Fake News! Der Klimawandel ist vor Gericht in Kanada NICHT widerlegt worden

Manipulation der klimawandelleugner

Die rechten Klimawandelleugner und Verschwörungstheoretiker haben ein neues Narrativ, das in den letzten Wochen massiv verbreitet wurde. Auch AfD-Parteichef Jörg Meuthen hatte es jüngst aufgegriffen, wir haben gestern davon berichtet. Die rechten Blogs und Anti-Klima-Lobby-Gruppen verbreiteten solche Schlagzeilen:

Achgut
Eike
Tichys Einblick
KenFM u.v.m.

Die Fake News geht so: In einem Gerichtsprozess habe Michael Mann, der eine berühmte Klima-Kurve („Hockeyschlägerkurve„) erstellt habe, gegen einen „Professor für Klimatologie“ verloren, der seine Grafik widerlegt habe. Diese Hockeyschlägerkurve sei darüber hinaus die einzige Basis für die „These vom menschengemachten Klimawandel“. Mann müsse außerdem Prozesskosten in Millionenhöhe bezahlen. Ergo: Der Klimawandel sei ein Schwindel. Der Witz: Hier ist eigentlich alles gelogen.

Michael Mann hat keinen Gerichtsprozess verloren, der verklagende Professor ist Geologe, nicht Klima-Experte, die „Hockeyschläger-Kurve“ ist nicht die einzige Basis für den Konsens (nicht These) über die Klimakrise und wurde nicht nur von Mann belegt. Sie wurde auch nicht widerlegt und tatsächlich hatte sie nicht einmal wirklich irgendwas mit dem Prozess zu tun. Mann muss auch keine Kosten tragen. Ja, es gibt kaum ein deutlicheres Beispiel dafür, wie extrem die Wahrheit gebogen wird, um den menschengemachten Klimawandel zu leugnen. Aber von vorne.



Hintergrund

Es geht um einen Rechtsstreit vor dem Supreme Court of British Columbia zwischen Michael E. Mann und Timothy Ball. Mann ist ein US-Klimatologe und gilt als ein führender Klimawissenschaftler. Außerdem gilt er als Begründer der „Hockeyschlägerkurve„. Dadurch wurde er zu einer Hassperson der Klimawandelleugner und erhält regelmäßig Morddrohungen. Zum „Klimapapst“ (Meuthen) stilisieren ihn allerdings nur Gegner. Timothy Ball hingegen ist ein kanadischer, ehemaliger Geografie-Professor und heutiger Kreationist und Klimawandelleugner.

Die „Hockeyschläger-Kurve“, Quelle, Quelle, CC BY-SA 3.0

Im Verfahren geht es um eine Anklage von Michael Mann. Er beschuldigte Ball, ihn vor acht Jahren beleidigt zu haben. „Ins Krankenhaus statt in die Universität“ gehöre Mann, soll der Klimaleugner gesagt haben. Der Ausgang des Gerichtsverfahrens: Das Gericht hat die Klage abgewiesen bzw. den Prozess abgebrochen, da er sich zu lang hinzog.

Außerdem hatte Ball einen „Gnadenersuch“ aufgrund seines Alters, seines Krankheitszustand und seiner geringen wissenschaftlichen Bedeutung eingereicht. Ball erkannte also selbst an, dass sein Leugnen des Klimawandels, die zur Beleidigung geführt hatte, falsch war! Anstatt dass also „der menschengemachte Klimawandel widerlegt“ wurde, hat der Nicht-Experte Ball zugegeben, dass seine Klimawandelleugnung schon von Laien als unglaubwürdig erkannt werden kann. So viel also dazu. Mann muss auch keine Prozesskosten zahlen.

Warum diese glatten Lügen?

Es ist unglaublich, dass dieser peinliche Prozess und Niederlage der Klimawandelleugner derart dreist ins Gegenteil verkehrt wird. Und dazu von diversen rechten Medien aufgegriffen. Wie groß die Glaubwürdigkeit dieser Medien, die solchen Unsinn veröffentlichen, dadurch sein dürfte, sollte auf der Hand liegen. Doch wenn man eine bereits völlig falsche Narrative aufbauen kann, dass nicht nur die Hockeyschläger-Kurve widerlegt worden wäre, sondern dass sie auch noch die einzige Stütze für den Klimakonsens sei, kann man seine lobbyfinanzierten Verschwörungstheorien weiter verbreiten.

Die „Hockeyschlägerkurve“ wurde durch mehrere andere unabhängige Studien bestätigt. Mann sagt dazu:

„Die Tatsache, dass Klimwandelleugner fortgesetzt in Bezug auf etwas lügen, das so einfach überprüfbar ist wie die Verfügbarkeit der Daten, die der originalen („MBH98“) Hockeyschläger- Studie zugrunde liegen, sagt einem alles, was man wissen muss, über ihre Ehrlichkeit und Seriosität (oder eher über deren Mangel).“ Weitere Details und Fakten haben GWUP in ihren Blog gesammelt.

Klimawandelleugner haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie bereits sind, offensichtliche Lügen zu verbreiten, um Klimaaktivisten zu diskreditieren. In Angesichts des wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel bleibt ihnen auch nichts anderes übrig. Die Klimakrise ist ein Fakt. Wenn rechte Blogs und auch die AfD diese Fake News verbreiten, dann sollte das umso mehr zeigen, wie unseriös diese Arbeit und wie weit entfernt von der Wahrheit sie sind. Und wie sehr sie ihre Anhänger und Leser manipulieren.

Diese Anfrage der AfD zum Konsens über den Klimawandel ist ein Eigentor

Artikelbild: pixabay.com, CC0, Screenshots

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