel bei Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion ist nicht selten! Die Bildung von Schilddrüsenhormonen ist unter anderem von Eisen abhängig, eine Unterversorgung kann Symptome verstärken.

Eisen hat ebenfalls eine große Bedeutung für unser Schilddrüse, da es bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt wird!

Thiamin

Eine kleine Beobachtungsstudie 25  zeigt, dass Thiamin potenziell bei Symptomen  von Hashimoto helfen kann. Die drei Patienten erhielten Thiamin Dosen von oral (600 mg / Tag) oder injiziert (100 mg / ml) alle vier Tage. Innerhalb weniger Stunden oder Tage konnte eine teilweise oder vollständige Rückbildung der Müdigkeit beobachtet werden. Leider ist die Studienteilnehmerzahl zu klein um dies gesichert zu übertragen. Weitere Studien in diesem Bereich wären sinnvoll und wünschenswert!

Thiamin soll ersten Studien zufolge das Potential besitzen Müdigkeit von Hashimoto Patienten zu reduzieren!
Jod

Ohne Jod können Schilddrüsenhormone nicht produziert werden. Es hat die Funktion Stoffwechselprozesse zu regulieren und das Körper- und Organwachstum anzuregen. Eine zu hohe Jodzufuhr steht im Verdacht bei der Entstehung von Hashimoto-Thyreoiditis Einfluss zu nehmen. Es kann möglicherweise auch nachteilig für den Krankheitsverlauf sein!

Deshalb ist bei Jod Vorsicht geboten! Die Experten des deutschen Schilddrüsenzentrums empfehlen Hashimoto-Patienten (ggf. Ausnahme ist eine Schwangerschaft) auf eine zusätzliche alimentäre Jodzufuhr verzichten. Keinesfalls sollte Jod in Tablettenform aufgenommen werden auch in der Nahrung sollte es verstärkt gemieden werden!

Ohne Jod keine Schilddrüsenhormone. Eine zu hohe Jodzufuhr bringt aber ebenfalls Gefahren mit sich. Experten warnen deshalb vor einer zusätzlichen alimentären Jodzufur bei Hashimoto!

Ernährung Hashimoto und Hashimoto Diät?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in Verbindung mit körperlicher Aktivität für die Verbesserung der Lebensqualität von großer Bedeutung! Generell gibt es keine spezielle Hashimoto-Diät. Wichtiger ist es sich antientzündlich, abwechslungsreich und nährstoffreich zu ernähren. Besonders Antioxidantien pflanzlichen Ursprungs wie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe sind zu empfehlen. Essen sie also oft frisches Gemüse (Karotten, Salate…) und fructosearmes Obst (z.B. Beeren) aber auch Nüsse und hochwertige Pflanzenöle. Denn auch Entzündungen können durch gesunde Fettsäuren gesenkt werden.

Eine Studie des Ohio State University College of Medicine weist darauf hin, dass mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren Entzündungen reduzieren und somit weitreichende gesundheitliche Vorteile, bei verschieden Krankheiten haben können.

 Codex Humanus - Das Buch der Menschlichkeit

Gesunde Menschen sollten sich nicht ohne Verdacht glutenarm ernähren.  Bei Hashimoto sollte immer eine mögliche Glutenunverträglichkeit abgeklärt werden, diese kommt gerne in Verbindung vor!  Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse kann eine glutenfreie Ernährung vorteilhaft sein! Allerdings lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern. Auch Lektine (rohes Getreide, Hülsenfrüchte) oder Phytinsäure (Getreide etc.) sowie Alkaloide (rohe Kartoffeln und Paprika sowie Tomaten) stehen im Verdacht bestehende Beschwerden zu verstärken. Auch bei Goitrogenen sollten sie vorsichtig sein! Experten vermuten Eigenschaften, welche den Schilddrüsenstoffwechsel stören können. Allerdings ist hier nur zu beachten, diese im rohen Zustand nicht übermäßig zu konsumieren. Beispiele sind Kohl, Radieschen, Mandeln, Zwiebeln Knoblauch, etc. .

Bei den Sojaprodukten sieht es ähnlich aus, hier sollen die enthaltenen Phytoöstrogene vermutlich nachteilig wirken! Studien haben festgestellt, dass Sojaprodukte die Absorption von Schilddrüsenhormonen stören können. Die Studienlage hierzu lässt allerdings eine klare Bewertung noch nicht zu. Vorsichthalber sollte auf Sojaprodukte in größeren Mengen verzichtet werden.

Eine spezielle Hashimoto-Diät ist nicht notwendig. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, die gff. helfen können. Eine glutenfreie Ernährung hilft vielen Betroffene. Auch bei Lektine, Alkaloide, Pythinsäure, Phytoöstrogene und Goitrogenen in größeren Mengen sollten sie vorsichtig sein!

Vitamin D- Sonnenlicht bewusst tanken

Verbringen sie viel Zeit draußen, zum einen um Stress abzubauen, zum anderen um ihren Vitamin D-Speicher durch das Sonnenlicht regelmäßig aufzufüllen.

„Vitamin D entfaltet eine immunmodulierende Wirkung auf Autoimmunerkrankungen und kann so unter Umständen das Fortschreiten einer Hashimoto-Thyreoiditis oder einem Morbus Basedow hemmen.“

Zusammengefasst: Vitamin D soll eine immunmodulierende Wirkung auf Autoimmunerkrankungen besitzen!

Natürliche Produkte ohne Zusatzstoffe, Schad-Giftstoffe/Schwermetalle

Generell ist es sinnvoll den Körper so wenig wie möglich mit Schwermetallen und anderen Schad- und Giftstoffen zusätzlich zu belasten. Beispiel eines  solchen Schadstoffs ist Quecksilber. Menschen mit Autoimmunerkrankungen sind häufig anfälliger für Giftstoffe, bzw. es fällt dem Körper schwerer diese wieder abzubauen und sich zu entgiften!

Achten sie deshalb darauf möglichst viele pflanzliche Produkte, optimalerweise in Bioqualität zu verzehren und verzichten sie weitestgehend auf Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel. Denn wer selbst kocht, weiß was im Essen steckt und spart dabei noch viel Verpackungsmüll mit ggf. weiteren schädlichen Stoffen!

Menschen mit Autoimmunerkrankungen sind häufig anfälliger für Giftstoffe, bzw. es fällt dem Körper schwerer diese wieder abzubauen und sich zu entgiften! Deshalb sollte auf Lebensmittel mit Schwermetallbelastung, Schad- und Giftstoffen möglichst verzichtet werden. Empfohlen werden hier überwiegend pflanzliche Produkte und natürliche Lebensmittel.

Ashwagandha

Ashwagandha (Withania somnifera) auch Schlafbeere genannt, wird häufig bei Schilddrüsenfunktionsstörungen verschrieben. Auch wird es traditionell verwendet, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu verbessern. Erste Studien legen nahe, dass diese stressabbauenden Effekte, durch die mildernde Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse begründet sein könnte. In eine Pilotstudie mit 50 Probanden wurden der Hälfte der Teilnehmer täglich 600 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt gegeben, um die Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit subklinischer Hypothyreose zu bewerten.

Im Zeitraum der achtwöchigen Behandlung mit Ashwagandha verbesserten die TSH, T3 und T4- Serumspiegel im Vergleich zu Placebo signifikant. Die Ashwagandha-Behandlung normalisierte die Serum-Schilddrüsenindizes während des 8-wöchigen Behandlungszeitraums. So stellten die Forscher fest, dass eine Behandlung mit Ashwagandha potentiell zur Normalisierung der Schilddrüsenindizes bei Patienten mit subklinischer Hypothyreose führen kann. Groß angelegte Studien stehen aus um diese Aussagen zu manifestieren.

Forscher stellten fest, dass eine Behandlung mit Ashwagandha potentiell zur Normalisierung der Schilddrüsenindizes bei Patienten mit subklinischer Hypothyreose führen kann. Auch wird die Schlafbeere zum Stressabbau gerne verwendet.
Resveratrol

Resveratrol ist eine natürlich vorkommende polyphenolische Verbindung, dessen antioxidativ wirkende Funktion auf die Schilddrüse oft diskutiert wird. Es wirkt als Schilddrüsenstörer mit anti-Schilddrüsen- und goitrogenen Wirkungen und verringert, dass Schilddrüsen-spezifische Gene zum Ausdruck kommen. Als Ergänzung bei therapeutischer Anwendung ist also Vorsicht geboten! Weitere Studien stehen noch aus, um die Auswirkungen von Resveratrol zu bestätigen und die mögliche therapeutische Verwendung bei Schilddrüsenüberfunktion sicher einzuschätzen.  Bis dahin wird empfohlen bei Hashimoto mit verbundener Schilddrüsenunterfunktion Resveratrol eher zu meiden. Sprechen sie vor einer Einnahme unbedingt mit ihrem Arzt!

Resveratrol wirkt als Schilddrüsenstörer. Es soll verhindern, dass schilddrüsen-spezifische Gene zum Ausdruck kommen. Studien hierzu stehen aus. Resveratrol kann besonders bei Hashimoto nachteilig wirken, deshalb wird empfohlen bei Hashimoto mit verbundener Schilddrüsenunterfunktion Resveratrol eher zu meiden.

Literatur:

Das Kochbuch gegen Krebs: Die besten Rezepte, um Tumore zu bekämpfen und die Heilung zu unterstützen

Mitochondrien: Symptome, Diagnose und Therapie

Die einzige Antwort auf Krebs

Das Keto-Prinzip: Ketogen ernähren mit Kokosöl und Fett: Starke Schilddrüse – gesunder Stoffwechsel – dauerhafte Gewichtsabnahme

Quellen: PublicDomain/heilkraft-der-natur.com/ am 22.04.2021

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