Fuellmich: Das Querdenker-Kartenhaus bricht zusammen – Betrugsvorwürfe

Kollegin aus dem „Corona-Ausschuss“ beschuldigt Fuellmich, über 1 Million Euro Spendengelder in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Große Enthüllungen bekamen wir diesen Mittwochabend zu sehen. Viviane Fischer und Reiner Fuellmich – beide bekannte Pandemie-Leugner:innen aus dem „Corona-Ausschuss“ – beschuldigen sich gegenseitig, Hunderttausende Euro Spendengelder zweckentfremdet zu haben.

Bisher haben wir bei Volksverpetzer vor allem über Fuellmichs „Sammelklage“ gesprochen. Zur Erinnerung: Fuellmich versprach vor über 2 Jahren, er könnte eine große weltweite Sammelklage auf Schadensersatz auf den Weg bringen, um die Pandemie als Fake zu entlarven und Schadensersatz von Prof. Drosten dafür zu erkämpfen. Wir haben schon vor zwei Jahren berichtet, dass diese Klage eigentlich niemals funktionieren könnte, dass Fuellmich seine Mandant:innen wohl massiv über die Erfolgsaussichten täuscht und das Geld, also 800 € plus Mehrwertsteuer, von mutmaßlich etwa 1.000 Mandant:innen schlicht und ergreifend „verbrannt“ wird.

Doch offenbar geht es im Corona-Ausschuss intern mit der Geldverwendung auch nicht so mit rechten Dingen zu. Und zwar in unfassbarem Umfang. Wenn „Querdenker“ eines sind – neben anfällig für Desinformation und Verschwörungsglauben – dann sehr, sehr spendenfreudig. Und es wurde offenbar auch sehr viel Geld an den „Corona-Ausschuss“ gespendet und gezahlt.

Die Version von Viviane Fischer:

Wir hatten ja bereits berichtet, dass es Streit gibt zwischen dem Corona-Ausschuss (also einer Vereinigung von Verschwörungsideologen, die jede Woche eine neue Schwurbelsendung senden. Hier haben wir uns mal darüber lustig gemacht, als sie schauspielerten, die Bundesregierung zu sein) und Fuellmich, der ebenfalls Mitglied war. Gründerin Viviane Fischer hatte Fuellmich beschuldigt, dass er das Geld für die Sammelklage gar nicht für die Klagen selbst gebraucht habe, da alle Sachverständigen und Anwälte pro bono tätig gewesen wären. Also wo ist das Geld? Wir berichteten, denn Fuellmich vertrat Wolfgang Wodarg, ebenfalls aus dem Ausschuss, gegen Volksverpetzer vor Gericht.

Frau Fischer hat nun eine weitere Stellungnahme veröffentlicht, diesmal geht es um Spendengelder für den Ausschuss selbst. Hier könnt ihr die Stellungnahme ansehen:

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Ihre Hauptanklagepunkte gegen Fuellmich sind:

Er hätte angeblich seiner Kanzlei jeden Monat (!) 29.000 Euro ausgezahlt, und zwar für die Beantwortung von E-Mails. Es ist unklar, über welchen Zeitraum das so war, aber selbst wenn es nur das letzte Jahr gewesen wäre, wären das über 300.000 Euro. Außerdem soll Fuellmich 700.000 Euro an Spendengeldern (!) in die Abzahlung seines Hauses gesteckt haben. Also sagte Fuellmich die Wahrheit, dass er sich keinen „Lamborghini“ von Spendengeldern gekauft hatte? Sondern eben „nur“ eine Villa…?

Zusammen sind das geschätzt rund 1 Million Euro, von denen man ausgehen darf, dass sich die Spendenden dafür eine andere Verwendung vorgestellt hatten. Übrigens steht sehr ironisch auf der Website des Ausschusses:

„Alle beteiligten Personen sind den Grundsätzen wissenschaftlicher Evidenz verpflichtet und ohne persönliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Interessenkonflikte gewillt, eine sachliche Diskussion zu den verschiedenen Themenkreisen zu führen.“

Nun kann man wohl kaum davon ausgehen, dass jemand ohne „Interessenkonflikte“ ist, der am Fortbestand der Pandemie jeden Monat mutmaßlich Tausende Euros einnimmt, oder? Sagt so jemand die Wahrheit über Impfungen, die ja das Ende der Pandemie für die Geimpften bedeutet haben (mehr dazu)?

Die Version von Fuellmich:

Fuellmich ist gerade im Live-Stream bei einem verbündeten Streamer, als Fischer ihre Stellungnahme veröffentlicht. Hier ist der entsprechende Stream (ab 1:12, Quelle).

Die Stellungnahme von Fischer wird direkt im Live-Stream abgespielt. Fuellmich schaltet zwischendurch seine Kamera aus (Möglicherweise, weil er so hart weinen musste. Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen).

Danach versucht er sich zu rechtfertigen, was vor allem darin besteht, dass er alles bestätigt, was Fischer zuvor gesagt hatte. Ja, seine Kanzlei habe wirklich so viel Geld bekommen und er habe auch wirklich Ausschuss-Geld in sein Haus gesteckt. Er versucht das damit zu rechtfertigen, dass Fischer ja auch Geld abgezweigt habe. Keine wirkliche Rechtfertigung? Er beschuldigt Fischer, selbst 100.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Denn der Ausschuss zahlte laut Fuellmich Zehntausende Euro an „Ovalmedia“, die Produktionsfirma hinter den Videos. Und der Gründer von Ovalmedia sei: Fischers Lebensgefährte. Im Endeffekt zeigen beide mit dem Finger aufeinander, aber geben nur den Anfangsverdacht vor, dass der Corona-Ausschuss mutmaßlich Spendengelder nicht zweckgemäß verwendet haben könnte.

Bumerang aus der Sammelklage

Doch das ist nicht alles an dem Skandal. Aus der vermeintlichen „Sammelklage“ sind ebenfalls neue Anschuldigungen zu hören. Wie t-online berichtet, soll Fuellmich eine zusätzliche Klage für einen Unternehmer aus der Sammelklage eingereicht haben – angeblich ohne dessen Zustimmung und Vollmacht! Die absurde Klage wurde mit einem irrwitzig hohen Streitwert von 30 Millionen Euro eingereicht, was entsprechend allein die Einreichung der Klage, deren Kosten sich am Wert orientieren, enorm teuer machte.

Der Unternehmer will jetzt die entstandenen Kosten in Höhe von 280.000 Euro (!) von Fuellmich zurückhaben, den er dafür nie beauftragt haben will. Es sieht also überhaupt nicht gut aus für Fuellmich.Dazu kommt, dass auch alle Mandanten seiner Sammelklage ihr Geld zurückfordern könnten, wie Anwalt Chan-jo Jun hier erklärt:

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Fazit: Es ist immer besser, die Wahrheit setzt sich durch

Persönlich finde ich es etwas schade, dass die ganzen „Querdenker“ jetzt womöglich aufgrund von Veruntreuung, Betrug und ähnlichen Delikten Probleme mit der Justiz bekommen könnten. Und nicht deswegen, weil ihre Anhängerschaft durchschaut, dass sie die ganze Zeit über das Corona-Virus und die Pandemie gelogen haben. Denn das ist doch der eigentliche Skandal: Dass hier ein gefährliches Virus kursierte und da sind Leute, die sagen: Ja, steckt euch ruhig an, das ist voll harmlos, die Impfung dagegen wirkt überhaupt nicht. Ich meine – wie viele Leute sind wegen solcher Lügen in den letzten Jahren gestorben? Ist das nicht weitaus schlimmer als mögliche Veruntreuung?

Zum Thema:

Artikelbild: Screenshots

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