Chinesischer Batteriehersteller baut 185 Millionen Euro teures Werk in Ungarn

Ungarns Politik der starken Handelsbeziehungen mit dem Osten hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt

Das chinesische Unternehmen Semcorp investiert mehr als 65 Milliarden Forint (185 Millionen Euro) in Debrecen und tätigt damit eine der größten Investitionen des Jahres in Ungarn, teilte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó mit. Er sagte, dass Semcorp im Rahmen dieser Investition bis Ende 2022 ein Werk für Separatorfolien für Lithium-Ionen-Batterien errichten werde.

Der Staat werde das mehr als 65 Milliarden Forint teure Projekt, das 440 Arbeitsplätze in der Stadt schaffen werde, mit 13 Milliarden Forint unterstützen, sagte der Minister am Montag bei der Grundsteinlegung für die Großinvestition des chinesischen Unternehmens.

In seiner Rede betonte der Minister, dass in mehreren dominanten, revolutionären Sektoren der neuen Weltwirtschaftsära „der Wind aus dem Osten weht“, wie es in der Elektroautoindustrie der Fall ist. Als Beispiel führte er an, dass im Jahr 2007 81 Prozent der weltweiten Investitionen durch westliches Kapital und nur 17 Prozent durch den Osten finanziert wurden. 2017–2018 hatte sich dieses Verhältnis in etwa eingependelt und im vergangenen Jahr komplett umgekehrt: Der Anteil des Ostens war auf 70 Prozent gestiegen, während der des Westens auf 29 Prozent gesunken war.

Szijjártó fügte hinzu, dass der Anteil Chinas an der Weltwirtschaftsleistung im Jahr 2000 nur 4 Prozent betrug, inzwischen aber 18 Prozent erreicht hat, und dass der Ferne Osten im vergangenen Jahr bereits der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union war.

Der Leiter des Ministeriums wies auch darauf hin, dass die technologische Überlegenheit der westlichen Welt deutlich abgenommen hat, und fügte hinzu, dass beispielsweise die größten Batteriehersteller in der Elektroautoindustrie allesamt östliche Unternehmen sind. Allerdings, so Szijjártó, werden die Investitionsentscheidungen dieser Unternehmen auch darüber entscheiden, welche EU-Mitgliedstaaten in den kommenden Jahren erfolgreich sein werden.

Szijjártó sagte, dass die Errichtung der 97.000 Quadratmeter großen ersten ausländischen Produktionseinheit von Semcorp ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte der ungarisch-chinesischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei. Die Arbeiten haben bereits im Sommer begonnen, die Anlage soll im ersten Quartal 2023 in Betrieb genommen werden, wodurch die Kapazität des marktführenden Unternehmens in diesem Bereich um 12 Prozent steigen wird.

In Ungarn werden dann jährlich 400 Millionen Quadratmeter Separatorfolie produziert. Szijjártó betonte, dass die Öffnung der ungarischen Wirtschaftspolitik nach Osten eine echte wirtschaftliche Erfolgsgeschichte sei und nun auch von Kritikern anerkannt werden müsse.

In den vergangenen elf Jahren sei der Handel zwischen Ungarn und den östlichen Ländern um 28 Prozent gestiegen. Der größte Investor in Ungarn war 2019 Südkorea und im vergangenen Jahr China. Ungarns Handelsumsatz mit China stieg in der ersten Hälfte dieses Jahres um 24 Prozent, das Volumen der ungarischen Exporte nahm um 51 Prozent zu.

Quelle: Magyar Nemzet


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