Finnland: Ex-Regierungschef Stubb wird neuer Präsident

Die Präsidentschaftswahlen in Finnland sind am Sonntag zu Ende gegangen. In der Stichwahl wurde Aleksander Stubb, ehemaliger Premierminister und Mitglied der konservativen Sammlungspartei, zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Insgesamt 51,6 Prozent der Wähler stimmten für ihn, 48,4 Prozent für seinen Herausforderer, den ehemaligen Außenminister Pekka Haavisto.

Haavisto gratulierte Stubb zu seinem Sieg: "Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl zum dreizehnten Präsidenten Finnlands." Stubb betonte, es sei "die größte Ehre seines Lebens", Präsident zu werden.

Laut Gesetz wird der Präsident für sechs Jahre gewählt und kann höchstens zwei Amtszeiten in Folge ausüben. Stubb wird sein Amt am 1. März antreten.

Finnland wählt zum ersten Mal seit seinem NATO-Beitritt einen neuen Präsidenten. Anders als die Staatsoberhäupter vieler anderer westlicher Länder spielt der Präsident eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung der Außenpolitik. Er vertritt das Land in der NATO und leitet die finnischen Streitkräfte.

Der 55-jährige Finnlandschwede hat sich seit seiner Ernennung zum Außenminister im Jahr 2008 als aktiver Unterstützer der NATO gezeigt. Von 2014 bis 2015 leitete er das Ministerkabinett. Im Jahr 2017 kündigte er seinen Rückzug aus der Politik an. Danach arbeitete er im Bankensektor und zuletzt als Professor am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Im vergangenen Jahr kündigte Stubb überraschend seine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten an.

Im Wahlkampf zeigte er sich als aktiver Verfechter eines antirussischen Kurses. Er sprach sich gegen eine Mitgliedschaft Russlands im UN-Sicherheitsrat aus und lehnte umfassende diplomatische und politische Beziehungen zum östlichen Nachbarn ab, solange russische Truppen in der Ukraine stationiert sind. Stubb betonte, er sehe keine Möglichkeit für einen politischen Dialog mit Wladimir Putin, solange Russland Krieg führe. "Wir alle wollen einen Weg zum Frieden finden, aber ich glaube, dass dieser Weg im Moment nur über das Schlachtfeld führt", erklärte er. Die Sicherheit sei für Finnland eine existenzielle Frage. Stubb versprach, die Ukraine weiterhin zu unterstützen.

Mehr zum Thema - Finnland: Präsidentschaftskandidaten ohne Mehrheit – Stichwahl

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